Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschen nach neuen Wegen der elektrochemischen und photochemischen Energieumwandlung

14.01.2013
Eine neue Nachwuchsforschergruppe sucht seit Anfang Januar an der Fakultät für Chemie und Mineralogie der Universität Leipzig nach neuen, innovativen Wegen zur elektrochemischen und photochemischen Energieumwandlung und -speicherung. Sie erhält etwa 650.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Freistaates Sachsen.

Wegen der Verknappung fossiler Ressourcen und der Klimaproblematik werde eine der wichtigsten Herausforderungen für die nahe Zukunft der Übergang von einer vorwiegend fossilen zu einer regenerativen und nachhaltigen Energieversorgung sein, sagte der Koordinator der Forschergruppe, Prof. Dr. Bernd Abel.

Er ist Lehrstuhlinhaber an der Fakultät für Chemie und Mineralogie und Direktor der Abteilung Chemie des Leibniz-Institutes für Oberflächenmodifizierung (IOM) in Leipzig. Neben der jetzt neu gegründeten Nachwuchsforschergruppe "Angewandte und Theoretische Molekulare Elektrochemie als Schlüssel für neue Technologien im Bereich der Energieumwandlung und -speicherung" befasst sich eine zweite aus dem Bereich Physik künftig an der Universität Leipzig ebenfalls mit neuen Technologien und Konzepten der effizienten Energieumwandlung, -speicherung und -nutzung.

"Das Gesamtbudget der Forschergruppe innerhalb des Netzwerkes von Mentoren der Fakultäten Chemie und Mineralogie sowie Physik und Geowissenschaften der Universität und der kooperierenden Institute und Firmen umfasst knapp 850.000 Euro für zwei Jahre und stellt ein 'seed-Kapital' für weitergehende Aktivitäten auf diesem Gebiet in Leipzig in den kommenden Jahren dar", sagte Abel.

Neben den technischen Umsetzungen, der Optimierung und breiten Förderung von bereits bekannten und etablierten Konzepten und Technologien entlang der Wertschöpfungskette gebe es jedoch weiterhin einen sehr großen Bedarf an exzellenter Grundlagenforschung und grundsätzlich neuen Konzepten und Technologien.

"In vielen Fällen sind die bekannten Konzepte noch nicht in der Lage, die Technologien in Quantensprüngen voranzubringen. Aus diesem Grund sind nationale und internationale Exzellenznetzwerke mit Beiträgen von international renommierten Forschern zwingend erforderlich für neue Impulse im Bereich der organischen Photovoltaik, der Brennstoffzellen, Energiespeicher und neuen Konzepten in der Wasserstofftechnologie", betonte Abel.

Die neue Forschergruppe umfasst voraussichtlich vier promovierte Nachwuchswissenschaftler und vier Doktoranden.

Im Bereich "Neue Ansätze im Bereich der organischen Photovoltaik" ist Dr. Katrin Siefermann tätig, die gerade einen zweijährigen Forschungsaufenthalt am Lawrence Livermore Laboratory in Berkeley (USA) abgeschlossen hat.

Dr. Stefan Zahn wird nach seinem Forschungsaufenthalt an der Monash University in Australien Rechnungen im Bereich der theoretischen Elektrochemie in den Bereichen organische Photovoltaik, Brennstoffzellen, Solarzellen, Wasserspaltung und neue Elektrolytsysteme durchführen. Aron Varga, der zurzeit noch am Califonian Institute of Technology (CALTECH) arbeitet, wird in den kommenden Monaten zur Forschergruppe stoßen und eine Nachwuchsforschergruppe im Bereich "Festkörper-Brennstoffzellen" aufbauen. Eine weitere Nachwuchsforscherstelle ist derzeit ausgeschrieben.

Die jungen Wissenschaftler konzentrieren sich auf die Grundlagenforschung im Bereich der molekularen Elektrochemie. Ziel ist es, ganz neue Impulse und effiziente Konzepte in den Bereichen organischer Photovoltaik, photokatalytischer Wasserspaltung, Festkörperelektrolyt-Brennstoffzellen und Batterien zu entwickeln.

Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst fördert exzellente und innovative Nachwuchsforschergruppen mit dem Ziel, attraktive Bedingungen für Nachwuchsforscher - vor allem auch aus dem Ausland - in Sachsen zu bieten, junge Forscher aus dem Ausland zurück zu holen und für den

Forschungs- und Wirtschaftsstandort zu gewinnen.

Ziel der Nachwuchsförderung ist hierbei insbesondere der Transfer von Wissen und Technologie zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen, um wissenschaftliche Erkenntnisse möglichst schnell in die Praxis zu überführen und die sächsische Wirtschaft frühzeitig auf den steigenden Bedarf an Fachkräften einzustellen.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Bernd Abel
Telefon: +49 341 235-2715
E-Mail: bernd.abel@uni-leipzig.de
www.abel-uni-leipzig.de

Susann Huster | Universität Leipzig
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen
12.12.2017 | Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES

nachricht Meilenstein in der Kreissägetechnologie
11.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften