Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Energietransport vom Norden in den Süden: Verbundprojekt ALLEE startet unter Federführung der Rostocker Universität

06.11.2014

ALLEE ist der Name eines neuen Forschungsprojekts, das im Rahmen der Förderinitiative „Zukunftsfähige Stromnetze“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird.

Ein Gesamtfördervolumen von etwa 1,7 Mio. Euro wird dafür bereitgestellt. ALLEE – dahinter steht Langzeitstabile Aluminiumlegierungen für elektrische Verbindungen. Die Projektkoordination obliegt dem Lehrstuhl für Werkstofftechnik an der Rostocker Universität.


Foto: Olaf Keßler / ITMZ / Uni Rostock

Durch den Ausbau der regenerativen Energien, insbesondere der Windenergie im dünn besiedelten Norden Deutschlands muss in den kommenden Jahren zunehmend Elektroenergie in Richtung des bevölkerungsreichen Südens transportiert werden.

Die derzeitige Netzstruktur erreicht dabei die Grenzen der physikalischen Belastbarkeit. Neue Trassen über mehre 1000 km müssen errichtet und/oder bestehende Trassen modifiziert werden.

Zudem erhöht sich die Belastung der Netzknotenpunkte und damit der bestehenden Schaltanlagen, wobei die hohe Versorgungssicherheit in Deutschland nicht beeinträchtigt werden darf.

Eine wesentliche Strategie zur Bewältigung dieser Herausforderungen stellt der Ersatz von Kupfer durch Aluminium bei der Neukonstruktion von Bauelementen in der Elektroenergietechnik dar. Aluminium ist preiswerter und leichter als Kupfer und besitzt eine höhere dichtebezogene elektrische Leitfähigkeit.

Dabei werden derzeit häufig Aluminiumlegierungen aus dem Bereich des Leichtbaus eingesetzt, die eine relativ hohe elektrische Leitfähigkeit besitzen.

Die mechanischen Eigenschaften und besonders die Kriechfestigkeit sind dabei nicht auf die Temperaturen der Leiter in der Elektroenergietechnik eingestellt. Für den sicheren und zuverlässigen Betrieb der Energieanlagen ist es notwendig, dass sich die bei der Berechnung verwendeten Materialparameter abhängig von der Zeit nicht unzulässig ändern.

Wird dies nicht berücksichtigt, kann sich beispielsweise bei Schraubenverbindungen mit Stromschienen die Verbindungskraft abbauen. Damit erhöhen sich die Verlustleistung und die Temperatur der Verbindung, bis diese ausfällt. Ziel des Projekts ist es daher, hoch leitfähige und gleichzeitig kriechfeste Aluminiumlegierungen für Betriebsmittel und deren Einsatzbedingungen in der Energieelektrotechnik zu entwickeln.

Kontakt:
Universität Rostock
Lehrstuhl für Werkstofftechnik
Prof. Dr.-Ing. habil. Olaf Keßler
Tel: (0381) 498 – 9470
olaf.kessler@uni-rostock.de

Im Verbundprojekt sind folgende Projektpartner beteiligt:
Projektleitung/-koordination
Universität Rostock
Lehrstuhl für Werkstofftechnik
Prof. Dr.-Ing. habil. Olaf Keßler

Universität Rostock
Lehrstuhl für Hochspannungs- und Hochstromtechnik
Prof. Dr.-Ing. Thomas Schoenemann

TU Dresden
Lehrstuhl für Hochspannungs- und Hochstromtechnik
Prof. Dr.-Ing. Steffen Großmann

RWTH Aachen
Institut für Metallkunde und Metallphysik
PD Dr. Volker Mohles

Hydro Aluminium Rolled Products GmbH, F&E
Bonn
Prof. Dr. Jürgen Hirsch

Gesellschaft für Technische Thermochemie und –physik mbH
Herzogenrath
Prof. Dr. Klaus Hack

Ingrid Rieck | Universität Rostock
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht SEEDs – Intelligente Batterien mit zellinterner Sensorik
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

nachricht Power-to-Liquid: 200 Liter Sprit aus Solarstrom und dem Kohlenstoffdioxid der Umgebungsluft
24.07.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die turbulente Atmosphäre der Venus

25.07.2017 | Physik Astronomie

SEEDs – Intelligente Batterien mit zellinterner Sensorik

25.07.2017 | Energie und Elektrotechnik

Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

25.07.2017 | Physik Astronomie