Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fahren und forschen für die Zukunft – Hochschule erhält eigenes Elektroauto

15.09.2010
- Dresdener Hersteller lieferte Chevrolet Matiz CITYSAX – Autohaus Neff ist Partner
- Wissenschaftliches Forschungsprogramm „Elektromobilität im ländlich-urbanen Raum“

Es erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 130 Kilometer pro Stunde, liefert eine Leistung von bis zu 26 Kilowatt, ist eigentlich ein Chevrolet Matiz und fährt im Auftrag der Forschung: Mit dem „CITYSAX“ hat die Hochschule Heilbronn ihr erstes eigenes Elektroauto bekommen.

Angeschafft wurde das Fahrzeug im Rahmen des Forschungsprogramms „Elektromobilität im ländlich-urbanen Raum“ durch den Studiengang Automotive Systems Engineering der Hochschule. „Es geht um die wissenschaftliche Erprobung eines Elektroautos in praktischen Betriebszyklen durch ein Team der Hochschule, die Gewinnung einer umfangreichen Datenbasis – nach Möglichkeit unter Reproduzierung und Durchführung auf einem Prüfstand sowie in der Simulation – und die darauf aufbauende Erforschung von Reichweitenverlängerungsmöglichkeiten“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Andreas Daberkow.

Bei der feierlichen Übergabe, die symbolträchtig vor dem mit einer großen Photovoltaikanlage ausgestatteten G-Gebäudes der Hochschule Heilbronn stattfand, waren sowohl die beiden Geschäftsführer des Herstellers Citysax aus Dresden als auch die Geschäftsführerin des Heilbronner Autohauses Neff als lokaler Kooperationspartner für anfallende Servicearbeiten zugegen. In seinem Grußwort betonte Prof. Dr. Jürgen Schröder, Rektor der Hochschule Heilbronn, noch einmal die Bedeutung dieses Zukunftsprojektes: „Forschungsprojekte zur automobilen Elektromobilität konzentrieren sich derzeit meist auf Ballungszentren. Viele Menschen leben aber in einem ländlich-urbanen Raum wie hier in Heilbronn. Für diesen Nutzerkreis wollen wir die Elektromobilität erforschen und erschließen.“

Optimales Fahrzeug-Modell für die Hochschule Heilbronn
Nach mehreren Probefahrten und Besichtigungen bei verschiedenen Herstellern haben sich Projektleiter Daberkow und sein Assistent Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Häußler für den Chevrolet Matiz CITYSAX des kleinen innovativen Dresdener Unternehmens entschieden, den Service übernimmt das Autohaus Neff in Heilbronn. „Dieses autobahntaugliche Modell entspricht genau unseren inhaltlichen und preislichen Vorstellungen. Es verfügt über einen elektronisch geregelten Drehstromantrieb von hohem Wirkungsgrad. Die Reichweite der Lithium-Eisenphosphatzellen beträgt 80 bis 120 Kilometer und ist ideal für ein tägliches elektrisches Fahren in Heilbronn und Umgebung.“ Gefördert wird das Projekt vom Zukunftsinvestitionsprogramm ZIP des Bundes.
Hochschule Heilbronn – Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik
Mit nahezu 6000 Studierenden ist die staatliche Hochschule Heilbronn die größte der Region und gehört mit zu den führenden Fachhochschulen in Baden-Württemberg. 1961 als Ingenieurschule gegründet, liegt heute der Kompetenz-Schwerpunkt auf den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. Angeboten werden an den drei Standorten Heilbronn, Künzelsau und Schwäbisch Hall und in sieben Fakultäten insgesamt 42 Bachelor- und Masterstudiengänge. Die Hochschule fühlt sich dem Leistungsprinzip und Elitegedanken verpflichtet und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs.
Weitere Informationen: Prof. Dr. Andreas Daberkow, Hochschule Heilbronn,
Max-Planck-Str. 39, 74081 Heilbronn, Telefon: 0 71 31-504-417, E-Mail: daberkow@hs-heilbronn.de, Internet: http://www.hs-heilbronn.de
Pressekontakt Hochschule Heilbronn:
Heike Wesener (Kommunikation und Marketing),
Max-Planck-Str. 39, 74081 Heilbronn,
Telefon: 0 71 31-504-499, Telefax: 0 71 31-504-559,
E-Mail: wesener@hs-heilbronn.de

Martina Bräsel | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-heilbronn.de

Weitere Berichte zu: Autohaus CITYSAX Chevrolet Elektroauto Elektromobilität

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Neue Sensortechnik für E-Auto-Batterien
08.12.2016 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Siliziumsolarzelle des ISFH erzielt 25% Wirkungsgrad mit passivierenden POLO Kontakten
08.12.2016 | Institut für Solarenergieforschung GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Speicherdauer von Qubits für Quantencomputer weiter verbessert

09.12.2016 | Physik Astronomie