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EMBRAPA eröffnet mit Unterstützung des DBFZ das erste Biogaslabor in Santa Catarina, Brasilien

31.05.2013
Als einer der größten Agrarproduzenten weltweit verfügt Brasilien über zahlreiche landwirtschaftliche Reststoffe und Abfälle, die für die Biogasproduktion genutzt werden könnten.

Allerdings fehlt es an technischem Know-how und der wissenschaftlichen Infrastruktur, um effiziente Biogasanlagen betreiben und optimieren zu können. Um dies zu beheben, hat der Gouverneur des südbrasilianischen Bundesstaats Santa Catarina, Raimundo Colombo, am 27. Mai 2013 eines der ersten Biogaslabore in Brasilien eröffnet.

Das Projekt wurde von dem brasilianischen Gasversorgungsunternehmen SCGÁS (Companhia de Gás de Santa Catarina) sowie der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH finanziert und vom Biogasunternehmen BGT ENERGIE und dem Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) fachlich unterstützt. So erhielten die Forscher der EMBRAPA ein einmonatiges Training im Biogaslabor des DBFZ in Leipzig und wählten in Abstimmung mit Forschern des DBFZ die notwendige Ausrüstung für das Labor in Brasilien aus.

Für Ricardo Konishi, den verantwortlichen Projektmanager bei SCGÁS, bringt die Biogasnutzung viele Vorteile. „Das Potenzial zur Biogaserzeugung beträgt ca. 3 Mio. m³ Biogas pro Tag in Santa Catarina, das entspricht 1 ½ dem Erdgasverbrauch des Bundesstaats. Wenn wir dieses Potenzial nutzen, hilft das nicht nur SCGÁS und den Gasverbrauchern, sondern auch den Schweineproduzenten und der Gesellschaft durch die Verringerung von Treibhausgasemissionen und der Schaffung von Einkommen.”

Das Labor wurde in die Forschungseinheit für Schweine- und Geflügelzucht der EMBRAPA in Concórdia, Santa Catarina integriert und soll die Analyse von Biogassubstraten und Biogasertragstests ermöglichen. Dadurch wird auch die im vergangenen Jahr vereinbarte wissenschaftlich-technische Kooperation zwischen der EMBRAPA und dem DBFZ im Biogassektor gestärkt.

Der Bundesstaat Santa Catarina ist mit 9 Millionen Schweinen der größte Produzent in Brasilien und verantwortlich für 36 % der brasilianischen Exporte. Die Umweltprobleme, die aus der unzureichenden Behandlung der Schweinegülle resultieren, könnten durch die Verwendung der Gülle zur Biogaserzeugung deutlich reduziert werden.

Paul Trainer | idw
Weitere Informationen:
http://www.dbfz.de/web/presse/pressemitteilungen-2013/die-brasilianische-forschungsanstalt-embrapa-eroeffnet-mit-unterstuetzung-des-dbf

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