Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erneuter Zuwachs von Biogasausbau in Deutschland 2010

07.04.2011
DBFZ-Umfrage zu Anlagenbestand und Flächenbeanspruchung zeigt einen deutlichen Anlagenzubau im Biogasbereich.

In den vergangen Jahren hat die Biogaserzeugung und -nutzung in Deutschland deutlich an Bedeutung gewonnen. Nach Erhebungen des Deutschen BiomasseForschungsZentrums (DBFZ) – über Länderbefragungen und der jährlich durchgeführten Betreiberbefragung – waren Ende 2010 rund 5.900 Biogasanlagen mit einer installierten elektrischen Anlagenleistung von etwa 2.300 MWel in Betrieb. Im Jahr 2010 wurden somit 960 Biogasanlagen mit rund 470 MWel zugebaut. Der Anlagenzubau konnte damit gegenüber 2009 nochmals gesteigert werden.

Insbesondere in den Bundesländern Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind im Jahr 2010 sehr viele Biogasanlagen in Betrieb gegangen, wohingegen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg ein eher verhaltener Zubau erfolgte. Nach wie vor leisten die Bundesländer Bayern, Niedersachsen und Baden-Württemberg den größten Beitrag zur Biogaserzeugung in Deutschland und stehen für insgesamt etwa 55 % des Anlagenbestandes in Deutschland (bezogen auf die Anlagenzahl und die installierte Leistung).

Hinsichtlich der durchschnittlichen installierten Anlagenleistung sind nach wie vor im Süden Deutschlands eher Anlagen kleiner bis mittlerer installierter elektrischer Anlagenleistung ( 500 kWel) betrieben werden.

Der bereits im Jahr 2009 zu beobachtende Trend des Zubaus kleiner und mittlerer Anlagen war auch im Jahr 2010 deutlich zu beobachten, wenngleich auch weiterhin größere Biogasanlagen zugebaut wurden. Die mittlere Anlagenleistung von Neuanlagen, die im Jahr 2010 in Betrieb gegangen sind, lag bei ca. 300 kWel.

Weiterhin werden in Biogasanlagen vor allem tierische Exkremente und nachwachsende Rohstoffe eingesetzt. Die Ergebnisse der aktuellen Betreiberumfrage des DBFZ zeigen, dass im Jahr 2010 rund 80 % der Energiebereitstellung in Biogasanlagen auf den Einsatz nachwachsender Rohstoffe zurückzuführen ist Für die Auswertung konnten 622 Rückmeldungen zum Substrateinsatz berücksichtigt werden; dies entspricht rd. 10 % des Anlagenbestandes in Deutschland. Beim Einsatz nachwachsender Rohstoffe (NawaRo) dominiert mit 76 % der Einsatz von Maissilage (massebezogen). Der Einsatz von Gülle – massebezogen etwa 45 % - am Substrateinsatz, trägt mit rund 11 % zur Energiebereitstellung aus Biogas bei.

Durch die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen (u. a. EEG 2009, GasNZV) wurden verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität zur Einspeisung in das Erdgasnetz geschaffen. Neben den Vor-Ort-Verstromungsanlagen sind Ende 2010 in Deutschland 48 Biogasaufbereitungs- und -einspeiseanlagen mit einer installierten Gasleistung von rund 340 MW in Betrieb. Die jährliche Biomethaneinspeisekapazität dieser Anlagen liegt bei 280 Millionen Nm³, was etwa 0,4 % des deutschen Erdgasverbrauchs des Jahres 2009 entspricht. Im vergangenen Jahr sind damit insgesamt 17 Aufbereitungsanlagen neu in Betrieb gegangen.

Antje Sauerland | idw
Weitere Informationen:
http://www.dbfz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Elektromobilität: Forschungen des Fraunhofer LBF ebnen den Weg in die Alltagstauglichkeit
27.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit