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Energieflüsse in der Eisen- und Stahlindustrie überwachen und optimieren

12.05.2011
Modulares Energiemanagementsystem von Siemens schafft Transparenz und reduziert Energiekosten

Siemens hat ein neues Energiemanagementsystem entwickelt, das Anlagenbetreiber in der Eisen- und Stahlindustrie dabei unterstützt, ihre Energieflüsse zu überwachen und zu optimieren.

Das Simetal Energy Management System ist eine modular aufgebaute Lösung, die flexibel erweitert werden kann. Sie trägt dazu bei, Wirkungsgrade und Verluste in der gesamten Produktionsanlage transparent zu machen. Dadurch können nicht nur vermeidbare Energieverluste aufgedeckt, sondern auch Verbrauchsprognosen erstellt und Lastspitzen minimiert werden. Darüber hinaus unterstützt das System die Nutzung günstiger Energietarife, reduziert die Energiekosten und erhöht so die Wettbewerbsfähigkeit.

Bei einem Anteil von 20 bis 30 Prozent mit steigender Tendenz sind Energiekosten ein wesentlicher Faktor für die Eisen- und Stahlindustrie.

Energieeffizient zu produzieren, wird damit zu einem immer wichtigeren Wettbewerbsvorteil. Voraussetzung dafür ist es, Energieverbräuche, Wirkungsgrade und Verluste in der gesamten Produktionsanlage präzise und zuverlässig zu identifizieren. Zudem schreibt die Norm EN 16001 (ISO 50001) beim betrieblichen Energiemanagement die Protokollierung energierelevanter Daten und ein nachhaltiges Verbesserungsmanagement vor. Mit seinem Energiemanagementsystem schafft Siemens die Grundlage für eine detaillierte Erfassung und Analyse aller relevanten Verbrauchswerte.

Das Simetal Energy Management System ist modular aufgebaut und ermöglicht eine auf jede Anlage abgestimmte Lösung. So lassen sich zum Beispiel Module für die Bedien- und Leitsystemebene, für das Informations- und Datenmanagement sowie für Analyse, Prognose und Optimierung von Strom, Dampf oder Gas anwenderspezifisch kombinieren. Dabei wird der Anwender durch ein Expertensystem unterstützt, das geeignete Kombinationen vorschlägt.

Die anfallenden Daten werden über standardisierte Schnittstellen erfasst und zur Auswertung bereitgestellt. Dies ist auch per Remote Access möglich. Des Weiteren verfügt das Energiemanagementsystem über eine komfortable Bedien- und Visualisierungsoberfläche zur Aufbereitung sämtlicher energiebezogener Messwerte der Feldebene. Das Client-Server-System kann schrittweise erweitert werden und ist frei konfigurierbar. Einzelne Zusatzmodule – auch für weitergehende Funktionalitäten – lassen sich nachträglich integrieren.

Über ein Web-Interface können Berichte und Dokumente unternehmensweit eingesehen und Daten ausgetauscht werden. Zur Erfassung und Auswertung aller energierelevanten Daten stehen verschiedene Funktionen zur Verfügung: So lässt sich der Energiebezug durch präzisere Prognosen des Energieverbrauchs optimieren. Das Lastmanagement zeigt auf, wie teure Lastspitzen vermieden werden können. Für die nötige betriebswirtschaftliche Transparenz sorgt die Kostenstellenzuordnung. Sämtliche Energiedaten können mittels eines automatisierten Berichtswesens, aussagekräftiger Kennzahlen und zielgerichteter Visualisierung schnell und einfach analysiert, aber auch individuell ausgewertet werden. Weitere Funktionen des Energiemanagementsystems sind eine flexible Energiedatenanalyse, die Optimierung von bestehenden und neuen Bezugverträgen und ein CO2-Emissionsmonitoring. Abweichungen vom Normbetrieb werden über ein leistungsfähiges Alarm- und Fehlermanagement erfasst.

Weitere Informationen über Lösungen für Stahlwerke, Walzwerke und Behandlungslinien unter: http://www.siemens.com/metals

Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter von umweltfreundlicher Produktions-, Transport-, Gebäude- und Lichttechnik. Mit durchgängigen Automatisierungstechnologien und umfassenden Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität, Effizienz und Flexibilität seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Drive Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility und Osram. Mit weltweit rund 204.000 Mitarbeitern (30. September) erzielte Siemens Industry im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von rund 34,9 Milliarden Euro. www.siemens.com/industry

Die Siemens-Division Industry Solutions (Erlangen) ist mit den Geschäftsaktivitäten Siemens VAI Metals Technologies, Water Technologies und Industrial Technologies einer der weltweit führenden Lösungsanbieter und Dienstleister für Industrie- und Infrastrukturanlagen. Dies umfasst die Planung und Errichtung, den Betrieb und den Service für den gesamten Lebenszyklus. Eine breite Palette von Umweltlösungen unterstützt Industrieunternehmen dabei, Energie, Wasser oder Betriebsmittel effizient einzusetzen, Emissionen zu reduzieren und Umweltrichtlinien einzuhalten. Mit weltweit rund 29.000 Mitarbeitern (30. September) erzielte Siemens Industry Solutions im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 6 Milliarden Euro.

www.siemens.com/industry-solutions

Dr. Rainer Schulze | Siemens Industry
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/metals

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