Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EU-Projekt Greenfoods

23.07.2013
Europäische Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie auf dem Weg zu Null Emissionen von fossilem CO2.

In den nächsten zweieinhalb Jahren wird ein neues EU-finanziertes Projekt eine Reihe von Aktivitäten anbieten, die die europäische Lebensmittel- und Getränkeindustrie dabei unterstützen, ihre Wettbewerbsfähigkeit mittels höherer Energieeffizienz und geringerer Kohlendioxidemissionen zu verbessern.

Ab jetzt können sich Unternehmen melden, die Interesse an einer Energieanalyse haben. Die Hochschule für Technik Stuttgart und die Universität Kassel arbeiten gemeinsam mit Organisationen aus Großbritannien, Österreich, Polen und Spanien daran, die europäische Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie auf dem Weg zu höherer Energieeffizienz und einer Verringerung der CO2-Emissionen zu begleiten.

Das übergeordnete Ziel des Projekts “GREENFOODS Towards zero fossil CO2 emission in the European food & beverage industry“ ist es, deren Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, die Energieversorgungssicherheit zu erhöhen und nachhaltige Produktion in Europa zu erhalten.

GREENFOODS ist im April 2013 gestartet und wird aus dem Programm Intelligent Energy Europe der EU kofinanziert. Das Projekt wendet sich vorwiegend an Molkereien, Bäckereien, Fleischereien, Unternehmen der Fischverarbeitung, Produzenten von Babynahrung, Getreideprodukten und Futtermitteln, sowie Brauereien und Fruchtsafthersteller. Diese Unternehmen können von folgenden Projektaktivitäten und -ergebnissen profitieren:

Erfahrene Projektpartner führen 200 Energieanalysen in Firmen der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie durch. Im Rahmen einer solchen Analyse werden die Energieflüsse in einem Unternehmen (insbesondere die Wärme- und Kälteerzeugung und deren Einsatz im Produktionsprozess) genau durchleuchtet, um mögliche Energieeffizienzmaßnahmen zu identifizieren, wie beispielsweise Wärmerückgewinnung. Auch die Möglichkeiten für die Integration von Energie aus erneuerbaren Quellen - wie Solarthermie oder Biomasse - oder von Wärmepumpen werden geprüft. Betriebe, die sich jetzt bei den Projektpartnern melden, haben die Chance, einen detaillierten Überblick über ihren Energieverbrauch zu bekommen und bei Umsetzung der Maßnahmen ihre Energiekosten signifikant zu verringern.

Aus diesen 200 Betrieben werden 20 ausgewählt, die noch einen Schritt weiter gehen wollen. Für diese werden detaillierte Umsetzungskonzepte erstellt. Schließlich werden fünf Teilnehmer, die während der Projektlaufzeit Maßnahmen umsetzen möchten, dabei betreut. Es wird erwartet, dass dadurch 600 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr vermieden werden können.

Basierend auf eigener Expertise sowie auf den Ergebnissen der Energieanalysen wird das Projektkonsortium das “GREENFOODS Branchenkonzept” entwickeln. Dieses verbindet technologische Expertise aus den Bereichen der Lebensmittel- und Getränkeherstellung sowie Energieeffizienz und erneuerbare Energien und unterstützt die Anwender – hauptsächlich Energieverantwortliche aus den genannten Branchen, aber auch Technologieanbieter und Energieberater – dabei, maßgeschneiderte Lösungen für Klein- und Mittelunternehmen (KMU) zu entwerfen, die ihre Prozesse und Energieversorgung optimieren wollen. Kern des Branchenkonzepts ist ein Programm zur Optimierung und Abgleichung von Energie- und Materialströmen, das auch die Berechnung des Primärenergiebedarfs und der CO2-Emissionen, die Integration von Abwärme, Prozesstechnologien sowie Technologien für Energieeffizienz und erneuerbare Energien und deren Wirtschaftlichkeitsberechnung beinhaltet. Diese Berechnungen werden durch Empfehlungen für die praktische Anwendung und für dauerhaftes Energiemanagement speziell in KMU ergänzt.

Das Projektteam wird auch die Frage geeigneter Finanzierungs- und Förderungsmodelle behandeln, da mangelnde Finanzierung häufig einen Hinderungsgrund für die Anwendung innovativer Technologien zur Gewinnung von Energie aus erneuerbaren Quellen oder für Energieeffizienzmaßnahmen darstellt. Dieses Problem betrifft nicht nur KMU, tritt dort jedoch verstärkt auf.

Das geplante GREENFOOS WikiWeb stellt die genannten Informationsmaterialien sowie ein Kompendium zu Energieversorgungs- und Prozesstechnologien, ergänzt um Best Practice Beispiele, gebündelt und für Unternehmen der Branche übersichtlich aufbereitet, kostenlos online zur Verfügung.

Ein spezieller GREENFOODS Kurs wird entwickelt und in den beteiligten Ländern als Zusatzmodul zum erfolgreichen Lehrgang „EUREM Europäischer Energiemanager“ angeboten. Der Kurs wird für die Nahrungs- und Getränkeindustrie essentielles Know-how zu smarten und grünen Technologien vermitteln, die Teilnehmenden in die Anwendung des Branchenkonzepts einführen und über verfügbare Finanzierungsmöglichkeiten informieren.

Über das Projektende im Juli 2015 hinaus, werden “Virtuelle Energiekompetenzzentren” in jedem Teilnehmerland das Wissen weiterverbreiten und als “One-stop-shop” für die entwickelten Tools und Materialien dienen.

Ansprechpartner:
Hochschule für Technik Stuttgart
Dr. Dirk Pietruschka, M.E.M. Lisa Botero
Schellingstraße 24, 70174 Stuttgart
Tel: +49 (0)711.8926-2926
E-mail: lisa.botero@hft-stuttgart.de
Das Projekt in den Social Media:
Facebook: GREENFOODSproject
Twitter: @GREENFOODS_AEE, #GREENFOODSproject
Linkedin Gruppe: http://www.linkedin.com/groups?gid=4989642&mostPopular=&trk=tyah

Petra Dabelstein | idw
Weitere Informationen:
http://www.green-foods.eu
http://www.hft-stuttgart.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Digitale Messtaster von WayCon – höchst präzise und vielseitig einsetzbar
14.11.2017 | WayCon Positionsmesstechnik GmbH

nachricht FAU-Forscher entwickeln neues Materialsystem für effiziente und langlebige Solarzellen
10.11.2017 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte