Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer ISE und badenova präsentieren Projekt zur Elektromobilität

25.08.2009
Flottenfahrzeuge des Energiedienstleisters sollen künftig auch Strom tanken

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE betreuen derzeit ein Projekt zur Elektromobilität, das großen Fuhrparkbetreibern die Integration von Elektrofahrzeugen in die bestehende Fahrzeugflotte ermöglichen soll.

Die badenova AG unterstützt das Projekt »Effiziente Mobilität« mit Mitteln aus dem Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz. Heute präsentieren das Freiburger Solarforschungsinstitut und der regionale Energiedienstleister ihr gemeinsames Projekt am Fraunhofer ISE. Aktueller Anlass: Das weltweit erste in Großserie gebaute Elektrofahrzeug von Mitsubishi stoppt auf seiner Roadshow in Freiburg.

Im Rahmen des bis Ende 2010 laufenden Projekts »Effiziente Mobilität« analysiert das Fraunhofer ISE die existierende hybride Flotte der badenova, prüft den Einsatz von elektrisch betriebenen Fahrzeugen und die Nutzung Erneuerbarer Energien für deren Betankung mit Strom. Ziel ist es, das Potenzial für die Integration von Elektrofahrzeugen zu ermitteln und die Fahrzeugflotte nach ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten zu optimieren. »In einem ersten Schritt untersuchen wir den hybriden Fuhrpark der badenova: Ein Teil der rund 500 Benzin-, Diesel- und Erdgasfahrzeuge werden auf Auslastung und primärenergetische Aspekte überprüft. Die Ergänzung der bestehenden Fahrzeugflotte wird auf Basis der gewonnenen Daten zunächst simuliert, bevor ein reales Elektrofahrzeug zum Einsatz kommen soll«, so Dr. Christof Wittwer, Leiter der Arbeitsgruppe Betriebsführung und Systemregelung sowie zuständiger Projektleiter am Fraunhofer ISE. Um ein ausgewogenes Last-, Speicher- und Erzeugungsmanagement sicherzustellen, entwickeln die Forscher des Fraunhofer ISE außerdem eine intelligente Steuerung. Da die regionale Erzeugung von Erneuerbaren Energien vom lokalen Windangebot und der Sonneneinstrahlung abhängt, soll die Beladung der Fahrzeugbatterien mit dieser schwankenden Einspeisung in das Verteilnetz synchronisiert werden.

Gleichzeitig liefert die intelligente Steuerung wichtige Informationen zu Stromtarifen und Abrechnung. Eine Demoversion der dazugehörigen Ladestation wird bei der heutigen Infoveranstaltung ebenfalls vorgestellt.

»Als Solarforschungsinstitut ist es unser Anliegen möglichst viele Anknüpfungspunkte für den Einsatz von Erneuerbaren Energien zu nutzen. Auch im Projekt ‚Effiziente Mobilität’ verfolgen wir diesen ganzheitlichen Ansatz«, erläutert Dr. Günther Ebert, Abteilungsleiter »Elektrische Energiesysteme« am Fraunhofer ISE, die unterschiedlichen Teilaspekte des Projekts. In letzter Konsequenz wird eine Betankung der Elektrofahrzeuge mit ausschließlich Erneuerbaren Energien angestrebt. Die intelligente Steuerung soll sicherstellen, dass bei kurzfristig hoher Energienachfrage der Ladevorgang möglichst verschoben wird, um in Nebenzeiten ausschließlich Strom aus Erneuerbaren Energien zu verwenden. Priorität hat dabei jedoch immer die Verfügbarkeit der Fahrzeuge.

»badenova beteiligt sich an diesem wegweisenden und vorbildhaften Projekt, weil es einen Weg aufzeigt, wie Ökologie und Mobilität miteinander vereinbart werden können«, so Mathias Nikolay, Vorstand der badenova AG. »Als Stromnetzbetreiber haben wir großes Interesse daran, den Einsatz erneuerbarer Energien in ein zukunftsfähiges Netzmanagement zu integrieren. Der Innovationsfonds stellt einen Teil der dazu nötigen Forschungsmittel bereit.«

Informationen zur Veranstaltung: »Mit Solarstrom mobil« 25. August 2009 ab 09:30 Uhr bis ca. 13:00 Uhr Fraunhofer ISE, Heidenhofstr. 2, 79110 Freiburg

Elektromobilität bei Fraunhofer:

Das Fraunhofer ISE forscht in mehreren Projekten zum Thema Elektromobilität. Hauptfokus der Tätigkeiten sind die Netzintegration von Elektromobilität und die Versorgung mit Erneuerbaren Energien. Im Verbund mit 32 anderen Fraunhofer-Instituten beteiligt sich das Fraunhofer ISE an der Systemforschung Elektromobilität. Das Besondere des Fraunhofer-Ansatzes: Alle Wertschöpfungsstufen der Elektromobilität werden in ihrem Zusammenspiel betrachtet und weiterentwickelt – von der Energieerzeugung, über den Transport und die Verteilung der Energie durch die Stromnetze, die Schnittstellen zwischen Stromnetz und Fahrzeug, die Energiespeicherung bis hin zu neuen Fahrzeugkonzepten mit einer neuen Infrastruktur sowie Nutzungs- und Abrechnungskonzepten.

Fraunhofer-Institut für
Solare Energiesysteme ISE
Heidenhofstraße 2
79110 Freiburg
Presse und Public Relations
Karin Schneider
Tel.: +49 (0) 7 61/45 88-51 50
Fax: +49 (0) 7 61/45 88-93 42
E-Mail: info@ise.fraunhofer.de512697

Karin Schneider | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.ise.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Neuro-Robotik ermöglicht Querschnittsgelähmten selbstständig zu essen
07.12.2016 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Höhere Energieeffizienz durch Brennhilfsmittel aus Porenkeramik
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie