Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Energie im GHD-Sektor lässt sich vor allem bei der Beleuchtung einsparen

17.06.2013
Mit dem Monitoring-Programm "Energie der Zukunft" überprüft die Bundesregierung regelmäßig die Energieeinsparziele, die sie im Energiekonzept im September 2010 festgelegt hat.

Für diese Überprüfung werden zuverlässige und detaillierte Statistiken zum Energieverbrauch der privaten Haushalte und der Unternehmen benötigt. Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums hat das Fraunhofer ISI in Kooperation mit der TU München, der GfK und der IREES GmbH die Energieverbrauchsstrukturen von öffentlichen und privaten Unternehmen im GHD-Sektor untersucht. Die Studie zeigt: Zwar ist der Energieverbrauch seit 2006 deutlich gesunken, aber es gibt noch Einsparpotenziale – vor allem bei der Beleuchtung.

Im Energiekonzept der Bundesregierung werden ambitionierte Energieeinsparziele genannt: Bis 2020 sollen der Primärenergieverbrauch und der Wärmebedarf der Gebäude gegenüber 2008 um 20 Prozent und der Stromverbrauch um 10 Prozent reduziert werden. Auch die im Oktober 2012 beschlossenen EU-Richtlinie zur Energieeffizienz (EED), die die Mitgliedstaaten verpflichtet, bis 2020 jährlich 1,5 Prozent Energie einzusparen, stellt hohe Anforderungen an die Verfügbarkeit energiestatistischer Daten.

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI hat gemeinsam mit der Technischen Universität München, der Gesellschaft für Konsumforschung und der IREES GmbH ein Studiendesign entwickelt, das den Energieverbrauch des Verbrauchssektors "Gewerbe, Handel, Dienstleistungen" (GHD) transparent macht. Dieser Sektor umfasst sehr unterschiedliche Energieverbraucher − riesige Rechenzentren ebenso wie große Bürogebäude und Supermärkte sowie Kleinbetriebe wie Wäschereien, Metzger und Bäcker.

Im Rahmen der Studie wurden mehr als 2.000 Unternehmen zu ihrem Energieverbrauch befragt. Die Ergebnisse der Befragung zum Einsatz einzelner Energieträger wie Strom, Erdgas und Heizöl wurden anschließend auf Deutschland hochgerechnet. Projektleiterin Barbara Schlomann vom Fraunhofer ISI fasst zusammen: "Insgesamt zeigen diese Ergebnisse seit 2006 einen leicht rückläufigen Trend sowohl beim Strom- als auch beim Brennstoffverbrauch."

Trotz dieses Erfolgs betont sie, dass es noch erhebliche weitere Energieeinsparmöglichkeiten gibt: "Mehr als 40 Prozent des Stromverbrauchs in diesem Sektor entfallen auf die Beleuchtung. Hier rentieren sich Investitionen für eine effiziente Beleuchtung häufig schon nach drei Jahren. Gut 20 Prozent des eingesetzten Stroms werden für motorische Antriebe gebraucht, hier ließe sich vor allem durch Systemoptimierungen Energie sparen. Bei den Brennstoffen werden 70 Prozent des Energiebedarfs für die Raumheizung genutzt, erhebliche Einsparmöglichkeiten bieten hier die Gebäudesanierung und die Erneuerung der Heizungssysteme."

Anne-Catherine Jung | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.isi.fraunhofer.de/isi-de/x/projekte/ghd_314889_sm.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Geräteschutzschalter erfüllt NEC Class 2
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Elektronikgehäuse für Anzeigeeinheiten
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften