Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fahrplan für KUP-Holzenergie in Europa

25.03.2015

Das EU-Projekt ROKWOOD präsentiert ein Konzept für die nachhaltige Produktion und effiziente Nutzung von Holzenergie aus Kurzumtriebsplantagen (KUPs) in europäischen Regionen. Marktplatz für KUP-Akteure online.

Biomasse gewinnt als erneuerbare Energie zunehmend an Bedeutung in Europa. Um den wachsenden Bedarf von Biomasserohstoffen als Energieträger zu decken, werden sogenannte Kurzumtriebsplantagen (KUPs), in denen schnell wachsende Bäume in kurzen Rotationsperioden angebaut werden, immer populärer.


Eine einjährige Pappel-KUP auf einem Feld in der Nähe von Goslar, Deutschland. Der Landwirt nutzt das erzeugte Energieholz zur CO2–neutralen und kostengünstigen Wärmeversorgung seines Hofes.

Foto: ttz Bremerhaven / Christoph Knauer.

Die mögliche Anerkennung von KUPs als so genannte Greening-Maßnahmen im Rahmen der EU-Agrarpolitik und die damit verbundene Besserstellung kann dem Sektor weiter Aufwind geben. ROKWOOD ist ein EU-finanziertes Projekt, das den Anbau und die effektive Nutzung von KUPs in europäischen Regionen fördert.

Das Ziel von ROKWOOD ist es, lokale Barrieren bei der Entwicklung von Biomasseregionen in Europa zu überwinden. Eines der vorrangigen und bereits erreichten Projektergebnisse ist ein Fahrplan zur Stärkung der Branche in Europa.

Der Fahrplan

Basierend auf der Analyse der Rahmenbedingungen wurden von dem Konsortium sechs Handlungsfelder identifiziert, die für den Erfolg von KUPs besonders wichtig erscheinen. Dazu gehören die Durchführung von Pilot- oder Demonstrationsprojekten in besonders geeigneten Regionen, die Verbesserung des Wissensaustausches zwischen den Akteuren, der Aufbau einer Interessenvertretung auf EU-Ebene sowie regelmäßige Informations– und Demonstrationsveranstaltungen.

Die Aktionen beginnen bereits im Rahmen von ROKWOOD, das genaue Vorgehen wurde in einem gemeinsamen Aktionsplan festgelegt. Eine Zusammenfassung dieses „Joint Action Plan“ ist auf der Projekthomepage http://www.rokwood.eu/public-library/joint-action-plan.html abrufbar.

Basierend auf der Analyse der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen für KUPs wurden verschiedene Hürden identifiziert, die in allen beteiligten Ländern auftraten und daher auf europäischer Ebene überwunden werden sollen. Dazu gehören die grundsätzlich eher geringe Bekanntheit von KUPs und das geringe Fachwissen potentieller Akteure, die oftmals fehlende oder unvollständige KUP-Infrastruktur sowie die geringe politische und finanzielle Unterstützung.

Der Marktplatz

Die Partner in ROKWOOD sind davon überzeugt, dass sich KUPs nach der Überwindung der identifizierten Hürden ökonomisch als eine attraktive Alternative zu anderen Flächennutzungen darstellen werden. Auf der Projektwebsite ist ein Marktplatz für KUP-Akteure und alle anderen Interessenten zugänglich. Angemeldet haben sich bereits 86 Akteure von der Produktion bis zur Nutzung von Holzenergie. Dazu gehören Landwirte, Maschinenbauer, Lohnunternehmer und Energieerzeuger. http://www.rokwood.eu/.

Die Forschungscluster

ROKWOOD unterstützt die Kooperation der sechs teilnehmenden europäischen Forschungscluster in Schweden, Spanien, Deutschland, Polen, Irland und Großbritannien. Hierdurch sollen die Forschung, die technische Entwicklung und die Resonanz im Markt verbessert werden. Jedes Cluster hat mindestens drei Partner, zusammengesetzt aus wenigstens einem Forschungsinstitut, einem KMU und einer Behörde. Das Projekt wird durch das Programm „Regions of Knowledge“ im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union gefördert, welches die Stärkung des Forschungspotenzials europäischer Regionen zum Ziel hat. Dies geschieht insbesondere durch die Förderung der Entwicklung von „Forschungsgetriebenen Clustern“.

Die Partner

Die Partner sind neben dem ttz Bremerhaven die Regionale Planungsgemeinschaft Altmark und die Agraligna GmbH aus Deutschland, Mazovia Agriculture Advisory Centre/Warsaw, Gmina Zaluski und EKSPERT – SITR Sp. Z o. o. aus Polen, Andalusian Institute of Agrarian Research and Training, Fisheries, Food and Organic Production, Granada Energy Agency, BIOAZUL und ASAJA Granada (a farmers’ association) aus Spanien, Centre for Sustainable Energy, Dorset County Council und Crops for Energy aus Großbritannien, SP Technical Research Institute of Sweden, Scania’s Association of Local Authorities und SalixEnergi Europa AB aus Schweden, ebenso wie Dublin Institute of Technology, Biotricity Limited und Western Development Commission aus Irland. Neben diesen Partnern ist die EUBIA (European Biomass Industry Association) dem Konsortium beigetreten, um eine Verbreitung der Projektergebnisse an die Stakeholder zu gewährleisten.

Das ttz Bremerhaven ist ein unabhängiges Forschungsinstitut und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales Experten-Team in den Bereichen Lebensmittel, Umwelt und Gesundheit. http://www.ttz-bremerhaven.de

Medienkontakt:
Christian Colmer
Leiter Kommunikation und Medien
ttz Bremerhaven
Fischkai 1
D-27572 Bremerhaven (Germany)
Tel.: +49 471 80934 903
FAX: +49 471 48 32 - 129
ccolmer@ttz-bremerhaven.de

Weitere Informationen:

http://www.ttz-bremerhaven.de
http://www.rokwood.eu/
http://www.rokwood.eu/public-library/joint-action-plan.html

Christian Colmer | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Berichte zu: Analyse Entwicklung Fahrplan Forschungsinstitut energy

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Innovatives Messmodul zur Bestimmung der Inaktivierungsleistung von UV-Hygienisierungsanlagen
22.01.2018 | Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e.V.

nachricht TU Wien entwickelt neue Halbleiter-Bearbeitungstechnik
22.01.2018 | Technische Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics