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Innovationsforum für Stromer

04.03.2011
Miteinander ins Gespräch kommen, den aktuellen Stand der Forschung kommunizieren, Lücken im Entwicklungsbedarf benennen und den Technologietransfer vorantreiben – all dies sind Ziele eines interdisziplinären Vereins, der auf Initiative von Bundesforschungsministerin Annette Schavan gegründet wurde.

Forschungsergebnisse sind erst dann nützlich, wenn sie auch Eingang in die Praxis finden. Um dies bei dem BMBF-Verbundprojekt Systemforschung Elektromobilität zu unterstützen, hat die Fraunhofer-Gesellschaft den Verein »Forum ElektroMobilität e.V.« gegründet.

»Er verbindet die Fraunhofer-Kompetenz auf diesem Gebiet mit den Akteuren am Markt und bietet eine Plattform, um notwendige Entwicklungsleistungen zu synchronisieren und auf den aktuellen Bedarf auszurichten«, sagt Professor Ulrich Buller, Forschungsvorstand der Fraunhofer-Gesellschaft und Vorstandsvorsitzender des Forum ElektroMobilität e.V.

In dem Verein kommt Know-how aus Forschung und Industrie zusammen: Experten aus der Automobilbranche, Energiewirtschaft, der chemischen Industrie oder Flottenbetreiber ebenso wie Batteriehersteller und Player aus dem Maschinen- und Anlagenbau. »Der Bedarf an marktgerechten Umsetzungskonzepten für die Elektromobilität ist enorm groß«, sagt Alexander Claus von der Geschäftsstelle des Forum ElektroMobilität in Berlin. »So konnten wir im vergangenen November über 240 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik bei unserem ersten Kongress begrüßen.« Über 24 Referenten schlugen in sechs Fachsitzungen eine Brücke von der Netzintegration über Batterietechnologie und Fahrzeugkonzepte bis hin zu Business-Modellen. Sie stellten aktuelle Ergebnisse aus der Fraunhofer Systemforschung vor ebenso vor wie die Markterwartungen und Industrieanforderungen zum Beispiel von E.ON, EWE, Volkswagen, Schaeffler, Süd Chemie, DIN, SIXT oder TÜV Süd.

Fachlicher Austausch, Diskussionen und Technologietransfer auf operativer Ebene finden in einer Reihe von Workshops statt, etwa zu den Themen Batteriesicherheit, Netzintegration und Ladeinfrastruktur, Test- und Prüfprogramme für Elektrofahrzeuge oder Wirtschaftsverkehr. Hier haben Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft die Möglichkeit, sich persönlich kennen zu lernen und über Hemmnisse, Markterwartungen und Industrieanforderungen zu diskutieren, Innovationen vorzustellen und Kooperationsprojekte anzustoßen.

Wer die Technologien der Elektromobilität einmal hautnah erleben und besichtigen will, kann an einer der Roadshows teilnehmen, die das Forum ElektroMobilität regelmäßig organisiert. Diese Standortbesichtigungen bei den Vereinsmitgliedern waren sehr gut besucht. So öffnete beispielsweise die WITTENSTEIN AG in Igersheim, die weltweit zu den führenden Kompetenzträgern im Bereich Antriebstechnologie zählt, ihre Pforten für Rundgänge durch die Produktionsanlagen. Hier erhielten die Besucher wertvolle Informationen über mechatronische Lösungen, Hochleistungsmotoren oder Elektronikkomponenten. Weitere Roadshows fanden in verschiedenen Fraunhofer-Instituten, bei der TÜV SÜD SENTON GmbH in Straubing und beim DIN e.V. in Berlin statt.

Marion Horn | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.forum-elektromobilitaet.de/

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