Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erdsonden-Wärmespeicher in solares Wärmenetz integriert

20.03.2013
Sonnenenergie deckt die Hälfte des Wärmebedarfs im Wohngebiet

Die Stadtwerke Crailsheim haben die Chance genutzt, in der neuen Siedlung Hirtenwiesen von Beginn an Solarwärme über ein Wärmenetz zu nutzen. Entstanden ist die größte Kollektoranlage Deutschlands, die in Verbindung mit zwei Puffer- und einem Erdsondenwärmespeicher die Hälfte des örtlichen Wärmebedarfs deckt.

Dieser Erdsondenspeicher dient der saisonalen Wärmespeicherung für den Bedarf im Winter. Das aktuelle BINE-Projektinfo „Sonnenenergie in der Erde speichern“ (01/2013) stellt erste Ergebnisse des Forschungsprojekts vor und legt dabei den Schwerpunkt auf die Speicherung.

Die neue Siedlung entsteht auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne. Fünf bestehende Gebäude wurden saniert und neue Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie eine Schule mit Sporthalle auf weiteren 32 Hektar gebaut. Von den insgesamt 7.400 m² Kollektorfläche sind ein Drittel auf den Dächern und zwei Drittel auf einem Lärmschutzwall installiert. Die Sonnenkollektoren speisen ihre Wärme in einen kleinen und einen großen Pufferspeicher ein. Dieser ist verbunden mit dem Erdsondenspeicher, dessen Größe einem Wasseräquivalent von 10.000 m³ entspricht.

Durch das Zusammenwirken mit einem Pufferspeicher kann die solare Beladung des Erdspeichers zeitverzögert stattfinden. Hierdurch konnte er kleiner ausgelegt werden, was zu den vergleichsweise günstigen Investitionskosten von 50 Euro/m³ Wasser beitrug. Außerdem kamen erstmals Sonden mit unterschiedlichen Längen und vorinstallierten Horizontalverbindungen zum Einsatz. Dies verminderte den Aufwand auf der Baustelle beträchtlich.

Der Erdsondenspeicher kann künftig bei wachsender Belegung der Siedlung erweitert werden und auch zusätzlich noch als multifunktionaler Speicher Abwärme aus Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung aufnehmen. Mit einem solaren Deckungsanteil von 51 % im Zeitraum März 2012 bis Februar 2013 übertraf das solare Wärmenetz das Planungsziel leicht. Das BINE-Projektinfo „Sonnenenergie in der Erde speichern“ (01/2013) ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – unter www.bine.info oder 0228 92379-0.

Pressekontakt

BINE Informationsdienst
Uwe Milles
Tel. 0228/9 23 79-26
Fax 0228/9 23 79-29
E-Mail presse@bine.info
Kaiserstraße 185-197
53113 Bonn
http://www.bine.info
BINE Informationsdienst ist ein Service von FIZ Karlsruhe und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert.

FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die im öffentlichen Auftrag weltweit publizierte wissenschaftliche Information zugänglich macht und entsprechende Dienstleistungen zur Verfügung stellt. FIZ Karlsruhe hat die Aufgabe, den nationalen und internationalen Wissenstransfer und die Innovationsförderung zu unterstützen.

Rüdiger Mack | idw
Weitere Informationen:
http://www-fiz-karlsruhe.de
http://www.bine.info

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Neue Sensortechnik für E-Auto-Batterien
08.12.2016 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Siliziumsolarzelle des ISFH erzielt 25% Wirkungsgrad mit passivierenden POLO Kontakten
08.12.2016 | Institut für Solarenergieforschung GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie