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Hightech-Transistor auf Silicen-Basis entwickelt

23.02.2015

Völlig neue Möglichkeiten für nanotechnische Anwendungen denkbar

Das zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörende Istituto di Microelettronica e Microsistemi http://www.imm.cnr.it  hat zusammen mit der University of Texas http://utexas.edu  einen Transistor auf Silicen-Basis entwickelt. Als Vorteil gilt vor allem die Möglichkeit, dieses Verstärkerelement in stark miniaturisierte nanoelektronische Geräte intergrieren zu können.


Silicen: Forscher wollen neue Leiter erschaffen (Foto: 2dnanolattices.eu)

Ideal leitendes Sandwich

Bei Silicen handelt es sich um ein zweidimensionales Material aus Silizium-Atomen. "Das Problem liegt darin, das Material von seinem Untergrund zu lösen und auf eine kompatible Plattform zu übertragen", so Projektleiter Alessandro Molle.

Die von den Forschern gefundene Lösung besteht aus zwei Schritten: Zunächst wird das Silicen mit einer Schutzschicht aus Aluminiumoxid überzogen. Danach wird ein zwischen Alluminiumoxid und einer hauchdünnen Silberplättchen eingebettetes Silicenstäbchen extrahiert.

Es entsteht so etwas wie ein Sandwich, das anschließend auf eine aus Siliziumoxid bestehende Oberfläche aufgetragen wird, wobei die Silberschicht nur an den als Elektroden dienenden Kontaktstellen verbleibt.

"Am Ende dieses Vorgangs fungiert das Silicen wie ein Übertragungskanal und übernimmt damit die Eigenschaften eines elektrischen Leiters", verdeutlicht Molle. Die Erfindung öffne neue Wege, immer kleinere und schnellere digitale Apparate zu produzieren.

Interdisziplinäres Vorhaben

Die Untersuchung ist Teil des europäischen Forschungsprojektes "2D-Nanolattices" http://2dnanolattices.eu  . Sie wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Istituto di Struttura della Materia http://www.ism.cnr.it  und der Universität Berlin http://fu-berlin.de  durchgeführt. Einzelheiten können in der Fachzeitschrift "Nature Nanotechnology" nachgelesen werden.

Harald Jung | pressetext.redaktion

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