Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erster Solaraufzug in Frankreich

21.05.2015

Der erste mit Solarenergie betriebene Aufzug wurde von der Firma OTIS in Frankreich im energiepositiven Siedlungsprojekt "Bourderies" von Atlantic Homes in Rezé, in der Nähe von Nantes, installiert.

Der Aufzug Gen2(r) Switch ist mit 4 Sonnenkollektoren auf dem Dach des Gebäudes der Bourderies verbunden und somit gleich nach seiner Installation zu 80% energieautark und in den sonnenreichsten Monaten (von März bis Oktober) sogar bis zu 100%.


Stromverbrauch des Aufzuges im Vergleich zu herkömmlichen Haushaltsgeräten

Er kann auch an andere alternative Energiequellen wie Wind angeschlossen werden. Im Falle von Stromausfällen oder bei Störungen der Solarkollektoren wird der Aufzug über ein Batteriesystem betrieben.

Während eines Stromausfalls können die Batterien bis zu 100 Fahrten in einem achtstöckigen Gebäude sicherstellen. Die Batterien bestehen zu 97% aus recyceltem Material. Eine regenerative Antriebsvorrichtung ermöglicht zudem, die durch den Aufzug generierte Energie aufzufangen und in Batterien zu speichern.

Laut einer aktuellen US-Studie des Council for an Energy-Efficient Economy verbrauchen Aufzüge und Rolltreppen durchschnittlich 2 bis 5% der Energie eines Gebäudes.

Bei Spitzenauslastung können sie sogar bis zu 50% des Energieverbrauchs ausmachen. Mit seinem Batteriesystem verbraucht der Gen2(r) Switch nur 0,5kW, weniger als eine Mikrowelle oder eine Glühbirne im Standby-Modus.

Stromverbrauch des Aufzuges im Vergleich zu herkömmlichen Haushaltsgeräten

Der Aufzug wird weitgehend in Frankreich hergestellt, im Werk Gien im Department Loiret (100 km südlich von Paris). Im Vergleich zu einem herkömmlichen Aufzug sind die Herstellungskosten ca. 10% höher. Durch den Solarantrieb und die recycelten Batterien bietet dieses neue Aufzugsmodell ein zusätzliches Mittel zum klimafreundlichen Bauen und zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung.

Weitere Informationen:
- Kontakt bei OTIS: Marjorie GRÉGOIRE – Tel.: +33 (0) 1 53 00 11 44 –
marjorie.gregoire@agencebabel.com
- Internetseite von Otis Deutschland: http://www.otis.com/site/de/Pages/default.aspx

Quelle: "Otis : son premier ascenseur alimenté par l'énergie solaire", Pressemitteilung des online Energieportals Enerzine, 04.05.2015 – http://www.enerzine.com/1/18386+otis---son-premier-ascenseur-alimente-par-lenerg...

Redakteurin: Daniela Niethammer, daniela.niethammer@diplomatie.gouv.fr

Wissenschaft-Frankreich (Nummer 289 vom 20. Mai 2015)
Französische Botschaften in Deutschland und Österreich


Abteilung für Wissenschaft und Technologie
Pariser Platz 5
D-10117 Berlin
Tel :+49 30 590 03 9250
Fax :+49 30 590 03 9265
E-Mail : sciencetech@ambafrance-de.org

Abteilung für Wissenschaft und Technologie
Währingerstr. 30
A-1090 Wien
Tel: +43 1 502 75 335
Fax: +43 1 502 75 39

Marie de Chalup | Wissenschaft Frankreich
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft-frankreich.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

nachricht Flüssiger Treibstoff für künftige Computer
15.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie