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Energiesparen in der Produktion

07.04.2014

Die Industrie gehört zu den größten Energieverbrauchern. Ein Drittel der Energie in Deutschland wird als Wärme oder Strom genutzt, um Anlagen zu betreiben sowie Güter und Produkte herzustellen.

Vielfach ließe sich Energie sparen, wenn auf moderne Produktionsprozesse umgerüstet würde. Mit dem nun gestarteten Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, betreut durch den Projektträger Karlsruhe am KIT, werden Mehrkosten für den Einsatz energieeffizienter Technologien in der industriellen Produktion anteilig erstattet.

„Im Rahmen der Energiewende muss auf allen Ebenen angesetzt werden“, sagt Peter Schneider vom Projektträger Karlsruhe am KIT. Neben grundlegender und anwendungsnaher Energieforschung wie etwa am KIT, Gebäude-Wärmedämmung oder stromsparenden Haushaltsgeräten liegen gerade in den Produktionsprozessen der Industrie noch Potentiale, die man nutzen kann.

„Mit der Fördermaßnahme für energieeffiziente und klimaschonende Produktionsprozesse schafft das Bundeswirtschaftsministerium nun für Betriebe weitere Anreize, bei der Investition in neue Anlagen noch intensiver an Energieeinsparungen und Klimaschutz zu denken“, so Schneider.

Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise, der internationalen Wettbewerbsfähigkeit sowie ihrer Innovationsfähigkeit ist die Steigerung der Energieeffizienz für die deutsche Industrie eine Schlüsselfrage. Die Bundesregierung hat deshalb innerhalb des Sondervermögens "Energie und Klimafonds" einen Energieeffizienzfonds beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgelegt. Ein Ziel des Energieeffizienzfonds besteht darin, die Industrie dabei zu unterstützen, energieeffiziente und klimaschonende Produktionsprozesse einzusetzen.

Unternehmen sollen sich im Falle von Investitionen für möglichst energieeffiziente und umweltverträgliche Produktionsprozesse entscheiden. Das BMWi hat den Projektträger Karlsruhe am KIT damit beauftragt, die Maßnahme „Förderung von energieeffizienten und klimaschonenden Produktionsprozessen“ umzusetzen. Anträge können ab sofort beim Projektträger Karlsruhe eingereicht werden. Die Auswahl erfolgt vierteljährlich.

Die Förderung beträgt bis zu 20 Prozent der unmittelbar auf den Umweltschutz bezogenen Investitionsmehrkosten, also der Kosten, die eine energieeffiziente Technik mehr als die konventionelle kostet. Die maximale Zuwendung ist je Vorhaben auf einen Betrag von 1.500.000 Euro begrenzt. Grundvoraussetzungen für einen Antrag sind Investitionsmehrkosten von mindestens 50.000 Euro, eine spezifische Endenergieeinsparung von mindestens 5 Prozent und eine Kohlendioxid-Einsparung pro Jahr von mindestens einem Kilogramm pro einen Euro Investitionsmehrkosten.

Antragsberechtigt sind produzierende Unternehmen in Deutschland sowie deren Kontraktoren. Gefördert werden investive Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in gewerblichen und industriellen Produktionsprozessen; insbesondere Umstellungen auf energieeffiziente Technologien sowie Maßnahmen zur effizienten Nutzung von Energie. Ziel ist es, den Energieverbrauch und die Energiekosten zu senken, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und die Verbreitung von Effizienztechnologien zu unterstützen. Zugleich soll auch die Emission von Treibhausgasen gesenkt werden.

Weitere Informationen zur Förderung des BMWi:

http://www.bmwi.de/DE/Mediathek/publikationen,did=626356.html

Hinweise zur Antragstellung durch den Projektträger:

http://www.ptka.kit.edu/560.php

Ansprechpartner für weitere Fragen:

Projektträger Karlsruhe (PTKA) am KIT

Energieeffiziente und klimaschonende Produktionsprozesse
Dr.-Ing. Michael Große
Tel.: +49 (0)721 608 25192
E-Mail: michael.grosse@kit.edu

Weiterer Kontakt:
Kosta Schinarakis, PKM – Themenscout, Tel.: +49 721 608 41956, Fax: +49 721 608 43658, E-Mail: schinarakis@kit.edu

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Thematische Schwerpunkte der Forschung sind Energie, natürliche und gebaute Umwelt sowie Gesellschaft und Technik, von fundamentalen Fragen bis zur Anwendung. Mit rund 9000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter knapp 6000 in Wissenschaft und Lehre, sowie 24 000 Studierenden ist das KIT eine der größten Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter: www.kit.edu

Weitere Informationen:

http://www.bmwi.de/DE/Mediathek/publikationen,did=626356.html
http://www.ptka.kit.edu/560.php

Monika Landgraf | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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