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Kleine Gerichte energiesparend aufwärmen

30.07.2014

Neues Strömungskonzept bringt Wärme gezielt ins Gargut

In modernen Heißluft-Backöfen zirkuliert erhitzte Luft gleichmäßig im gesamten Ofenraum. Bei der Zubereitung kleiner Lebensmittelmengen wie einer Tiefkühlpizza verursacht dies unnötig hohe Energiekosten.


Strömungskonzepte werden am Laborofen überprüft

(© E.G.O. Elektro-Gerätebau GmbH)

Das BINE-Projektinfo „Mikroklima in Backöfen erzeugen“ (10/2014) beschreibt die Entwicklung eines Demo-Backofens, mit dem bis zu 40 % Energie eingespart werden kann.

Insbesondere wenn kleine Gerichte nur aufgewärmt werden, führt eine gleichmäßige Erhitzung des kompletten Ofeninnenraums zu unverhältnismäßig hohem Energieverbrauch. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten, einen Körper mit heißer Luft anzuströmen. Mit einem Pizza-Dummy testeten die Wissenschaftler verschiedene Strömungskonzepte.

Erfolgsversprechend war ein Modell bei dem das Tiefkühlprodukt wie in einer Glocke von einem heißen Luftstrom umhüllt wird. Ergebnis des Projektes ist ein Demonstrator mit standardisierten Backofenabmessungen.

Dieser ist vor allem auf Tiefkühlpizza und ähnlich dimensionierte Gargüter ausgelegt. Um eine Pizza aufzuwärmen, benötigt er etwa 40 % weniger Energie als ein handelsüblicher Backofen nach neuestem Stand der Technik. Langfristig soll das Strömungs- und Beheizungskonzept auf andere Gargüter angepasst werden.

Das Forschungsprojekt führte die E.G.O.-Gruppe - ein Zulieferer für Hersteller von Haushaltsgeräten – in Zusammenarbeit mit dem Institut für Mechanische Verfahrenstechnik der Universität Stuttgart durch.

Das BINE-Projektinfo ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – unter www.bine.info  oder 0228 92379-0.

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Rüdiger Mack |

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