Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gedruckte Schaltungen aus Nano-Pasten

11.01.2010
Die Ausbildung von überdurchschnittlich qualifizierten jungen Ingenieuren und Ingenieurinnen im Graduiertenkolleg "Disperse Systeme für Elektronikanwendungen" der Universität Erlangen-Nürnberg ist bis zum Herbst 2014 gesichert.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) übernimmt die Förderung ab April 2010 für weitere viereinhalb Jahre; die Fördersumme beträgt 5,16 Millionen Euro. Doktoranden erhalten hier die Gelegenheit, mit nachhaltiger Unterstützung ein neuartiges Forschungsthema zu bearbeiten, das breite Anwendungsfelder verspricht: die druckbare Elektronik.

Das Umfeld, die beteiligten Wissenschaftler, das Forschungsprogramm und dessen Koordination, die Qualität der Doktoranden sowie das Qualifizierungskonzept wurden allesamt als exzellent bewertet. In dem Graduiertenkolleg arbeiten Wissenschaftler aus der Chemie, den Werkstoffwissenschaften, der Elektrotechnik, dem Maschinenbau und dem Chemie- und Bioingenieurwesen zusammen. Sprecher ist Prof. Dr. Wolfgang Peukert (Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächenverfahrenstechnik), stellvertretende Sprecherin ist Prof. Dr. Carola Kryschi (Physikalische Chemie). Insgesamt werden elf Teilprojekte gefördert.

Das Graduiertenkolleg schlägt in der Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern neue Wege ein, die ebenso wissenschaftlich fundiert wie praxisorientiert sind. Die Kollegiaten werden in Kooperation mit dem Industriepartner EVONIK in einem interdisziplinären Umfeld der Nanoelektronik ausgebildet. Jeder Kollegiat wird von zwei Hochschullehrern unterschiedlicher Fachrichtungen sowie einem Betreuer des Unternehmens EVONIK während seiner Arbeit begleitet und erhält die Gelegenheit, in den industriellen Labors mitzuarbeiten.

Die wissenschaftliche Herausforderung besteht in der Entwicklung von Technologien, die es ermöglichen, zuverlässige elektronische Bauelemente auf der Basis von druckbaren Pasten aus Nanopartikeln herzustellen. Die Flexibilität von Polymeren, die auf dünnen Folien aufgebracht werden können, verbindet sich so mit den Vorteilen der klassischen Silicium-Technologie für elektronische Schaltungen. Dies eröffnet für die preiswerte, flexible Elektronik neue Anwendungsbereiche, z. B. bei integrierten Schaltungen auf Gebrauchsgegenständen, Funketiketten oder leitfähigen und transparenten Schichten in großformatigen Displays.

Das Graduiertenkolleg ist entlang der Wertschöpfungskette aufgebaut, so dass die Relevanz jedes Teilprojektes auf die Funktion des Endproduktes deutlich wird. In der 2010 anlaufenden zweiten Förderperiode steht die Frage der Defektbildung, Defektanalyse und Defektsteuerung entlang der Prozesskette im Mittelpunkt.

Zum Ausbildungsprogramm gehören spezifisch entwickelte Ringvorlesungen, Spezialvorlesungen mit integrierten Praktika, Seminare und Sommerschulen, die zum Teil auch bei EVONIK angeboten werden. Beiträge von Gastwissenschaftlern runden das Ausbildungsprogramm ab.

Die Universität Erlangen-Nürnberg, gegründet 1743, ist mit 27.000 Studierenden, 550 Professorinnen und Professoren sowie 2000 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte Universität in Nordbayern. Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen an den Schnittstellen von Naturwissenschaften, Technik und Medizin in engem Dialog mit Jura und Theologie sowie den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Seit Mai 2008 trägt die Universität das Siegel "familiengerechte Hochschule".

Weitere Informationen für die Medien:

Prof. Dr. Wolfgang Peukert
Tel.: 09131/85-29400
W.Peukert@lfg.uni-erlangen.de

Sandra Kurze | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Seilzugsensor MH60 – erfolgreicher Einsatz in rauer Umgebung
20.04.2018 | WayCon Positionsmesstechnik GmbH

nachricht Treiber für Digitalisierung von Industrieanlagen: ABB, HPE und Rittal stellen Secure Edge Data Center vor
20.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics