Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit Energiemanagement zu mehr Energieeffizienz

27.04.2010
Wer heute Energie sparen will, muss nicht gleich in neue Technologien investieren. Die Grundlage für eine effiziente Energiebereitstellung und -nutzung ist vielmehr das Wissen über die wesentlichen Energieverbraucher im Unternehmen und wie diese Faktoren beeinflusst werden können. Dafür müssen die betrieblichen Abläufe freilich transparent sein und kontinuierlich erfasst werden.

Die DIN EN 16001, die im August 2009 veröffentlicht wurde, gibt eine Struktur für ein betriebliches Energiemanagementsystem vor. Als Instrument zur Steigerung der Energieeffizienz zeigt sie Anforderungen an ein ganzheitliches System auf, das die Unternehmen in die Lage versetzen soll, durch kontinuierliche Aktivitäten ihre energetische Leistung stetig zu verbessern. Das primäre Ziel der DIN EN 16001 ist die Reduzierung der Energiekosten.

Unternehmen, die ein Energiemanagementsystem implementieren, profitieren aber auch von weiteren Effekten. So wird durch die Umsetzung der Norm-Anforderungen die Transparenz der betrieblichen Abläufe erhöht, wodurch bislang unerkannte technische und organisatorische Schwachstellen aufgedeckt werden können. Ein weiterer Effekt ist die verbesserte Kommunikation und die Sensibilisierung der Mitarbeiter im Umgang mit Energie.

Energiemanagementsysteme sind insbesondere in energieintensiven Branchen ein bewährtes Instrument zur Verbesserung der Energieeffizienz und damit zur Senkung der CO2-Emissionen. Die Einführung eines solchen Systems ist dabei auch für kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen sinnvoll. Zumal das Meseberger Programm vom August 2007 vorsieht, dass mit der Wirtschaft bis spätestens 2013 eine Vereinbarung über die Kopplung von Vergünstigungen bei der Energie- und Stromsteuer an die Einführung eines Energiemanagementsystems getroffen werden soll.

Das Fraunhofer IPA hat nun einen Leitfaden zur Umsetzung der Anforderungen der DIN EN 16001 erstellt und zeigt die dazu notwendigen Schritte auf. Die Empfehlungen basieren auf der fundierten Projekterfahrung des Fraunhofer IPA.

Die wichtigsten Schritte bei der Einführung eines Energiemanagementsystems sind dabei die Erarbeitung einer Energiepolitik und das Setzen von strategischen und operativen Zielen. Diese Verpflichtung des obersten Führungsgremiums zur ständigen Verbesserung der energetischen Leistung der Organisation ist unumgänglich. Erst dann können schrittweise Prozesse und Verfahren zur Umsetzung der Anforderungen der Norm erarbeitet und im Unternehmen implementiert werden.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dipl.-Wi.-Ing. Sylvia Wahren
Telefon +49 711 970-1115 I E-Mail sylvia.wahren@ipa.fraunhofer.de

Hubert Grosser | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wussten Sie, dass Infrarot-Wärme die Pralinenherstellung vereinfacht?
14.02.2017 | Heraeus Noblelight GmbH

nachricht Qualitätskontrolle in Echtzeit: „smartFoodTechnologyOWL“ startet erstes Projekt
15.02.2017 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Im Focus: Weltweit genaueste und stabilste transportable optische Uhr

Optische Strontiumuhr der PTB in einem PKW-Anhänger – für geodätische Untersuchungen, weltweite Uhrenvergleiche und schließlich auch eine neue SI-Sekunde

Optische Uhren sind noch genauer als die Cäsium-Atomuhren, die gegenwärtig die Zeit „machen“. Außerdem benötigen sie nur ein Hundertstel der Messdauer, um eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

Ökologischer Landbau: Experten diskutieren Beitrag zum Grundwasserschutz

17.02.2017 | Veranstaltungen

Von DigiCash bis Bitcoin

16.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stammzellen verlassen Blutgefäße in strömungsarmen Zonen des Knochenmarks

17.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

LODENFREY setzt auf das Workforce Mangement von GFOS

17.02.2017 | Unternehmensmeldung

50 Jahre JULABO : Erfahrung – Können & Weiterentwicklung!

17.02.2017 | Unternehmensmeldung