Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ins richtige Licht gesetzt

02.05.2013
Ob bei der Präsentation neuer Produkte, bei Unterhaltungsshows oder Konzerten – auf die richtige Beleuchtung kommt es hier jeweils an. Das tragbare und kabellose System Mobilight bietet hier viele Möglichkeiten. Forscher haben es nun optimiert.

Das geflügelte Wort »ins richtige Licht setzen« kommt nicht von ungefähr: Oft ist es die passende Beleuchtung, die eine Szenerie erst wirken lässt. Egal, ob auf einer Messe ein neues Automodell vorgestellt wird oder bei einer Unterhaltungssendung ein Stargast auftritt, die Beleuchtung muss stimmen. In Messehallen und Fernsehstudios sind die technischen Voraussetzungen dafür gegeben.


Mit dem tragbaren, kabellosen Beleuchtungssystem Mobilight 3 lassen sich eindrucksvolle Lichteffekte erzielen. (© APE LABS Lichtprodukte GmbH)

Auf Außengeländen kann das jedoch schwieriger werden. Hier helfen die mobilen Module Mobilight, welche die Mitarbeiter der Würzburger Firma APE LABS Lichtprodukte GmbH entwickelt haben. Das Besondere: Die einzelnen Beleuchtungsmodule sind akkubetrieben und arbeiten ohne Kabel. Per 2,4 Ghz Funk koordinieren die einzelnen LED-Geräte ihre Leuchtkraft und Farbwahl und schaffen so eine passende Atmosphäre.

Mit der ersten Generation von Mobilight war man bei APE LABS jedoch nicht rundherum zufrieden. Die Farbmischung entsprach nicht genau genug dem gewünschten Effekt – die Farbe war nicht über die gesamte beleuchtete Fläche homogen. Auch bei der Spotgröße sahen die Mitarbeiter Optimiertungspotenzial.
Zudem ragte die Linse etwa 20 Zentimeter über das Gerät hinaus, gehalten von langen Schrauben. »Unser Ziel: Die Mobilight-Module sollten kleiner und kompakter werden, die beleuchtete Fläche größer und homogener, und ein Modul sollte drei Lichtstrahlen anstelle eines einzigen erzeugen können«, fasst APE LABS-Gründer Julius Schrenk zusammen.

Kompakte optische Komponenten

Das kleine Unternehmen – es bestand zum damaligen Zeitpunkt aus 11 Mitarbeitern – suchte daher Hilfe in der Nachbarschaft: beim Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC. »Wir haben zunächst mit einer speziellen Software die Qualität des Strahls optimiert, ebenso die Strahlbreite und die Mischungsqualität der einzelnen Farben«, sagt Jens Baber, der dieses Projekt am ISC in Würzburg leitete. »Die Software hat uns kommerziell erhältliche Linsen vorgeschlagen, mit denen sich die Anforderungen realisieren lassen. Allerdings wäre diese Lösung zu teuer geworden.«
Die Forscher suchten deswegen nach einer anderen Lösung. Die Herausforderung dabei: Das Gerät bietet nur etwa acht bis zehn Zentimeter Platz, die verwendeten optischen Komponenten müssen also recht klein sein. Außerdem strahlen die LEDs, die Basis der Mobilight-Module, ihr Licht nach allen Seiten ab. Die unterschiedlichen Farben Rot, Grün, Blau und Weiß kommen zudem von unterschiedlichen Lichtquellen. Wie die Forscher die Lichtstrahlen gebündelt haben, wollen sie nicht im Detail preisgeben, nur so viel sei verraten: Sie haben Anleihen bei der Lasertechnologie genommen.

Dieser Ansatz war erfolgreich: So genügt die neue Version Mobilight 3 nicht nur den technischen Anforderungen, sondern ist mit einer Grundfläche von 21 x 21 Zentimetern und einer Höhe von 13 Zentimetern kompakter als das Vorgängermodell und erreicht eine erheblich höhere Lichtleistung. Zur Eröffnung des ISC-Erweiterungsbaus am 8. Mai 2013 wird die Firma APE LABS Mobilight 3 vorführen und verschiedene Beleuchtungseffekte zeigen. Die erste Kooperation mit der Firma konnten die Forscher erfolgreich abschließen – das nächste Projekt mit APE LABS steht bereits in den Startlöchern.

JensBaber | Fraunhofer Forschung Kompakt
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2013/Mai/ins-richtige-licht-gesetzt.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Neue Sensortechnik für E-Auto-Batterien
08.12.2016 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Siliziumsolarzelle des ISFH erzielt 25% Wirkungsgrad mit passivierenden POLO Kontakten
08.12.2016 | Institut für Solarenergieforschung GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops