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Forscher entwickeln Streich-Akku

02.07.2012
Prototyp lässt Dioden sechs Stunden lang leuchten

Chemiker der texanischen Rice University haben einen Akku in streichbarer und sprühbarer Form entwickelt. Sie bewiesen damit nicht nur die Machbarkeit eines solchen Unterfangens, sondern eröffneten damit die Möglichkeit, in Kombination mit anderer sprühbarer Technologie die Erzeugung und Speicherung von Energie auf Wänden zu realisieren.


Solarpanel: lässt dank Streichakku Leuchtschrift glühen (Foto: Rice U.)

Erfolgreicher Testlauf

Die Hauptaufgabe für die Wissenschaftler bestand darin, die Bestandteile einer herkömmlichen Lithium-Ionen in eine haftende, flüssige Form zu bekommen. Diese sind die Kupferfolie, die Anorde, das Elektrolyt sowie die Kathode.

Diese Komponenten wurden anschließend schichtweise aufeinander aufgetragen. Die Forscher verbanden die bestrichenen neun Kacheln aus unterschiedlichen Materialien anschließend miteinander und befestigten eine Solarzelle auf einer von ihnen. Die erzeugte und weitergeleitete Energie reichte aus, um eine Leuchtschrift mit dem Wort "RICE" glühen zu lassen.

Sechs Stunden lang lieferte die geladene Batterie Energie mit einer stabilen Spannung von 2,4 Volt. Dann gingen die Lichter aus. In weiteren Experimenten fanden sie heraus, dass der Streich-Akku selbst nach 60 Lade-/Entladevorgängen lediglich rund zwei Prozent seiner Kapazität eingebüßt hatte. Die Technologie soll nun weiter entwickelt werden und künftig auf modulare, beliebig aneinander befestigbare Bauteile gesprüht werden können, die sich unterschiedlich konfigurieren lassen.

Zahlreiche Verwendungen denkbar

Die Implikationen dieses Fortschritts sind weitreichend. In Kombination mit streichbaren Solarzellen, wie sie bereits in Kanada und den USA entwickelt wurden (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20111222017 ) könnten Gebäudemauern künftig ohne der Anbringung von Solarpanels zur Erzeugung und Speicherung von Sonnenenergie dienen. Die Erfindung könnte zukünftig auch neue Möglichkeiten im Produktdesign bieten.

Georg Pichler | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.rice.edu

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