Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit EnBW Baltic 1 geht Deutschlands erster kommerzieller Offshore-Windpark in Betrieb

02.05.2011
Siemens-Windturbinen liefern umweltfreundlichen Strom für über 50.000 Haushalte

In der Ostsee ist heute der erste kommerzielle Offshore-Windpark Deutschlands in den Vollbetrieb gegangen. Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG weihte den Windpark im Beisein der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ein. Das Projekt EnBW Baltic 1 besteht aus 21 Windenergieanlagen von Siemens mit einer Leistung von je 2,3 Megawatt (MW) und einem Rotordurchmesser von 93 Metern.

EnBW Baltic 1 wird mehr als 50.000 deutsche Haushalte mit umweltfreundlichem Strom versorgen. Siemens Energy errichtete die Windenergieanlagen rund 16 Kilometer nördlich der Halbinsel Darß/Zingst auf einem Areal von rund sieben Quadratkilometern. Die Inbetriebnahme ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung in Deutschland.

Strom aus Offshore-Windenergieanlagen soll künftig in Deutschland ebenso wie in anderen Ländern, beispielsweise in Großbritannien, einen wichtigen Beitrag zu einer klimaverträglichen Energieversorgung leisten. Sehr gute Windbedingungen mit hohen durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten eröffnen enorme Potenziale für die Nutzung der Windenergie auf See. “Das ist ein wichtiger Meilenstein für die Nutzung von deutscher Offshore-Windenergie. Bei Windkraft an Land hat Deutschland Pionierarbeit geleistet – nun ist es wichtig, möglichst rasch das große Potenzial auf See zu erschließen“, sagte René Umlauft, CEO der Division Renewable Energy bei Siemens. Bis zum Jahr 2030 sollen allein vor den Küsten Deutschlands Windenergieanlagen mit einer Leistung von 20.000 bis 25.000 MW stehen und umweltfreundlich erzeugten Strom liefern.

„Offshore verfügt Siemens als die klare Nummer eins weltweit über 20 Jahre Projekterfahrung. In Kürze stellen wir eine neue Windturbine mit einer Leistung von sechs Megawatt vor. Diese neue Maschine arbeitet ohne Getriebe und eignet sich hervorragend für Offshore-Windparks. Aber natürlich sind wir auch onshore gut unterwegs; etwa 60 Prozent unserer Produktion entfällt auf Windenergieanlagen an Land. Außerdem investieren wir stark in die Internationalisierung unseres Fertigungs- und Vertriebsnetzwerks sowie in Forschung und Entwicklung“, ergänzte Umlauft.

Siemens wird auch den von EnBW geplanten Offshore-Windpark EnBW Baltic 2 (ehemals Kriegers Flak) mit insgesamt 80 Windkraftanlagen mit einer Leistung von je 3,6 MW und einem Rotordurchmesser von 120 Metern errichten. EnBW Baltic 2 wird voraussichtlich 2013 ans Netz gehen und soll dann rund 340.000 Haushalte mit Strom versorgen.

Bislang hat Siemens bereits Aufträge über fünf Offshore-Windparks in deutschen Gewässern erhalten. Nach EnBW Baltic 1 (48,3 MW), EnBW Baltic 2 (288 MW), Borkum Riffgat (108 MW) und DanTysk (288 MW) hat Siemens mit Borkum Riffgrund 1 (320 MW) zuletzt im Februar 2011 einen Auftrag zum Bau eines deutschen Offshore-Windparks erhalten. In den vergangenen 20 Jahren installierte Siemens mehr als 600 Windturbinen mit einer Leistung von über 1.800 MW erfolgreich in europäischen Gewässern. Die Anlagen liefern seit ihrer Inbetriebnahme zuverlässig umweltverträglich erzeugten Strom. Im Orderbuch von Siemens befinden sich derzeit Offshore-Projekte mit einer Leistung von insgesamt rund 3.600 MW.

Windenergieanlagen sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von rund 28 Mrd. EUR erzielte. Das macht Siemens zum weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum 270 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Hongkong, London, New York, Tokio, Delhi und Singapur in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistun¬gen und Lösungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2010 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 25,5 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von über 30,1 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug über 3,3 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2010 über 88.000 Mitarbeiter. Weitere Informatio¬nen unter: www.siemens.de/energy.

Siemens AG
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2, 80333 München
Deutschland
Informationsnummer: ERE201105060

Media Relations: Alfons Benzinger
Telefon: +49 9131 18-7034
E-Mail: alfons.benzinger@siemens.com
Siemens AG
Energy Sector – Renewable Energy Division
Freyeslebenstr. 1, 91058 Erlangen

Alfons Benzinger | Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/energy

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Neue Sensortechnik für E-Auto-Batterien
08.12.2016 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Siliziumsolarzelle des ISFH erzielt 25% Wirkungsgrad mit passivierenden POLO Kontakten
08.12.2016 | Institut für Solarenergieforschung GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops