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Forscher lassen Roboter wie Vogel landen

02.05.2012
Konstruktion setzt auf semi-bewegliche Gleitflügel

Wissenschaftler des Aerobotics Institute der University of Illinois in Urbana-Champaign haben einen Roboter gebaut, der - ähnlich wie ein trainierter Vogel - auf der Hand eines Menschen landen kann. Dabei ahmt die intelligente Maschine den Gleitflug ihrer natürlichen Vorbilder in verbesserter Weise nach und verfügt über zwei Flügel, die teils unabhängig voneinander beweglich sind.


Flugroboter: Entwicklung aus Illinois beherrscht Vogellandung (Foto: uiuc.edu)

Breitere Flügel und Steuerfedern

Entwickelt wurde der Flugroboter im Rahmen des "Micro Aerial Vehicle"-Projekts (MAV). Die "Sitzlandung" von Vögeln gilt als eines der am kompliziertesten, nachzuahmenden Verfahren, muss doch Maschine mit nur kurzer Vorlaufzeit stabil auf kleiner Fläche landen. In Illinois geht man davon aus, dass die gelungene Demonstration eine Weltpremiere darstellt.

Bei der Konstruktion verzichtete man nach einigen Versuchen auf einen durchgängig flachen Körper und verbreiterte dafür die Flügel sowie den Bereich, der den Steuerfedern am Ende des Vogelkörpers nachempfunden ist. Sie verfügt zusätzlich über exakte Positionsbestimmung, anhand derer sie ihre Bewegungen dynamisch anpassen kann.

Das Resultat kommt einer Vogellandung erstaunlich nahe. Das MAV geht früh in den Sinkflug und richtet sich bei relativ flachem Anflugswinkel kurz vor Erreichen seines Ziels auf. Über Flügelbewegungen reduziert es seine Geschwindigkeit und stabilisiert sich, um schließlich am Schwerpunkt auf der Hand des Testers aufzusetzen.

Fledermaus als Idealbild

"Wir können noch viel von biologischen Systemen lernen", meint Soon-Jo Chung, einer der am Projekt beteiligten Forscher. "Fledermäuse können sich mit beschädigten Flügeln in der Luft fortbewegen und sind dabei immer noch agil genug, um schnelle 180-Grad-Wendemanöver durchzuführen oder in Innenräumen zu fliegen ohne mit Gegenständen zu kollidieren. Das sind Qualitäten, die für kleine Fluggeräte wünschenswert sind."

Potenzial für die selbstentwickelte Gleit- und Landetechnologie sieht man im Bereich der Überwachung im urbanen Bereich. Besonders in Städten und Gebäuden sind hohe Wendigkeit und Präzision von großer Wichtigkeit für autonom fliegende Systeme.

Georg Pichler | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://uiuc.edu

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