Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschung aus Uni Magdeburg sorgt für energieeffiziente Stadt

01.10.2010
Wissenschaftler entwickeln intelligente Verkehrsführung und sichern die konstante Einspeisung regenerativer Energien in städtische Netze
Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) unterstützen Magdeburg auf dem Weg zur energieeffizienten Stadt.

Forschungsbereiche aus verschiedenen Fakultäten werden innerhalb der nächsten fünf Jahre insbesondere an der Reduzierung des CO2-Ausstoßes in der Landeshauptstadt mitarbeiten, eine umweltverträgliche Verkehrsführung entwickeln und die Stadt beim Aufbau eines intelligenten Einspeisungsmanagements von regenerativen Energien in das Verteilernetz unterstützen.

Magdeburg wurde von der Bundesforschungsministerin Annette Schavan am 15. September 2010 im Bundeswettbewerb „Energieeffiziente Stadt“ für ein gemeinsam mit Forschungseinrichtungen erarbeitetes Konzept als eine von fünf Siegerstädten ausgezeichnet und wird vom Bund innerhalb der nächsten fünf Jahre mit bis zu einer Million Euro jährlich gefördert.

Logistiker aus dem Institut für Logistik und Materialflusstechnik werden zum Beispiel ein Mess- und Kontrollsystem entwickeln, das die Erfolge der städtischen Maßnahmen bei der der CO2–Reduktion messen soll. Außerdem werden sie gemeinsam mit Fachkollegen aus dem Institut für Automation und Kommunikation e. V. ifak die Verkehrsmanagement-Zentrale für Magdeburg weiterentwickeln. Dort sollen Informationen über Verkehrsdichte, -fluss oder -stau erstmals nicht nur erfasst, sondern für eine aktive Verkehrslenkung ausgewertet und genutzt werden. Das langfristige Ziel der Wissenschaftler ist eine umweltverträgliche, emissionsarme Verkehrsführung, um den Stadtverkehr künftig aktiv und prozessorientiert zu steuern.

Elektrotechniker des Instituts für Elektrische Energiesysteme der Universität Magdeburg werden gemeinsam mit dem ifak und den Stadtwerken Magdeburg GmbH ein intelligentes System zur Energieeinspeisung dezentral erzeugter regenerativer Energien in das städtische Verteilernetz aufbauen. Die Herausforderung besteht in der gleichmäßigen Einspeisung unbeständig erzeugter regenerativer Energien.

Die Forschungsgruppe Umweltpsychologie der OVGU wird die Ausweitung des Fifty-Fifty-Projektes zur Energieeinsparung an Schulen wissenschaftlich begleiten und helfen, Maßnahmen zum energiesparenden Verhalten in Privathaushalten umzusetzen und zu etablieren. Die Umweltpsychologen erforschen die Akzeptanz und Auswirkung energiesparenden Verhaltens bei den Bürgern Magdeburgs.

Weitere geplante Forschungsvorhaben im Rahmen der Kooperation mit der Stadt sind die Optimierung der Transportwege mineralischer Abfälle oder die Entwicklung innovativer Wärmedämmungen für Gebäude.

Professor Hartmut Zadek vom Institut für Logistik und Materialflusstechnik (ILM) der Otto-von-Guericke-Universität zum Erfolg Magdeburgs im Städtevergleich: „Magdeburg hat überzeugt durch das umfangreiche Partnerkonsortium im Verbund von Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft sowie durch innovative Maßnahmen, insbesondere bei Energieerzeugung und -einspeisung sowie der Verkehrslogistik.“

Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Hartmut Zadek, Institut für Logistik und Materialflusstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: 0391 67-18604, E-Mail: hartmut.zadek@ovgu.de

Katharina Vorwerk | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-magdeburg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Elektromobilität: Forschungen des Fraunhofer LBF ebnen den Weg in die Alltagstauglichkeit
27.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit