Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Holz-Hackschnitzel statt Pellets als Heizmaterial

01.04.2011
An der optimalen Aufbereitung von Hackgut für private Haushalte forscht der Studiengang „Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement“ der FH JOANNEUM Kapfenberg.

Hackschnitzelheizungen haben im Haushalt und im Kleingewerbebereich einen relativ geringen Anteil im Verhältnis zu Pellets. Ein Grund liegt in der hohen Feuchte der frischen Hackschnitzel und der deshalb schlechten Lagerfähigkeit und Schimmelbildung.

Um Hackgut möglichst ökologisch und wirtschaftlich lagerfähig zu machen, forschen ExpertInnen des Studiengangs „Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement“ zusammen mit der „Nahwärme Gleinstätten“ und dem Technischen Büro für Chemie und Biotechnologie Theissing-Brauhart an der optimierten Hackguttrocknung. Das Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „Neue Energien 2020“ unter der Abwicklung der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) durchgeführt.

Günstige Alternative

„Derzeit gibt es keinen wirklichen Markt für Hackschnitzel im privaten Bereich, aber Hackschnitzel wären – wenn die Probleme gelöst wären – eine günstige Alternative zum Beispiel zu Pellets“, meint Projektleiter Alois Kraußler vom Studiengang „Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement“ der FH JOANNEUM Kapfenberg.

Das Projektteam hat an der Fachhochschule eine Versuchsanlage installiert, um Trocknung und Lagerung des Hackguts in verschiedenen Varianten zu testen und zu messen. Kraußler: „Wir haben die Anlage selbst konzipiert und aufgebaut. Alle Daten über den Wassergehalt und den Energieeinsatz werden automatisiert aufgezeichnet und ausgewertet. Damit wollen wir anwendungsorientierte Ergebnisse für die technische Hackguttrocknung gewinnen.“ In Rahmen von Abschlussarbeiten sind auch Studierende in das Forschungsprojekt eingebunden.

Der nächste Schritt ist der sogenannte „Feldversuch“ beim Partner „Nahwärme Gleinstätten“. Dieses Biomasseheizwerk verfügt durch den Einsatz von Solarwärme und Biomasse über nachhaltig bereitgestellte Trocknungsenergie. „Durch eine Trocknung der Hackschnitzel können wir in Zukunft als regionaler Hackgutlieferant für Haushalte auftreten“, so Geschäftsführer Wolfgang Waltl.

Großes Marktpotenzial

Kraußler sieht im Hackgut ein großes Marktpotenzial für Land- und Forstwirte, die Hackschnitzel als günstigen Brennstoff auch in „Haushaltsmengen“ anbieten wollen. „Dies könnte zu einer Erhöhung der regionalen Wertschöpfung beitragen, da lokal verfügbare Biomasse verwertet werden könnte und kurze Transportwege die Kosten gering halten.“

Weitere Informationen:
DI (FH) DI Alois Kraußler, Tel. +43 (0)3862 33600-8370, E-Mail: alois.kraussler@fh-joanneum.at, oder

Dr. Michael Bobik, E-Mail: michael.bobik@fh-joanneum.at

Thomas Winkler | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-joanneum.at/evu
http://www.nahwaerme-gleinstaetten.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Innovatives Messmodul zur Bestimmung der Inaktivierungsleistung von UV-Hygienisierungsanlagen
22.01.2018 | Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e.V.

nachricht TU Wien entwickelt neue Halbleiter-Bearbeitungstechnik
22.01.2018 | Technische Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics