Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europaweite Initiative: Green eMotion soll Elektromobilität den Weg ebnen

06.04.2011
Die Europäische Kommission hat eine auf vier Jahre angelegte länderübergreifende Initiative zur Förderung der Elektromobilität ins Leben gerufen.

In ausgewählten europäischen Modellregionen sollen die 42 beteiligten Industrie- und Automobilunternehmen, Stromversorger, Stadtverwaltungen und Universitäten sowie Prüf- und Forschungseinrichtungen ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbringen, austauschen und erweitern.


"Elektromobilität leistet einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einer Verringerung der CO2-Emissionen. Green eMotion soll für einen schnellen Erfolg von Elektrofahrzeugen sorgen", sagte Siim Kallas, Vizepräsident der Europäischen Kommission sowie Kommissar für Verkehr. Das Projektvolumen ist auf 42 Mio. Euro ausgelegt, von denen die EU bis zu 24 Mio. Euro beisteuert.

In bestehenden und neu einzurichtenden Modellregionen innerhalb Europas sollen die Partner der Initiative Green eMotion Erfahrungen mit der Elektromobilität sammeln und die Technik weiterentwickeln. Die Initiative hat vor allem die Entwicklung europaweit einheitlicher Prozesse, Standards und IT-Lösungen als Ziel. Diese Vereinheitlichung ist Voraussetzung dafür, dass die Nutzer von Elektrofahrzeugen einfachen und grenzenlosen Zugang zu Ladeinfrastruktur und den damit verbundenen Dienstleistungen quer durch die gesamte Europäische Union haben werden. Standardisierung ist darüber hinaus eine Grundvoraussetzung für eine schnelle und kostengünstige Einführung der Elektromobilität. Die im Projekt eingebundenen Modellregionen werden in Summe mehr als 10`000 Ladesäulen aufweisen, da knapp 1`000 in Barcelona, Madrid und Malaga installiert werden, rund 400 in Rom und Pisa, etwa 3`600 in Berlin und rund 100 in Strassburg. In Dänemark, dem Land mit dem höchsten Windstromanteil weltweit, werden nach Schätzung der Autoimporteure im Laufe dieses Jahres etwa 2`000 Elektroautos fahren und bis zu 2`000 Ladestationen in Kopenhagen, Bornholm und Malmö installiert werden. Zudem sollen in Irland rund 2`000 elektrische Fahrzeuge mit rund 3`500 Ladestationen Teil einer landesweiten Einführung der Elektromobilität sein.

"Die bisherigen lokalen Ansätze, bei denen die Erfahrungen in einzelnen Modellregionen gesammelt wurden, werden nun in einem übergreifenden europäischen Modellversuch gebündelt. Ziel ist es, der Elektromobilität europaweit den Weg zu ebnen, wozu Standards für Infrastruktur, Vernetzung und IT nötig sind", sagte Heike Barlag von Siemens, die das Projekt Green eMotion insgesamt koordiniert. "Durch die Bündelung einzelner Aktivitäten zu einem grossen Zusammenschluss gewinnen wir Geschwindigkeit sowie Transparenz und sorgen für eine koordinierte Entwicklung der Elektromobilität." Bei Green eMotion sollen Erfahrungen mit Autos, Bussen und Zweirädern mit rein elektrischem Antrieb und als Hybridfahrzeuge gesammelt werden. Spezielle Aspekte in einzelnen Modellregionen umfassen Batterietausch, Laden mit Gleichstrom sowie die Einbindung in intelligente Stromnetze. Weitere Punkte sind grenzüberschreitender Verkehr, unterschiedliche Bezahlsysteme und die Erprobung von neuen Geschäftsmodellen.

Siemens führt das Forschungskonsortium an und trägt zur Entwicklung von Software- und Ladeinfrastrukturlösungen ebenso bei wie zur notwendigen Bildung von Industriestandards. "Die technische Entwicklung hat im vergangenen Jahr deutliche Fortschritte gemacht. Beispielsweise haben wir bereits Ladestationen mit Schnellladefunktion zur Marktreife entwickelt, die ein Elektroauto mit gängiger Batterie binnen einer Stunde aufladen können. Mittelfristig wollen wir auf weniger als 15 Minuten Ladezeit kommen, so dass unterwegs nur noch kurze "Tankstopps" nötig werden, wenn die Batterie leer ist", sagte Ralph Griewing, der bei Siemens Energy für die Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen verantwortlich zeichnet.

Die Partner der Initiative Green eMotion sind die Industrieunternehmen Alstom, Better Place, Bosch, IBM und Siemens, die Stromversorger Danish Energy Association, EDF, Endesa, Enel, ESB, Eurelectric, Iberdrola, RWE und PPC, die Automobilhersteller BMW, Daimler, Micro-Vett, Nissan und Renault, die Stadtverwaltungen von Barcelona, Berlin, Bornholm, Cork, Dublin (repräsentiert durch die Energieagentur Codema), Kopenhagen, Malaga, Malmö und Rom, die Universitäten bzw. Forschungseinrichtungen Cartif, Cidaut, CTL, DTU, ECN, Imperial, IREC, RSE, TCD und Tecnalia sowie die technischen Einrichtungen DTI, fka und TÜV NORD.

Leseranfragen sind zu richten an:
Siemens Schweiz AG
Energy Sector
Freilagerstrasse 40
8047 Zürich
Tel : 0585 585 204

| Siemens Schweiz AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.ch/energy

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie