Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hightech für mobile Riesen-Riesenräder

12.01.2015

Siemens liefert die Steuerungs- und Antriebstechnik für das größte transportable Riesenrad der Welt.

Gebaut hat den 80 Meter hohen und 750 Tonnen schweren Stahlgigant das Münchner Unternehmen Maurer German Wheels nach einem Entwurf von Bussink Design. Mit 74 Metern Durchmesser vollzieht das Rad zwei oder vier Umdrehungen pro Stunde und transportiert in jeder seiner 27 Gondeln bis zu 16 Passagiere.

Während in München ein weiteres Rad des Typs R80XL vorbereitet ist, dreht das erste in Mexiko bereits seine Runden. Antriebe, Elektronik und Automatisierungstechnik von Siemens machen die Fahrt sicher und den Betrieb effizient.

Mobile XL-Riesenräder sind nicht für die Kirmes oder auch größere Volksfeste gedacht, denn dafür ist ihre Auf- und Abbauzeit von drei bis vier Wochen zu lang. Die Giganten sollen an wechselnden Orten als vorübergehende Touristenattraktion dienen.

So zieht das erste Rekord-Riesenrad die Besucher in Puebla, Mexiko an. Sicherheit ist bei den riesigen Anlagen oberstes Gebot. Doppelte Vorsorge ist zum Beispiel für Stromausfälle getroffen. Es gibt zum einen ein Notstromaggregat, außerdem sorgen die sehr guten Lager dafür, dass das Rad immer mit dem Schwerpunkt nach unten rollt, so dass auch ohne Strom alle Passagiere aussteigen können.

Hohe Sicherheit und Effizienz; Optimale Gewichtsverteilung

Sicherheit gewährleisten auch zwei redundante, als fehlersicher zertifizierte Simatic S7-300F Steuerungen. Auch die gesamte Schalttechnik ist auf zwei redundante und räumlich getrennte Container verteilt. Gesteuert wird neben den Antriebsmotoren auch die Infrastruktur der Gondeln - unter anderem Licht, Klimatisierung und die elektrischen Türen.

Als Antriebe dienen acht Elektromotoren mit Gummireifen, die an verschiedenen Stellen von außen an das große Rad drücken und es so vorwärts bewegen. Automatische Stelleinrichtungen passen den Druck an das Rad immer optimal an. Jeder Motor ist mit einem Frequenzumrichter ausgestattet, der die Drehgeschwindigkeit optimal anpasst und so den Verschleiß reduziert.

Auch wird der Zustand der Motoren kontinuierlich überwacht. Die Umrichter erlauben außerdem die Rückspeisung von Bremsenergie in das lokale Stromnetz. Weil alle Antriebskomponenten durchgehend aufeinander abgestimmt sind, kann das Rad hinsichtlich Effizienz und Abnutzung optimal betrieben werden.

Automatisiert ist auch das Einsteigen der Fahrgäste: Alle Gondeln senden über die robuste Funkverbindung Industrial Wireless LAN ihren Zustand an den Fahrerstand, an dem aus dem Tickketverkauf auch die Zahl wartenden Passagiere vorliegt. Die Gondeln halten dann automatisch so zur Beladung an, dass die Gewichtsverteilung entlang des Rads immer optimal ist. (2015.01.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/innovation/de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Ein leistungsfähiges Lasersystem für anspruchsvolle Experimente in der Attosekunden-Forschung
19.07.2017 | Forschungsverbund Berlin e.V.

nachricht Solarenergie unterstützt Industrieprozesse
17.07.2017 | FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Im Focus: Das Proton präzise gewogen

Wie schwer ist ein Proton? Auf dem Weg zur möglichst exakten Kenntnis dieser fundamentalen Konstanten ist jetzt Wissenschaftlern aus Deutschland und Japan ein wichtiger Schritt gelungen. Mit Präzisionsmessungen an einem einzelnen Proton konnten sie nicht nur die Genauigkeit um einen Faktor drei verbessern, sondern auch den bisherigen Wert korrigieren.

Die Masse eines einzelnen Protons noch genauer zu bestimmen – das machen die Physiker um Klaus Blaum und Sven Sturm vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

Technologietag der Fraunhofer-Allianz Big Data: Know-how für die Industrie 4.0

18.07.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - September 2017

17.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext

20.07.2017 | Förderungen Preise

Von photonischen Nanoantennen zu besseren Spielekonsolen

20.07.2017 | Physik Astronomie

Bildgebung von entstehendem Narbengewebe

20.07.2017 | Biowissenschaften Chemie