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Entspannt in die Rush Hour: Fraunhofer IKTS geht mit eneramic® in den Feldtest

27.01.2015

Seit Montag ist eine gelbe LED-Verkehrsanzeige Blickfang am Großen Garten in Dresden. Als Energiequelle dient das Brennstoffzellensystem eneramic®. Im sechsmonatigen Feldtest wird es unter realen Umweltbedingungen seine Markt-reife demonstrieren.

Die B.A.S. Verkehrstechnik AG und die sächsische Landeshauptstadt, vertreten durch das Straßen- und Tiefbauamt Dresden, betreiben ein modernes Verkehrsleitsystem, welches mit der mobilen Brennstoffzelle eneramic® des Fraunhofer IKTS ausgestattet ist.


Am Großen Garten in Dresden, unweit des Fraunhofer IKTS, begrüßt diese Anlage vorbeifahrende Autofahrer. Mit ihrer integrierten Brennstoffzellentechnologie gilt sie als zukunftsweisende Lösung in der temporären Verkehrssteuerung.

Der Brennstoffzellen-Stromgenerator funktioniert mit Flüssiggas und erzeugt eine elektrische Nutzleistung von 100 Watt. In dem voraussichtlich sechs Monate andauernden Feldtest validieren Jens Baade und sein Team vom Fraunhofer IKTS die technische Reife des Systems unter realen Umweltbedingungen.

Seit 1995 beschäftigt sich das Institut in zahlreichen Forschungs- und Entwicklungs-Projekten mit keramischen Brennstoffzellen, von denen viele erfolgreich in kommerzielle Anwendungen überführt werden konnten. Inzwischen sind angepasste, erprobte Lösungen im Leistungsbereich von 50 Watt bis zu 100 Kilowatt verfügbar.

»Unter der Marke eneramic® haben wir in den vergangenen Jahren eine komplette SOFC-basierte Technologieplattform für die robuste netzferne Stromerzeugung geschaffen«, erklärt Baade, »die ausgelegt als Batterie-Hybrid für Anwendungen im Industrie- und Freizeitbereich als effiziente, langlebige Alternative zu konventionellen Technologien prädestiniert ist.«

Ein wesentlicher Vorteil der Technologie ergibt sich für die Mitarbeiter der Verkehrssicherung, betont Werner Großmann, Niederlassungsleiter von B.A.S. in Dresden: »Das Betreiben von LED-Tafeln in netzfernen Gegenden, beispielsweise an Autobahnen, wird durch eneramic® deutlich vereinfacht.

Derzeit müssen die Akkus bis zu zweimal pro Woche gewechselt werden. Das mit handelsüblichem Propangas versorgte Brennstoffzellensystem liefert Energie für bis zu drei Wochen. Der niedrigere Wechselaufwand bedeutet eine deutliche Senkung des Gefährdungspotenzials bei Arbeiten unmittelbar an der Autobahn«.

Noch 2015 wird das Produkt kommerziell verfügbar sein. Auf der international größten Brennstoffzellen-Fachmesse FC Expo in Tokio vom 25.–27. Februar und dem weltführenden Industrietreff Hannover Messe vom 13.–17. April präsentiert das Fraunhofer IKTS das Brennstoffzellensystem eneramic®. Interessierte Messebesucher erhalten Einblick in die Funktionsweise und werden zu anwendungsspezifischen Fragen beraten.

Bildunterschrift: Am Großen Garten in Dresden, unweit des Fraunhofer IKTS, begrüßt diese Anlage vorbeifahrende Autofahrer. Mit ihrer integrierten Brennstoffzellentechnologie gilt sie als zukunftsweisende Lösung in der temporären Verkehrssteuerung.

Katrin Schwarz | Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS

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