Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vom „Hardware-in-the-Loop (HIL) Rollenprüfstand“ für Elektrofahrzeuge bis hin zum induktiven Laden

23.04.2012
Zum KONGRESS des Forums ElektroMobilität e.V. präsentiert das Fraunhofer IWES seine Forschungs- und Dienstleistungen für die Elektromobilität mit erneuerbaren Energien.
Die Palette reicht von einem speziellen Hardware-in-the-Loop Rollenprüfstand zur Batterieauslegung und Optimierung von Elektrofahrzeugen, über Simulationsmodelle des physikalischen und elektrochemischen Verhaltens von Li-Ionen-Batterien, Netzsimulatoren für die Netzintegration von Elektroautos bis hin zu induktiven Ladetechniken. Treffen Sie die Experten auf dem KONGRESS des Forum ElektroMobilität e.V. am 15.-16.Mai 2012 im SpreePalais am Dom in Berlin.

Elektrofahrzeuge sind geeignet sowohl den Kohlendioxidausstoß des Verkehrssektors insgesamt als auch die Abgasbelastung in Städten zu reduzieren, wenn sie regenerative Energien nutzen. Ein kritisches Thema für die breite Einführung der Elektrotraktion ist jedoch die technische Auslegung des elektrochemischen Speichers. Fraunhofer IWES hat deshalb für die Batterieauslegung von Elektrofahrzeugen einen speziellen Hardware-in-the-Loop Rollenprüfstand entwickelt. Dieser Teststand erlaubt es, Fahrzeuge mit definierten Fahrprofilen zu testen und dabei die Batterieeigenschaften mit virtuellen Traktionsbatterien zu variieren. Wichtige Vorteile des vorgestellten Konzepts sind die Beschleunigung der Entwicklung und die Reproduzierbarkeit der Messungen.

HIL-Rollenprüfstand
Neben dem Fahrzeugverhalten am elektrischen Netz betreffen viele Aufgabenstellungen das Verhalten des Fahrzeugs im Fahrbetrieb. Beispielsweise die Zusammenarbeit zwischen Batterie, Motor und der verbindenden Leistungselektronik. Für die Forschung und Entwicklung ist es daher sehr vorteilhaft, den Fahrbetrieb im Labor exakt nachbilden zu können. Auf dem IWES-Rollenprüfstand können zwei- oder vierradgetriebene Fahrzeuge mit standardisierten oder im Feld gemessenen Fahrprofilen getestet und optimiert werden. Optimierungskriterien sind z. B. die Leistungsfähigkeit des Antriebsstrangs oder die Effizienz der Rekuperation. Der konfigurierbare Hard-ware-in-the-Loop (HIL)-Prüfstand für Elektrofahrzeuge hat den Vorteil, dass die Auswirkungen konkreter Belastungssituationen auf das Energiemanagement des Fahrzeugs untersucht werden können und die Ergebnisse exakt reproduzierbar sind.

Netzsimulator
Die Verwendung eines parametrierbaren Netzanschlusses, der mit einer Echtzeit-Netzsimulation gekoppelt ist, ermöglicht detaillierte Untersuchungen zur Netzintegration von Elektrofahrzeugen. Durch die ganzheitliche Betrachtung von Fahrzeug und Netz können die Batterieauslegung und das Energiemanagement optimiert werden. Dabei ist es insbesondere möglich, die Zielabhängigkeit zwischen großer Reichweite, langer Lebensdauer und maximaler Netzstützung detailliert zu untersuchen und zu bewerten.

Virtuelle Batterien
Die Reichweite und Fahrleistungen eines Elektrofahrzeugs werden durch die Eigenschaften des Batteriesystems und der Ladetechnologie bestimmt. Das Verhalten und die Lebensdauer einer Li-Ionen Batterie werden durch zahlreiche voneinander abhängige Faktoren beeinflusst. Strom- und Temperaturprofile haben für alle Batteriezustände Einfluss auf das Klemmenverhalten des Batteriesystems. Für die Entwickler von Elektrofahrzeugen führt das zu zeitintensiven Vorkonditionierungen und aufwen-digen Batterietests. Virtuelle Batterien reduzieren diesen Zeitaufwand und damit auch die Kosten für diesen Vorgang erheblich. Grundlage für virtuelle Li-Ionen Batterien ist das Simulationsmodell ISET-LIB, welches das physikalische und elektrochemische Verhalten von Li-Ionen Batterien mit hoher Präzision beschreibt.

Induktives Laden
Im Rahmen des vom BMU geförderten W-Charge-Projekts hat das IWES in Zusammenarbeit mit Automobilherstellern und -zulieferern das kabellose induktive Laden von Elektrofahrzeugen untersucht. Diese Ladetechnologie gilt als Schlüsseltechnologie für die breite Einführung der Elektromobilität und die Integration in intelligente Netze (Smart Grids). Es werden Ergebnisse aus dem W-Charge-Projekt vorgestellt, auf deren Grundlage beispielsweise die Reichweitenerhöhung über das kontaktlose Laden während der Fahrt untersucht werden kann.

Die Forschungsgebiete des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES umfassen das gesamte Spektrum der Windenergie sowie die Integration der erneuerbaren Energien in Versorgungsstrukturen. Treffen Sie die Experten des Fraunhofer IWES auf dem KONGRESS des Forum ElektroMobilität e.V. am 15.-16.Mai 2012 im SpreePalais am Dom in Berlin.

Pressekontakt: Uwe Krengel, uwe.krengel@iwes.fraunhofer.de

Der KONGRESS ist eine jährlich statt findende Fachveranstaltung, die den aktuellen Stand der Technologien in der Elektromobilität dokumentiert. Rund 30 hochkarätige Entscheider und Experten aus Politik, Forschung, Großindustrie und Mittelstand werden zu folgenden Themenschwerpunkten referieren:
- Rahmenbedingungen/ Internationalisierungen
- Netzintegration
- Markt und Gesellschaftsmodelle
- Energiespeicher
- Fahrzeugkonzepte und elektrischer Antriebsstrang
Die 2-tägige Fachveranstaltung richtet sich gezielt an Entscheider und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft. Insgesamt werden etwa 250 Teilnehmer erwar-tet sowie ein großes Medieninteresse, welches sich bereits heute abzeichnet.
Datum: 15.+16. Mai 2012
Ort: SpreePalais am Dom, Berlin
Die Programmagenda sowie Informationen zu Referenten und Exponaten der exklusiven Fachausstellung stehen unter www.forum-elektromobilitaet.de/KONGRESS zur Verfügung.

Pressekontakt: Melanie Teichmann presse@forum-elektromobilitaet.de

Uwe Krengel | Fraunhofer Institut
Weitere Informationen:
http://www.iwes.fraunhofer.de/
http://www.forum-elektromobilitaet.de/KONGRESS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

nachricht Flüssiger Treibstoff für künftige Computer
15.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise