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Innovatives F/E-Projekt im Rahmen der BMBF-Förderinitiative „Energiespeicher“ gestartet

28.09.2012
Fraunhofer und DLR entwickeln hochdynamische thermochemische Energiespeicher
Die Bundesregierung hat ein klares Ziel formuliert: Energie soll zukünftig aus regenerativen Quellen gewonnen werden. Wegen des fluktuierenden Angebots regenerativer Energiequellen nehmen geeignete Speichertechnologien einen zentralen Platz bei der Umsetzung der geplanten Energiewende in Deutschland ein. Dabei ist Wasserstoff als umweltfreundlicher, sicherer und effizienter Sekundärenergieträger ein Schwerpunkt der Entwicklungen.

Gemeinsam forschen nun Wissenschaftler des Fraunhofer-Institutes für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) in Dresden und des Instituts für Technische Thermodynamik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart an einer viel versprechenden Möglichkeit zur thermochemischen Wasserstoffspeicherung für unterschiedliche Anwendungen, z.B. Brennstoffzellen oder Verbrennungsmotoren.

Unter dem Titel „Hochdynamische Thermochemische Energiespeicher auf Basis von Hydrid-Graphit-Verbundwerkstoffen“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) dieses F/E-Projekt, bei dem Metallhydride, d.h. chemische Verbindungen zwischen Metallen und Wasserstoff, und Graphit zu kompakten Verbundwerkstoffen vereint werden. Diese sollen zudem auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden.

Ziel ist die Entwicklung hochdynamischer thermochemischer Wasserstoffspeichersysteme, die sehr sicher, ökologisch nachhaltig und effizient sind.

Dies ist durch den Einsatz von Wasserstoff als Energiespeicher gewährleistet. Zum einen kann H2 aus regenerativen Energien über Wasserelektrolyse direkt hergestellt werden und zählt somit zu den „grünen Energien“. Außerdem verbrennt er völlig emissionsfrei zu Wasser. Durch seine vielfältigen Einsatzbereiche als Kraftstoff kann Wasserstoff konventionelle Treibstoffe wie Erdgas oder Erdölprodukte zukünftig ersetzen und wird dies mittelfristig durch den laufenden Ausbau der H2-Versorgungsstruktur tun.

Mit den verbesserten Eigenschaften der neuartigen Verbundwerkstoffe, die im Rahmen des 3-jährigen F/E-Projektes von Fraunhofer IFAM Dresden und DRL Stuttgart entwickelt werden, können Wasserstoff-Speichertechnologien realisiert werden, die eine vollständige Be- und Entladung innerhalb weniger Minuten ermöglichen. Außerdem sind diese hochdynamischen Werkstoffe in vielfältigen anderen energietechnologischen Anwendungen einsetzbar, wie beispielsweise in Thermo-Boostern oder Kompressoren.

Bereits jetzt haben Firmen Interesse an der industriellen Umsetzung der Ergebnisse bekundet, um den Technologievorsprung Deutschlands in diesem Bereich zu sichern.

| Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ifam-dd.fraunhofer.de/

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