Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer Testzentrum für intelligente Netze und Elektromobilität fertig gestellt

19.09.2011
Mit Unterstützung des Landes Hessen von rund 1,5 Mio. Euro aus dem Konjunkturpaket II des Bundes wurde in Fuldatal-Rothwesten das neue Fraunhofer Testzentrum für Intelligente Netze und Elektromobilität IWES-SysTec gebaut.

Dort wird das Kasseler Fraunhofer IWES neue Betriebsmittel für intelligente Nieder- und Mittelspannungsnetze sowie Komponenten für die Elektromobilität entwickeln und testen. Neben den Baukosten haben das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) mit insgesamt rund 3,2 Mio. Euro Förderung und das Bundesumweltministerium (BMU) mit rund 4,5 Mio. Euro zu den modernen Testeinrichtungen im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten beigetragen.

Mit Unterstützung des Landes Hessen von rund 1,5 Mio. Euro aus dem Konjunkturpaket II des Bundes wurde in Fuldatal-Rothwesten das neue Fraunhofer Testzentrum für Intelligente Netze und Elektromobilität IWES-SysTec gebaut. Dort wird das Kasseler Fraunhofer IWES neue Betriebsmittel für intelligente Nieder- und Mittelspannungsnetze sowie Komponenten für die Elektromobilität entwickeln und testen.

Neben den Baukosten hat das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) mit insgesamt rund 3,2 Mio. Euro Förderung im Rahmen der FuE-Projekte »Erprobung neuer Netze« und »Stromparklätze für Elektrofahrzeuge« zu den modernen Testeinrichtungen beigetragen. Auch diese Investitionen stammen aus dem Konjunkturpaket II des Bundes.

Das Bundesumweltministerium (BMU) fördert seit 2007 den Auf- und Ausbau von Testeinrichtungen im SysTec im Gesamtumfang von rund 4,5 Mio. Euro im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsprojekte »Optinos«, »PV-Multielement«, »PV-Integrated«, »Aktives Intelligentes Niederspannungsnetz« und »PV&Netz«.

350.000 Euro hat Fraunhofer als Eigenmittel für Grundstück und Werkstattausrüstung eingebracht.

Die Gesamtinvestitionen dieser Hauptausbaustufe betragen damit rund 9,5 Mio. Euro. Prof. Dr. Jürgen Schmid, Leiter des Fraunhofer IWES in Kassel und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen WBGU, dankte dem Land Hessen, dem Bundeswirt-schaftsministerium und dem Bundesumweltministerium für die Förderung dieser strategisch wichtigen Zukunftsinvestition: „Mit dieser Einrichtung hat das Kasseler IWES seine europaweit einzigartige Stellung als Forschungs- und Entwicklungszentrum zur Integration der erneuerbaren Energien in Versorgungsnetze weiter ausgebaut.« Über 250 Gäste waren zur heutigen Einweihung des SysTec gekommen.

Zu den Gastrednern zählten:
Eva Kühne-Hörmann, Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst:
„Hessen zählt bereits heute zu den führenden Ländern im Bereich Elektromobilität. Die Hessische Landesregierung will diese Stellung weiter ausbauen, wir wollen Hessen zum Modellland für die nachhaltige Nutzung von Elektromobilität machen. Hierbei ist der Status Hessens als eine der zentralen Verkehrsdrehscheiben Deutschlands und als Ideenschmiede und Experimentierfeld für Neuentwicklungen im Bereich des Mobilitätswesens von besonderem Nutzen.“
Dr. Knut Kübler, Referatsleiter Bundesministerium für Wirt-schaft und Technologie:

„Innovation und neue Energietechnologien überzeugen Investoren und Verbraucher am besten in der Praxis. Insofern sind erfolgreiche Demonstrationsvorhaben von größter Bedeutung für den Umbau unserer Energieversorgung. Das "Testzentrum für intelligente Netze und Elektromobilität" des Fraunhofer-Instituts IWES zeigt, wie man mit gezielter öffentlicher Förderung schneller auf dem Weg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien vorankommen kann.“

Kerstin Deller, Referatsleiterin Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit:

„Mit der Energiewende rücken die erneuerbaren Energien aus der Nische ins Zentrum der Energieversorgung. Die entscheidende Frage ist jetzt: Wie muss das Energiesystem umgestaltet werden, damit es mit einem Hauptanteil erneuerbarer Energien und fluktuierender Einspeisung aus Wind- und Sonnenenergie zuverlässig funktioniert? Am „Testzentrum für intelligente Netze und Elektromobilität des Fraunhofer IWES können die hierfür nötigen Innovationen bei Netzkomponenten und Netzbetrieb nun in der Praxis erprobt werden.“

»Mit dem neuen Testzentrum für intelligente Netze und
Elektromobilität SysTec konnten wir eine einzigartige For-schungsumgebung konfigurieren und aufbauen, mit der wir zukünftig neue Betriebsmittel und Betriebsverfahren für in-telligente Nieder- und Mittelspannungsnetze testen und qua-lifizieren können. Die Verlässlichkeit neuer Systemkompo-nenten für eine Stromversorgung mit erneuerbaren Energien ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den anstehen-den Umbau der Netze«, zeigen sich Dr. Philipp Strauß, For-schungsbereichsleiter Anlagentechnik und Netzintegration am Fraunhofer IWES in Kassel, und Dr. Thomas Degner, Lei-ter Elektrische Verteilnetze am IWES, überzeugt. Unter ihrer Leitung wurden die leistungsstarken Testeinrichtungen kon-zipiert. »Darüber hinaus können wir hier die Netzintegration und Netzkopplung von Elektrofahrzeugen und deren Versor-gung mit Strom aus erneuerbaren Energien sowie Photovol-taiksysteme, Windenergieanlagen, Speicher- und Hybridsys-teme unter realen Bedingungen untersuchen.«

Für den Aufbau von Anlagen bietet das ca. 80.000 m² große Freigelände genügend Platz mit sehr guten Bedingungen für Solar- und Windenergie. Weiterhin gibt es auf dem Freige-lände konfigurierbare Verteilnetzabschnitte (Niederspannung und Mittelspannung), sowie eine Fahrstrecke welche die Möglichkeit bietet, induktive Ladesysteme für Elektrofahr-zeuge zu testen.

Im östlichen Bereich des Geländes befindet sich eine Halle mit derzeit zwei Laborbereichen: Das eine Labor enthält ei-nen Prüfplatz für Nieder- und Mittelspannungs-Stromrichter, elektrische Maschinen oder Netzbetriebsmittel. Elektrische Eigenschaften und insbesondere Systemdienstleistungen von dezentralen Erzeugern im Leistungsbereich bis zu 6 MVA können dort entwickelt und getestet werden. Ein mobiler Prüf-Container, mit dem das Netzfehlerverhalten (Fault-Ride-Through) von Erzeugungsanlagen vermessen werden kann ist in das Labor integriert. Das zweite Labor ist mit Experi-mentieranlagen zur Netzintegration von Elektrofahrzeugen und Stromspeichern ausgestattet. Neben Hardwaresimulatoren für Batterien, Lade- und Rückspeiseeinheiten, Ladesäulen und Netzsimulatoren gibt es zur Nachbildung von Fahrprofi-len einen Rollenprüfstand für Elektrofahrzeuge sowie einen Teststand zur induktiven Energieübertragung.

Uwe Krengel | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iwes.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie