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EU-Projekt SMILES plant Wasser- und Energieeinsparungen für Industrie

10.10.2008
Die Europäische Union ist unerschütterlich darum bemüht, zur Sicherung einer umweltfreundlicheren Zukunft entsprechende Maßnahmen zu prüfen und zu fördern.

Hierfür stellt das EU-geförderte SMILES-Projekt (Sustainable Measures for Industrial Laundry Expansion Strategies: Smart Laundry-2015) seine Unterstützung zur Verfügung.

Über dieses Projekt sollen 16 neue nachhaltige Technologien zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und zur Sicherung von Wasser- und Energieeinsparungen, insbesondere in Industriewäschereien, entwickelt und umgesetzt werden. Über einen Zeitraum von drei Jahren erhält das Projekt EU-Fördermittel in Höhe von 2,38 Millionen Euro.

Den SMILES-Projektpartnern zufolge sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der EU-27 mit einem Anteil von 90% in der Industriewäscherei vertreten. Für diesen Industriezweig, in dem knapp 170.000 Menschen eine Arbeit finden, werden jährlich 42 Millionen Kubikmeter Waschwasser und 60 Petajoule (PJ) Energie verbraucht. Aber das ist längst nicht alles. Auch die Reinigung des Abwassers (das sich auf etwa 40 Millionen Kubikmeter summiert) sowie der Ausstoß von 3,8 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) zerstören die Umwelt. Bei SMILES ist man der Ansicht, dass die Einführung umweltfreundlicher, wieder verwertbarer Produkte die Ausweitung des Problems aufhalten könnte.

Forschungs- und Industrieakteure aus Belgien, Kroatien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Polen und Slowenien haben ihre Ressourcen gebündelt, um innovative Technologien weiterzuentwickeln und somit für eine bessere Leistungsfähigkeit der Industriewäschereien zu sorgen. Die Technologien haben einen praktischen Wert und werden für umweltfreundliche Standorte oder zur Erweiterung bestehender Anlagen miteinander kombiniert. Die Projektpartner entwickeln das Tool "SMART Laundry-2015", mit dem Energie gespart, der Wasser- und Stromverbrauch sowie die CO2-Emissionen gesenkt und die Textilhygiene verbessert werden sollen.

Den Partnern zufolge werden neue Technologien und Verfahren im Rahmen von Pilotprojekten ausgewertet und anschließend in einer einheitlichen Form zusammengefasst. Über die gleichzeitige Beobachtung von Leistungsvergleichen und Innovationen werde eine Bewertung des Energiesparpotenzials und des tatsächlichen Energieverbrauchs möglich sein.

Das Projekt besteht aus sechs Arbeitspaketen (WP - Work Packages) mit folgenden Schwerpunkten: WP1: Senkung des Wasserverbrauchs WP2: Senkung des Energieverbrauchs/der CO2-Emissionen WP3: Senkung des Einsatzes chemischer Stoffe WP4: Qualitätsverbesserung WP5: Integration/Transfer WP6: Projektmanagement

Ausgehend von einer vollständigen Marktdurchdringung in sämtlichen EU-Mitgliedsstaaten bis 2015 sollte laut Angaben der Partner der jährliche Wasser- bzw. Energieverbrauch um 30% bzw. 45% sinken, während die CO2-Emissionen um 47% zurückgehen sollten. Die vom Projekt eingesetzten neuen Technologien werden verbesserte Wäschereidienstleistungen und die Entwicklung wieder verwendbarer Textilien zur Folge haben, gleichzeitig kann die Verwendung von Einwegprodukten und Wegwerfartikeln um 20% gedrosselt werden.

Dank SMILES wird im nächsten Jahrzehnt ein Gewinn von etwa 940 Millionen Euro erwirtschaftet. Den Partnern zufolge werden Beschäftigte in Schlüsselpositionen und Mitarbeiter über das Projekt ausgebildet und geschult, um die Einführung von SMART Laundry-2015 einfacher zu gestalten. Die im Projekt gewonnenen Informationen und Ergebnisse werden KMU, Anbietern gewerblicher Ausrüstungen und nationalen Vereinigungen zur Verfügung gestellt.

Die Europäische Kommission für ihren Teil erklärte, dass das SMILES-Projekt insofern bedeutend sei, als es der Europäischen Gemeinschaft dabei helfe, ihre Ziele für eine umweltfreundlichere Zukunft zu erreichen, einen richtigen und klaren Schwerpunkt auf wissenschaftliche und technologische Themen setze und eine ausgewogene fachliche Kompetenz aufweise.

SMILES wird von der Belgian Textile Care Federation koordiniert. Das Projekt ist im September gestartet und soll planmäßig 2011 abgeschlossen sein.

| CORDIS
Weitere Informationen:
http://cordis.europa.eu

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