Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsprojekt zur Entwicklung einer neuartigen UV-Lichtquelle gestartet

21.11.2008
Ultraviolettes Licht, kurz UV-Licht, besitzt, neben den bekannten Risiken für Augen und Haut, eine Reihe von positiven und notwendigen Effekten. Künstlich erzeugtes UV-Licht wird unter anderem in der Medizin aber auch in zahlreichen Anwendungen der Produktionstechnik eingesetzt.

An der Hochschule Aschaffenburg wird derzeit an der Entwicklung einer neuartigen UV-Lichtquelle auf Basis von Leuchtdioden geforscht. Diese sollen eine wirtschaftlichere Erzeugung aber auch eine präzise Dosierung der künstlichen UV-Strahlen ermöglichen. Das Forschungsvorhaben mit einem Gesamtvolumen von 320.000 Euro wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Im Vordergrund des Forschungsprojekts LUVLED steht die industrielle Anwendung der UV-Strahlung. Trotz der zahlreichen bereits vorhandenen Anwendungen - UV-Licht wird zum Beispiel in der Fotolithographie, beim Härten und Trocknen von Lacken, Druckfarben und Klebstoffen aber auch zur Desinfizierung von Wasser eingesetzt - besteht auf diesem Gebiet noch erheblicher Forschungsbedarf. Der Forschungsschwerpunkt "Leuchtdioden" an der Hochschule Aschaffenburg wurde daher in Richtung ultraviolettes Licht erweitert.

Prof. Bochtler, der Sprecher des Vorhabens, erläutert die Neuartigkeit des Ansatzes: "Während üblicherweise mit Quecksilberdruckstrahlern, die mit einer Leuchtstoffröhre vergleichbar sind, getrocknet wird, soll dies zukünftig mit Hochleistungsleuchtdioden geschehen." Leuchtdioden bieten neben einem höheren Wirkungsgrad auch bessere Möglichkeiten der Dosierung des Lichts. Da neben der Schaltungs- und Messtechnik auch zahlreiche Fragen aus der Aufbau- und Verbindungstechnik sowie der Optik zu beantworten sind, beteiligen sich die Professoren Kaloudis und Hellmann ebenfalls an diesem Projekt.

Die Fördermittel aus dem Forschungsvorhaben dienen der Erweiterung der beteiligten Labore. Neben notwendigen Messgeräten sollen vor allem Nachwuchswissenschaftler gefördert werden, die im Rahmen ihrer Doktor-, Master- oder Abschlussarbeiten an diesem Forschungsprojekt mitarbeiten. "Das ist eine großartige Chance für unsere Studierenden und Jungforscher", freut sich die Diplomingenieurin Mareiki Kaloumenos, die an der hiesigen Hochschule studiert hat und sich jetzt als Master-Studentin im Rahmen dieses Projekts weiterqualifiziert. "Hier besteht die Möglichkeit, sich mit den führenden Entwicklern auf diesem Gebiet auszutauschen und an topaktuellen Fragestellungen der Forschung mitzuwirken", so Kaloumenos.

Vielleicht ergeben sich ja auch Ergebnisse, die eines Tages nicht nur in der Produktionstechnik sondern auch im heimischen Solarium Einzug halten.

Simone Herzog | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-aschaffenburg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Energieproduzierende Fenster stehen kurz bevor
23.02.2017 | University of Minnesota / Università degli Studi di Milano-Bicocca

nachricht Hauchdünn wie ein Atom: Ein revolutionärer Halbleiter für die Elektronik
23.02.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie