Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Größte Batterie der Welt steht in Texas

04.02.2013
Mega-Stromspeicher dient als Energie-Buffer für Windfarm

In der kleinen Community Notrees, einem abgelegenen Winkel des US-Bundesstaates Texas, ist vor wenigen Tagen eine Mega-Batterie mit bislang ungeahnten Leistungsdaten in Betrieb genommen worden.


Ungetüm: Die Mega-Batterie ging kürzlich in Betrieb (Foto: xtremepower.com)

Der vom Start-up Xtreme Power, einem Spezialisten im Bereich sogenannter "Clean-Tech-Lösungen", im Auftrag des US-Energieriesen Duke Energy entwickelte Stromspeicher ist dabei laut eigenen Angaben der derzeit größte und schnellste der Welt. Wie der Hersteller verspricht, soll sich mit ihm eine nahegelegene Windfarm rund 15 Minuten lang mit einer Leistung von bis zu 36 Megawatt versorgen lassen.

"Was die technologische Entwicklung im Bereich der Windkraft betrifft, befinden wir uns noch in einer Experimentierphase", stellt Mario Mayer, Geschäftsführer von Windkraft Austria http://www.windkraft-austria.at , gegenüber pressetext klar. Eines der Hauptprobleme, das es dabei zu lösen gilt, sei die generelle Unbeständigkeit des Windes. "Da der Wind nicht immer gleich stark bläst, müssen zwischendurch andere Energiequellen herangezogen werden", erläutert Mayer. Es gebe derzeit noch kein abschließend zufriedenstellendes Konzept, um dieses Problem zu lösen. "Eine Möglichkeit ist etwa die Zuhilfenahme einer Batterie wie im aktuellen Beispiel aus den USA", so Mayer.

Deutliche Effizienzsteigerung

Die Aufgabe der texanischen Mega-Batterie ist klar: Sie dient als Buffer-Speicher, um die Energieleistung der nahegelegenen 153-Megawatt-Windfarm auszugleichen. "Wenn Kraftwerke immer wieder hoch- und runtergefahren werden müssen, verlieren sie unweigerlich an Effizienz", schildert Haresh Kamath vom Electric Power Research Institute http://www.epri.com in Washington die Problematik. Bisher hätte es allerdings keine Alternative zu dieser Vorgehensweise gegeben. "Mit der neuen Batterie in Notrees können wir die Effizienz von Windfarmen deutlich steigern", betont Kamath.

Das Stromspeicherungetüm hat aber noch einen gewichtigen Vorteil. Um die ungleichen Windstärken und die damit zusammenhängenden Leistungsschwankungen von Windenergieanlagen ausgleichen bzw. besonders starke Leistungs-Peaks überstehen zu können, wird zurzeit oft auf Erdgas zurückgegriffen. Entsprechende Kraftwerke brauchen aber in der Regel mindestens 15 Minuten, um auf einen höheren Energiebedarf reagieren zu können. Batterien sind hier deutlich schneller und können fast sofort die benötigte Energie liefern.

Durchbruch in Sichtweite

Laut Bericht des NewScientist stellt die aktuell in Texas in Betrieb gegangene Batterie nur den ersten Teil einer längerfristigen Strategie der US-Energiewirtschaft dar, einen technologischen Durchbruch im Bereich alternativer Energiekonzepte zu erzielen. "Viele Firmen arbeiten mit Hochdruck an unterschiedlichen Ideen. Ich glaube, dass eine brauchbare Lösung in den nächsten Jahren durchaus absehbar ist", ist Windkraft-Austria-Geschäftsführer Mayer überzeugt.

Markus Steiner | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.xtremepower.com
http://www.duke-energy.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Elektromobilität: Forschungen des Fraunhofer LBF ebnen den Weg in die Alltagstauglichkeit
27.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Kontinentalrand mit Leckage

27.03.2017 | Biowissenschaften Chemie