Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forscher schaffen die Basis für Sprit sparende Autos

28.10.2008
ZSW nimmt in Ulm neues Technologiezentrum für Hochleistungsbatterien und Brennstoffzellen in Betrieb

Hochleistungsbatterien und Brennstoffzellen sind Schlüsseltechnologien für Sprit sparende Fahrzeuge. Damit sie schneller zur Marktreife gelangen und ihre Produktion auch in Deutschland stattfindet, hat das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) am 28. Oktober in Ulm ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum mit 1.000 Quadratmeter Fläche in Betrieb genommen.

Im Beisein von Vertretern der deutschen Batterie- und Automobilindustrie und dem Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt, Ivo Gönner, eröffnete Nilgün Parker vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung das Technologiezentrum.

Der Bedarf an emissionsarmen Fahrzeugen wächst weltweit. Gesetzliche Vorgaben wie nationale und internationale Klimaschutzziele, CO2-Steuern, Feinstaubzonen, Innenstadtmauts und langfristig steigende Ölpreise lassen die Nachfrage nach Autos mit hohem Benzinverbrauch einbrechen.

Die Fachwelt ist sich einig. Die gewünschten Ziele können nur mit modernen Hochleistungsbatterien erreicht werden. Doch die Techniken sind noch zu teuer und müssen weiterentwickelt werden. „Unser Technologiezentrum setzt hier neue Maßstäbe“, sagt der Ulmer ZSW-Vorstand Prof. Dr. Werner Tillmetz. „Mit ihm können wir die Lücke zwischen dem heutigen Know-how und den Anforderungen der Zukunft schneller schließen.“

In den hoch spezialisierten Laboratorien und Werkstätten befinden sich modernste Anlagen zur Herstellung von Batteriekomponenten, Batteriezellen und Prototypen mit neuer Zellchemie. Teststände prüfen die Sicherheit, intelligente Batteriesysteme und Managementtechniken verhindern kritische Zustände der hochkomplexen Energiespeicher. Das verbessert die Stabilität und Sicherheit unter extremen Umgebungstemperaturen. Ziel sind hohe Ladezyklen und eine Lebensdauer von mehr als zehn Jahren. Bei Brennstoffzellen testen die Forscher unter anderem die Automatisierung der Produktion mit Robotern. Das senkt die Kosten und verhindert Fehler bei der Produktion.

Besonders Hybrid- und Elektroautos, ob in Kombination mit konventionellen Verbrennungsmotoren, ausschließlich mit Elektroantrieb oder als Hybridkonzept in Kombination mit Brennstoffzellen senken den Verbrauch spürbar. Sie sind zudem offen für den Einsatz erneuerbarer Energien. Die deutsche Automobilindustrie sieht darin eine Chance, ihre traditionell starke internationale Wettbewerbsposition in Zukunft weiter auszubauen.

Hochleistungsbatterien und Brennstoffzellen sind nicht nur für Mobilität von zentraler Bedeutung: Als Speicher können Batterien das fluktuierende Stromangebot erneuerbarer Energien wie Wind und Sonne ausgleichen. Bei Bedarf geben sie den Strom wieder ab. Brennstoffzellen wiederum sollen in Häusern Wärme für die Heizung und Strom effizienter bereitstellen.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung fördert seit diesem September in einem Modellprojekt die Installation von 800 Brennstoffzellen in privaten Ein- und Mehrfamilienhäusern. Das ZSW koordiniert das Projekt und wertet es wissenschaftlich aus.

Das ZSW gehört zu den renommiertesten deutschen Forschungsinstituten auf den Gebieten Energiesystemanalyse, Photovoltaik, regenerative Kraftstoffe, Batterietechnik und Brennstoffzellen. Bei Batterien und Brennstoffzellen ist es das größte unabhängige Forschungs- und Technologietransferzentrum in Europa. Es erforscht seit zwanzig Jahren elektrochemische Energietechnologien und setzt sie in marktreife Produkte um. An den drei Standorten Stuttgart, Widderstall und Ulm sind derzeit rund 150 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker beschäftigt.

Sie erwirtschaften einen Umsatz von rund 18 Millionen Euro.

Ansprechpartner Pressearbeit
PR-Agentur Dr. Klaus Heidler Solar Consulting, Axel Vartmann, Solar Info Center, D-79072 Freiburg, Tel. +49/761/38 09 68-23, Fax +49/761/38 09 68-11, vartmann@solar-consulting.de, www.solar-consulting.de
Ansprechpartner ZSW
Tiziana Bosa, Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), Helmholtzstr. 8,

D-89081 Ulm, +49/731/9530-610, Fax: +49/731/9530-666, tiziana.bosa@zsw-bw.de

Axel Vartmann | Solar Consulting
Weitere Informationen:
http://www.zsw-bw.de
http://www.solar-consulting.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Multikristalline Siliciumsolarzelle mit 21,9 % Wirkungsgrad – Weltrekord zurück am Fraunhofer ISE
20.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht Wussten Sie, dass Infrarot-Wärme die Pralinenherstellung vereinfacht?
14.02.2017 | Heraeus Noblelight GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Im Focus: Weltweit genaueste und stabilste transportable optische Uhr

Optische Strontiumuhr der PTB in einem PKW-Anhänger – für geodätische Untersuchungen, weltweite Uhrenvergleiche und schließlich auch eine neue SI-Sekunde

Optische Uhren sind noch genauer als die Cäsium-Atomuhren, die gegenwärtig die Zeit „machen“. Außerdem benötigen sie nur ein Hundertstel der Messdauer, um eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Welt der keramischen Werkstoffe - 4. März 2017

20.02.2017 | Veranstaltungen

Schwerstverletzungen verstehen und heilen

20.02.2017 | Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nervenschmerzen zukünftig wirksamer behandeln

20.02.2017 | Medizin Gesundheit

Zellstoffwechsel begünstigt Tumorwachstum

20.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Welt der keramischen Werkstoffe - 4. März 2017

20.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten