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ENERGYbase-Büro verbraucht um 80 Prozent weniger Energie

14.10.2008
300 Sensoren überwachen größtes Passivbürogebäude Österreichs

Das ENERGYbase, das kürzlich fertig gestellt wurde, ist das größte Passivbürogebäude Österreichs. Im Vergleich zu anderen Bürogebäuden dieser Größe können durch innovative architektonische Gestaltung und moderne Gebäudetechnik bis zu 80 Prozent der Energie eingespart werden.

Zwei Mieter sind bereits eingezogen und belegen rund ein Drittel der Gesamtfläche von 7.500 Quadratmetern Bürofläche. Das Energiekonzept hält auch das, was es verspricht. "Das erste Feedback betreffend Temperatur und Raumklima ist sehr gut", bestätigt Michael Unger, Pressesprecher des Projektentwicklers, dem Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) gegenüber pressetext.

"Das Konzept des im Juli fertiggestellten Gebäudes setzt auch international neue Maßstäbe bei der Entwicklung energieeffizienter Büroimmobilien", so Unger. Da Gebäude für rund 40 Prozent des gesamten europäischen Energieverbrauchs verantwortlich sind, habe man neue Wege beschreiten wollen. "Das Interesse war gewaltig. Schon vor der Fertigstellung sind Delegationen aus der gesamten EU, aber auch aus Kanada gekommen, um das ENERGYbase zu besichtigen und daraus Schlüsse auf zukünftige Bürokonzeptionen zu schließen."

Die EU-Kommission habe ENERGYbase als "Green Building" zertifiziert. "Die eingesetzten Technologien stellen bereits eine sehr hohe Energieeffizienz sicher. Um diese noch weiter zu steigern, wird das Gebäude in der Nutzungsphase von arsenal research gemeinsam mit Siemens durch ein Monitoringprogramm evaluiert", so Pia Zemanek Pressesprecherin von Siemens. Damit werden die neuen Technologien dem sich ändernden praktischen Betrieb laufend angepasst und somit weitere Energiesparpotenziale eröffnet.

Der erste härtere Bewährungstest sei natürlich der Winter, meint Unger. Ersten Untersuchungen zufolge weise das moderne Gebäude etwa die Dichte des Gebäudes betreffend jedenfalls deutlich bessere Werte auf, als das geforderte Mindestmaß. Ein wesentlicher Bestandteil der Evaluierung stellen natürlich die rund 300 Sensoren dar, die alle möglichen Parameter aufzeichnen und dann dazu führen sollen, mögliche Defizite aufzuzeigen. Zum Zweck der Evaluation wird ADP (= Advanced Data Processing) eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein spezielles Programm, welches die Verarbeitung und Speicherung von Zähler- und Energiewerten sowie eine nachfolgende Auswertung mühelos ermöglicht. Sämtliche messbaren Daten des Gebäudes, aber auch manuell erfasste energie- und kostenrelevante Werte stehen so mit einem Blick zur Verfügung und erlauben neue Erkenntnisse zur Steigerung der Energieeffizienz.

Das ENERGYbase Bürogebäude nutzt natürliche Ressourcen, die dank moderner Technologien effizient eingesetzt werden können. Beispiele dafür sind etwa das Heizen und Kühlen des Gebäudes mit Sonnenenergie. Auch die Raumluftbefeuchtung erfolgt auf natürlichem Wege durch 500 Pflanzen. Eine 400 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage auf der Südfassade erzeugt 42.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. "Das Projekt in Wien-Floridsdorf dient bereits vor Fertigstellung als Best-Practice-Beispiel und soll die Umsetzung und Verbreitung der eingesetzten Technologie im Büro- und Gewerbegebäudebau fördern", erklärt Unger abschließend im pressetext-Interview.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.energybase.at
http://www.wwff.gv.at

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