Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsprojekt über vereisungsfreie Oberflächen

22.01.2015

TH Nürnberg forscht mit Industriepartnern an Lösungen für Vereisungsproblematik in Kälteanlagen: Kompetenzzentrum Mittelstand GmbH fördert das Projekt

Obwohl der Winter auf sich warten lässt, können in vielen Industriebereichen Reif- und Eisansatz zum echten Problem werden. Neben der Luftfahrt sind vor allem Hersteller und Betreiber von Kältemaschinen, Klimaanlagen und Anlagen zur Lagerung und Abfüllung tiefkalter verflüssigter Gase betroffen.

Um sie geht es nun bei einem zweijährigen Forschungsprojekt an der Technischen Hochschule Nürnberg, das vom Kompetenzzentrum Mittelstand GmbH (KME) mit 270.000 Euro gefördert wird. Im Rahmen des Forschungsprojekts arbeitet die Fakultät Maschinenbau und Versorgungstechnik eng mit Projektpartnern aus den einschlägigen Industriezweigen zusammen und sucht gemeinsam nach wirksamen und industriell praktikablen Methoden zur Verhinderung der Reifbildung auf Metalloberflächen.

„Man kennt es aus dem Haushalt: Auf den kalten Oberflächen in Kühlschrank und Gefriertruhe bilden sich durch Luftfeuchtigkeit isolierende Reifschichten“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Berthold von Großmann die Ausgangslage. „Das führt dazu, dass die Geräte mehr Kühlleistung aufbringen müssen und folglich mehr Energie verbrauchen. Von Zeit zu Zeit ist deshalb eine je nach Haushaltsgröße mehr oder weniger große Aktion mit Ausräumen und Abtauen des Kühl- oder Gefriergeräts angesagt.“

Vor dem gleichen Problem – natürlich in viel größerem Ausmaß – steht vor allem der Industriesektor, für den „Kälte“ zum Geschäft gehört: Die Hersteller und Betreiber von Kältemaschinen, Klimaanlagen und Anlagen zur Lagerung und Abfüllung tiefkalter verflüssigter Gase – Flüssigkeitsstickstoff hat beispielsweise eine Temperatur von -196 °C. Darüber hinaus sind auch viele industrielle Anlagen betroffen, bei denen Eisbewuchs einen erhöhten Energieverbrauch verursacht und Stillstandzeiten zum Abtauen auslöst.

Das neue Forschungsprojekt über vereisungsfreie Oberflächen befasst sich nun mit dieser Thematik und arbeitet dafür eng mit den Industriepartnern GEA Küba, Linde, Valeo-Klimasysteme und Wolf-Heiztechnik zusammen. An der Hochschule ist das Projekt an der Fakultät Maschinbau und Versorgungstechnik sowie am Kompetenzzentrum Analytik, Nano- und Materialtechnik (KAM) der TH Nürnberg angesiedelt.

„So vielfältig wie die in Betracht kommenden Lösungsansätze sind auch die Industriezweige, die von eisfreien Oberflächen profitieren können“, ist sich das Forschungs-Team aus Prof. Dr. Berthold von Großmann, Dr. Jens Helbig und Dr. Tobias Kornprobst sicher. „So ist zu erwarten, dass die Ergebnisse dieses ambitionierten Projekts weitreichende Beachtung finden werden.“

Hinweis für Redaktionen:
Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an Dr. Tobias Kornprobst, Tel. 0911/5880-1431, E-Mail: tobias.kornprobst@th-nuernberg.de
Gerne hilft auch die Hochschulkommunikation weiter, Tel. 0911/5880-4101, E-Mail: presse@th-nuernberg.de

Astrid Gerner | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.th-nuernberg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht TU Ilmenau erforscht innovative mikrooptische Bauelemente für neuartige Anwendungen
21.09.2017 | Technische Universität Ilmenau

nachricht Bald bessere Akkus?
21.09.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie