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Höchstleistung auf einem Quadratmillimeter

12.11.2008
Mit der Miniaturisierung elektronischer Komponenten beschäftigt sich ein groß angelegtes Projekt des Elektronik-Studiengangs der FH JOANNEUM.

Modernste Geräte wie Handys und Laptops benötigen Chips, die unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden müssen. Einerseits sollen diese elektronischen Bauteile immer mehr Funktionen übernehmen, andererseits sollen sie kleiner und leichter werden und zusätzlich sparsam beim Strombedarf sein.

Dieser Herausforderung stellt sich das Chipdesign, also die Entwicklung der Bauteile von der Idee über den Schaltplan bis zum Testen des fertigen Silizium-Halbleiterchips.

Das Projekt "Digital und Mixed Signal Chipdesign" des Studiengangs "Elektronik & Technologiemanagement" der FH JOANNEUM Kapfenberg widmet sich dieser Herausforderung. Als Entwicklungs- und Anwendungspartner sind die Halbleiterhersteller Austriamicrosystems AG und Infineon Technologies Austria AG sowie das steirische Unternehmen Pieps GmbH beteiligt. Das kürzlich gestartete Projekt wird im Rahmen des Programms "FHplus in COIN" von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) mit 331.000 Euro gefördert. Das gesamte Projektvolumen beträgt 660.000 Euro.

30 Millionen Transistoren

"Die heutigen, in der Herstellung von Mikrochips eingesetzten 180-Nanometer-Technologien erlauben es", so Projektleiter Robert Okorn, "30 Millionen Transistoren auf einem Quadratmillimeter unterzubringen. Mit diesem Projekt wollen wir elektronische Bauteile weiter verkleinern, sparsamer im Stromverbrauch und kostengünstiger machen." Mikrochips dieser Größe kommen vor allem in mobilen Anwendungen wie Handys, Videogeräten oder kontaktlosen Identifikationssystemen (RFID, sowie in der Automobilelektronik zum Einsatz.

Das Vorhaben dient dazu, die notwendige Kompetenz im Chipdesign aufzubauen - vor allem im Hinblick auf den im Herbst 2009 startenden Master-Studiengang "Advanced Electronic Engineering", der sich dieser Thematik verstärkt widmen wird. "Denn weltweit gibt es", so Okorn, "einen steigenden Bedarf an hoch qualifizierten Chipdesignern."

Künftig soll auch klein- und mittelständischen Unternehmen die Kompetenz im Chipdesign als Dienstleistung angeboten werden, um diesen den Zugang zu aktuellen Technologien zu erleichtern. Dabei ist auch daran gedacht, Studierende des künftigen Master-Studiums in derartige Aufträge einzubinden, damit sie entsprechende Praxiserfahrung sammeln können.

Weitere Informationen:
FH-Prof. Dr. Robert Okorn, Tel. +43 3862 33600-8322
E-Mail: robert.okorn@fh-joanneum.at

Thomas Winkler | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-joanneum.at/etm

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