Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gemeinsame deutsch-japanische Exzellenz-Forschung auf dem Gebiet Halbleitertechnologie und Halbleitermaterialien

22.09.2010
Während des Arbeitsbesuches von Prof. Junichi Murota, Tohoku Universität Sendai, Japan, unterschrieb der Wissenschaftlich-Technische Geschäftsführer des Leibniz-Institutes für innovative Mikroelektronik (IHP), Prof. Dr. Wolfgang Mehr, ein neues „ACADEMIC EXCHANGE AGREEMENT“ zwischen dem IHP und dem Research Institute of Electrical Communication (Forschungsinstitut für Elektronische Kommunikation), Tohoku Universität, Japan. Damit wird die offizielle Grundlage geschaffen, die erfolgreiche vertragliche Forschungszusammenarbeit für weitere fünf Jahre fortzusetzen.

„Wir haben seit 1996 eine wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Tohoku Universität, die dann erstmalig 2001 konkret mit einem Forschungsvertrag untersetzt wurde“, stellt Prof. Mehr fest, und weiter: „Neben der gemeinsamen wissenschaftlichen Forschung haben wir über diese Zusammenarbeit wichtige internationale Kontakte bekommen. Dies war der Ausgangspunkt zu einem internationalen Netzwerk im Bereich der Forschung und Entwicklung von Silizium (Si)-Germanium (Ge)-Technologie, in der wir international führend sind“.

Prof. Dr. Bernd Tillack, Abteilungsleiter Technologie und IHP-Ansprechpartner für diese Forschungskooperation ergänzt: „Wir sehen diesen neuen Vertrag auch als Bestätigung unserer eigenen, erfolgreichen Forschungsarbeit im Bereich der siliziumbasierten Höchstfrequenztechnologien“, und weiter: “Der Vertrag hat insbesondere gemeinsame Arbeiten zu neuen Abscheide- und Dotierverfahren für zukünftige Halbleitertechnologien zum Inhalt.“

Innerhalb des Vertrages ist ein Austausch von Wissenschaftlern und Forschungsstudenten vorgesehen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 5 Jahren.

Im Ergebnis der bisherigen wissenschaftlichen Zusammenarbeit entstanden zahlreiche, international anerkannte wissenschaftliche Publikationen in Fachzeitschriften und auf Konferenzen. Mit dem „International SiGe Technology and Device Meeting - ISTDM“ wurde 2002 eine sehr erfolgreiche internationale Fachkonferenz gestartet, die seitdem abwechselnd alle zwei Jahre in Europa, Asien und Nordamerika stattfindet. Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit sind Aktivitäten zur Ausbildung von Studenten. Ein Höhepunkt des gegenseitigen Wissenschaftleraustausches war die Gastprofessur von Prof. Tillack an der Tohoku Universität in Sendai.

Im April 2010 startete die neue Excellence Initiative for New Group IV Semiconductor Materials & Processing (EI4GroupIV). Hier wird - koordiniert von Prof. Murota, Tohoku Universität - in einem Forschungskonsortium, bestehend aus den deutschen Partnern IHP, TU Berlin, Universität Stuttgart, dem IMEC (Belgien), der Universität Marseille (Frankreich), der Universität Viego (Spanien) und Partnern aus den USA (MIT, Princeton Universität), an Materialien und Prozessen für zukünftige Halbleitertechnologien gearbeitet.

Heidrun Förster | idw
Weitere Informationen:
http://www.ihp-microelectronics.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Linearpotentiometer LRW2/3 - Höchste Präzision bei vielen Messpunkten
17.05.2017 | WayCon Positionsmesstechnik GmbH

nachricht Neues 100 kW-Wechselrichtermodul für B6-Standard halbiert Gewicht und Volumen
17.05.2017 | Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie