Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer IKTS und Mayur REnergy Solutions Inc. entwickeln Brennstoffzellen-Systeme für Indien

12.03.2013
Um saubere und umweltfreundliche Energiealternativen zu fairen Preisen anbieten zu können, unterzeichnete Mayur REnergy Solutions mit Sitz in Pune, Indien, und Boston, USA, im Januar diesen Jahres einen Vertrag mit dem Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS, Deutschland. Gemeinsam sollen Festoxidbrennstoffzellen für die Märkte in Entwicklungsländern entwickelt werden.

Ziel ist die Entwicklung effizienter und umweltfreundlicher Brennstoffzellensysteme zu ortsüblichen Preisen, mit denen die angespannte Stromsituation in Indien und anderen Entwicklungsländern nachhaltig gelöst werden soll. Dr. Christian Wunderlich, Abteilungsleiter Industrialisierung Energiesysteme am Fraunhofer IKTS, plant die Errichtung eines bisher meist fehlenden dezentralisierten Stromerzeugungsnetzes.


eneramic®-Brennstoffzellensystem, entwickelt durch das Fraunhofer IKTS.

Vorgesehen sind Mikrokraftanlagen zur Installation im Haushalt. Im Rahmen dieses vielversprechenden Projekts entwickelt das Fraunhofer IKTS Prototypen, die auf dem bereits eingeführten eneramic®-Brennstoffzellensystem basieren. Dieses soll nun für höhere Leistungsklassen angepasst werden.

Die SOFC-Technologie ermöglicht Systeme mit sehr hohen Wirkungsgraden, die als reiner Stromgenerator oder als kombinierte Wärme-, Energie- und Kühlanwendung unter der Nutzung von Kohlenwasserstoffen wie Pipeline-Erdgas oder Flüssiggas eingesetzt werden können. Mayurs Vision ist die Kombination von Solar-, Wind-, Biogas- und Brennstoffzellentechnologien, um künftig eine Energieunabhängigkeit in den indischen Provinzen und damit Stabilität für die Wirtschaft im ländlichen Raum zu schaffen.

Das Fraunhofer IKTS wird bis 2014 die ersten Prototypen entwickeln und das Know-How an die Mayur REnergy Solutions Inc. transferieren. Das Unternehmen Mayur wird an der Kommerzialisierung der Technologie arbeiten.

Das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS gehört zu Europas führender Organisation für angewandte Forschung und deckt das Feld der technischen Keramik von der Grundlagenforschung bis zu ihrer Anwendung ab.

Seit mehr als 20 Jahren arbeitet das Fraunhofer IKTS aktiv im Bereich der Brennstoffzellenforschung. Zu den entscheidenden Erfolgen auf diesem Gebiet zählen die eneramic®-Brennstoffzellensystem-Technologie und gemeinsame Produktentwicklungen mit führenden Unternehmen wie Vaillant Ltd., Plansee SE und Sunfire GmbH sowie das laufende Joint Ventrue mit Fuel Cell Energy Inc. (FCE).

Kontakt

Dr. Christian Wunderlich
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
Winterbergstr. 28, 01277 Dresden
Telefon 0351 2553-7232
christian.wunderlich@ikts.fraunhofer.de

Katrin Schwarz | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ikts.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Energieproduzierende Fenster stehen kurz bevor
23.02.2017 | University of Minnesota / Università degli Studi di Milano-Bicocca

nachricht Hauchdünn wie ein Atom: Ein revolutionärer Halbleiter für die Elektronik
23.02.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie