Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Glühbirne ade - Die Zukunft gehört der Leuchtdiode

08.09.2010
Weltweit erste OLED-Leuchte funktioniert mit Wechselstrom / Philips und TU Braunschweig präsentieren vom BMBF geförderte Technik

Während klassische Glühlampen gerade nach und nach hier zu Lande aus den Wohnzimmern verschwinden, vermelden Forscher einen wichtigen Erfolg auf dem Weg zur Beleuchtung der Zukunft.

Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist es Wissenschaftlern der Philips Technologie GmbH in Aachen und der Technischen Universität Braunschweig gemeinsam gelungen, die weltweit erste mit Wechselstrom betriebene OLED-Leuchte zu entwickeln.

„Das ist ein ganz wichtiger Schritt – hin zu einer effizienteren Stromnutzung und hin zu dem Licht der Zukunft“, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Mittwoch in Berlin. „Politik und Wirtschaft haben gemeinsam einen wichtigen Fortschritt erzielt.“

Organische LEDs, sogenannte OLEDs, sind Kunststofffolien, die leuchten, wenn sie unter Strom gesetzt werden. Sie konnten bisher nur durch Gleichstrom angesteuert werden, was für die Nutzung eine komplexe Vorschalt- und Regelungstechnik erforderlich macht. Durch die Neuentwicklungen der Forscher aus Aachen und Braunschweig können OLEDs zukünftig einfach und unkompliziert an die 220V-Netzversorgung im Haushalt angeschlossen werden.

Der Bedarf an neuartigen Beleuchtungstechniken wächst rasant. Gefragt sind Leuchtmittel, die wenig Energie und Ressourcen brauchen und umweltfreundlich sind. 20 Prozent der elektrischen Energie werden heute weltweit für Beleuchtungszwecke aufgewendet. Der Einsatz innovativer Festkörperlichtquellen, die um ein Vielfaches effizienter sind als Glühlampen, verspricht hier ein enormes Einsparpotenzial.

Organische Leuchtdioden bieten darüber hinaus für den Verbraucher weitere herausragende Vorteile: Als großflächige, diffuse Lichtquellen bieten OLEDs ein brillantes und nahezu völlig frei einstellbares Spektrum, das alle Farben des Sonnenlichts darstellen kann. Gleichzeitig sind OLEDs leicht, ultradünn, flexibel und sogar transparent, so dass zukünftig völlig neue Arten der Beleuchtung verwirklicht werden können: durchsichtige Lichtfolien und großflächige, leuchtende Tapeten.

Dieses immense Potenzial der OLED-Technologie haben Politik und Industrie in Deutschland frühzeitig erkannt. Die Bundesregierung gründete deshalb gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft im Jahr 2006 die „BMBF-Innovationsallianz Organische Leuchtdioden“. Das Prinzip: Das BMBF stellt eine Förderung der OLED-Technologie in Höhe von 100 Millionen Euro in Aussicht, wenn die Unternehmen im Gegenzug 500 Millionen Euro am Standort Deutschland in die Umsetzung dieser Forschungsergebnisse investieren. Diese Vereinbarungen sind inzwischen umgesetzt, das heute vorgestellte Ergebnis ist dafür ein Beispiel. Langfristig werden damit die weltweite Spitzenstellung deutscher Unternehmen ausgebaut, Arbeitsplätze erhalten und die Kohlendioxid-Emissionen deutlich reduziert.

Ihre Ansprechpartner für weitere Fragen sind:

Dr. Dietrich Bertram,
Philips Technologie GmbH,
Tel: 0241/539-3121
TU Braunschweig:
Dr. Hans-Hermann Johannes,
Institut für Hochfrequenztechnik an der TU Braunschweig,
Tel: 0531/391-2006

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

nachricht Flüssiger Treibstoff für künftige Computer
15.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise