Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HRW und ELE starten Projekt zur Elektromobilität

27.08.2010
Umweltfreundlich und in den Unterhaltskosten günstig: Elektroroller könnten für viele im Ruhrgebiet die Alternative zum Zweitwagen werden. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt, das heute in Bottrop vorgestellt wurde, untersuchen die Hochschule Ruhr West und die Emscher Lippe Energie GmbH unter anderem Reichweite, Nutzen und Kosten der Elektroroller.

Elektromobilität ist ein bewegendes Thema unserer Zeit und kann schon sehr bald zu einer ökonomisch und ökologisch attraktiven Lösung für Mobilität ohne Erdöl werden. Die Emscher Lippe Energie GmbH (ELE) bringt Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb auf die Straßen des Emscher-Lippe-Landes und damit Ideen für neue Mobilitäts- und Infrastrukturkonzepte auf den Weg.

„Elektromobilität bedeutet Fortschritt. Die ELE setzt schon heute auf ein Thema von morgen und bereitet Bottrop unter anderem mit den Elektrorollern den Weg hin zu einer Modellstadt für Elektromobilität. Wir möchten den Bürgerinnen und Bürgern dieses Thema näher bringen, sie dafür begeistern“, erläutert Kurt Rommel, Geschäftsführer der ELE, das Engagement.

Und was bietet sich dafür besser an als ein innovatives Forschungs- und Entwicklungsprojekt mit einer jungen Hochschule? Diese Frage beantwortet Prof. Eberhard Menzel, Präsident der Hochschule Ruhr West (HRW): „Die HRW hat überaus engagierte Professoren, die sich innerhalb ihrer Forschertätigkeit mit der gesamten Bandbreite von Energiegewinnung und -nutzung beschäftigen. Und wir haben engagierte Studierende; ihnen wollen wir einerseits mit der Teilnahme an einem aktuellen Forschungsprojekt Praxis vermitteln. Andererseits sind junge Menschen Multiplikatoren, die neue Entwicklungen weitertragen – in ihren Freundeskreis, in die Familien. Oft sorgt das für mehr Akzeptanz und Nutzung.“

Das gemeinsame Projekt der ELE und der HRW startet zum Wintersemester 2010/2011 und ist für drei Jahre geplant. Dazu stellt die ELE der HRW fünf Elektroroller zur Verfügung, und zwar besonders leistungsfähige vom Typ „Geco2“. Der Hersteller, die GUF GmbH aus Süddeutschland, verwendet hochwertige Bauteile und garantiert damit eine hohe Qualität „Made in Germany“.

„Wir als Testfahrer der Elektroroller werden die Herstellerangaben überprüfen und für eine Nutzbar¬keitsstudie Angaben unter anderem zu den Themen Umweltverträglichkeit, Betriebs-, Wartungs- und Energiekosten, Ladeverhalten und Praxistauglichkeit sammeln und auswerten“, erklärt Prof. Gerd Bittner, HRW Projektleiter.

Der Produzent verspricht beispielsweise „umweltgerechte Fortbewegung in ihrer schönsten Form, Fahrfreude und einen unkomplizierten Begleiter für alle Fälle“. Nur – wenn man mit dem Geco2 bei langsamem Tempo rangieren muss, ist Muskelkraft gefragt: Der Elektroroller wiegt 130 Kilogramm. Dafür aber kann man jede Tankstelle links liegen lassen. Das Fahren mit dem Elektro-Zweirad ist überaus günstig: Der Strom für 100 Kilometer kostet beim aktuellen Strompreis nur rund 80 Cent. Allerdings wird die Reichweite bei einer gedrosselten Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h mit nur etwa 55 Kilometern angegeben.

Die Akkus sind fest verbaut wie eine Autobatterie. Geladen werden kann in vier bis sechs Stunden an jeder Steckdose, unkompliziert, umweltfreundlich und extrem sparsam. Auch anfällige Bauteile wie Auspuff, Vergaser oder Starter entfallen. Die Wartungsarbeiten reduzieren sich auf ein Minimum. Gefahren werden kann der zugelassene und versicherte Roller von allen mit Führerscheinklasse M – und es besteht Helmpflicht!

Zwei der fünf Roller sind mit Li-Polymer-Akkus ausgestattet, die anderen drei mit Blei-Akkus. In der Studie sollen auch die Vor- und Nachteile der beiden Akkus ermittelt werden.

Vorteil der Li-Polymer-Akkus: Die Reichweite erhöht sich auf etwa 150 Kilometer.

An eines muss man sich als Fahrer gewöhnen: Der Roller fährt extrem leise. Das scheint zunächst ein großer Vorteil zu sein, kann aber durchaus zum Nachteil werden, denn Fußgänger und auch Tiere nehmen die Roller kaum wahr. Das wichtigste Bedienelement neben Gashebel und Bremse ist daher die Hupe.

Pressekontakte
Hochschule Ruhr West
Heike Lücking
Pressesprecherin, Leiterin Kommunikation und Marketing
Mellinghofer Straße 55, 45473 Mülheim an der Ruhr
Telefon: 0208 882 54 -250, Mobil: 0151 5511 7234
E-Mail: Luecking.Heike@hs-ruhrwest.de
Emscher Lippe Energie GmbH
Peter Efing
Pressesprecher
Ebertstr. 30, 45879 Gelsenkirchen
Telefon: 0209 165 -37 62
E-Mail: Efing.Peter@hs-ruhrwest.de

Heike Lücking | idw
Weitere Informationen:
http://www.hochschule-ruhr-west.de

Weitere Berichte zu: Akku ELE Elektromobilität Elektroroller HRW Li-Polymer-Akkus

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Geräteschutzschalter erfüllt NEC Class 2
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Elektronikgehäuse für Anzeigeeinheiten
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften