Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer ISE erwirbt Patent-Portfolio von SCHOTT Solar

10.01.2013
Know-how zur kristallinen Photovoltaik bleibt in Europa

Presseinformation 1/13 vom 10. Dezember 2013


Kristalline Silicium-Photovoltaikmodule versorgen seit 1987 den Wandergasthof Rappenecker Hütte mit Strom. Die Anlage entstammt der Produktion von damals AEG, später SCHOTT Solar. ©Fraunhofer ISE

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und die SCHOTT Solar AG haben sich auf den Transfer von 111 Patentfamilien zur kristallinen Photovoltaik geeinigt. Auf diese Weise sorgen die beiden Partner dafür, dass umfangreiches Know-how der Photovoltaik-Branche in Europa bleibt. »Wir haben damit einen wichtigen Meilenstein für den Erhalt dieser Zukunftstechnologie in Deutschland gesetzt«, so Institutsleiter Prof. Eicke Weber.

Die Patente erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette der kristallinen Photovoltaik - von der Silicium-Kristallisation bis hin zur Installation des Systems. Da die Freiburger Forscher seit über 20 Jahren Forschungspartner von SCHOTT Solar sind, befinden sich im erworbenen Portfolio auch gemeinsame Patentfamilien, die nun vollständig an das Fraunhofer ISE übergehen - beispielsweise zur Zuverlässigkeitsprüfung von Photovoltaik-Modulen. Über die Höhe des Kaufpreises haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

»Die weitere Verwertung der Patente hat bereits begonnen, erste Anfragen liegen uns vor«, betont Dr. Ralf Preu, Bereichsleiter PV Produktionstechnologie und Qualitäts-sicherung. Weiterhin hebt er hervor: »Natürlich konzentrieren wir uns auf die Lizensierung und Umsetzung der Schutzrechte mit deutschen und europäischen Industriepartnern«.

Für Institutsleiter Eicke Weber sind mit diesem Patenterwerb wichtige Grundlagen für den Erhalt der Photovoltaik in Deutschland geschaffen. Das Engagement seines Instituts für den Erhalt der Branche in Europa geht aber noch weiter:

»Wenn wir die technologisch immer noch führende deutsche Photovoltaik-Industrie hier in Europa halten wollen, müssen wir den Firmen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit verhelfen. Dies kann gelingen, indem wir die deutsche und europäische PV-Ausrüsterindustrie in die Lage versetzen, X-GWp PV Fabriken – also Photovoltaik-Fabriken im großen Maßstab, von einem bis fünf Gigawatt Jahresproduktion – anzubieten. Nur so können die Unternehmen im schnell wachsenden Weltmarkt mithalten.«

Karin Schneider | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ise.fraunhofer.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wussten Sie eigentlich, dass bei der Messung der Luftqualität am Londoner Flughafen Heraeus PID Lampen zum Einsatz gekommen sind?
02.05.2016 | Heraeus Noblelight GmbH

nachricht Undichte Verpackungen vermeiden
28.04.2016 | Fraunhofer Institute for Process Engineering and Packaging IVV

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 2+1 ist nicht immer 3 - In der Mikro-Welt macht Einigkeit nicht immer stark

Wenn jemand ein liegengebliebenes Auto alleine schiebt, gibt es einen bestimmten Effekt. Wenn eine zweite Person hilft, ist das Ergebnis die Summe der Kräfte der beiden. Wenn zwei kleine Teilchen allerdings ein weiteres kleines Teilchen anschieben, ist der daraus resultierende Effekt nicht notwendigerweise die Summe ihrer Kräfte. Eine kürzlich in Nature Communications veröffentlichte Studie hat diesen merkwürdigen Effekt beschrieben, den Wissenschaftler als „Vielteilchen-Effekt“ bezeichnen.

 

Im Focus: 2+1 is Not Always 3 - In the microworld unity is not always strength

If a person pushes a broken-down car alone, there is a certain effect. If another person helps, the result is the sum of their efforts. If two micro-particles are pushing another microparticle, however, the resulting effect may not necessarily be the sum their efforts. A recent study published in Nature Communications, measured this odd effect that scientists call “many body.”

In the microscopic world, where the modern miniaturized machines at the new frontiers of technology operate, as long as we are in the presence of two...

Im Focus: Winzige Mikroroboter, die Wasser reinigen können

Forscher des Max-Planck-Institutes Stuttgart haben winzige „Mikroroboter“ mit Eigenantrieb entwickelt, die Blei aus kontaminiertem Wasser entfernen oder organische Verschmutzungen abbauen können.

In Zusammenarbeit mit Kollegen in Barcelona und Singapur verwendete die Gruppe von Samuel Sánchez Graphenoxid zur Herstellung ihrer Motoren im Mikromaßstab. D

Im Focus: Tiny microbots that can clean up water

Researchers from the Max Planck Institute Stuttgart have developed self-propelled tiny ‘microbots’ that can remove lead or organic pollution from contaminated water.

Working with colleagues in Barcelona and Singapore, Samuel Sánchez’s group used graphene oxide to make their microscale motors, which are able to adsorb lead...

Im Focus: Bewegungen in der lebenden Zelle beobachten

Prinzipien der statistischen Thermodynamik: Forscher entwickeln neue Untersuchungsmethode

Ein Forscherteam aus Deutschland, den Niederlanden und den USA hat eine neue Methode entwickelt, mit der sich Bewegungsprozesse in lebenden Zellen nach ihrem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2016: Diabetes schädigt das Herzkreislauf-System

02.05.2016 | Veranstaltungen

Internationale Bunsen-Tagung erstmals an Uni Rostock

02.05.2016 | Veranstaltungen

VDE|DGBMT veranstaltet Tagung zur patientennahen mobilen Diagnostik POCT

28.04.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Industrielle Förderanlagen effizient und einfach umbauen

02.05.2016 | Informationstechnologie

Diabetes Kongress 2016: Diabetes schädigt das Herzkreislauf-System

02.05.2016 | Veranstaltungsnachrichten

2+1 ist nicht immer 3 - In der Mikro-Welt macht Einigkeit nicht immer stark

02.05.2016 | Physik Astronomie