Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Im Elektromobil Strukturwandel erfahren: RUB-Forscher testen Alltagstauglichkeit

26.11.2010
Versuchsflotte ist unterwegs im Ruhrgebiet

Elektromobilität könnte den entscheidenden Antrieb für den Strukturwandel im Ruhrgebiet liefern. RUB-Forscher testen nun Elektrofahrzeuge im Alltag und entwerfen grundlegende Strategien für ihren flächendeckenden Einsatz von morgen.

Die Auftaktveranstaltung für das vom Bundesverkehrsministerium BMVBS geförderte Projekt „Alltagstauglichkeit von Elektromobilität“ an der RUB findet am 8. Dezember 2010 im Foyer des Gebäudes ID auf Ebene 04 statt. Die Medien sind herzlich willkommen.

Ballungsraum als Testgebiet

Eine Versuchsflotte aus sechs Fahrzeugen wird ab Dezember 2010 auf unseren Straßen unterwegs sein. Getestet werden sie von insgesamt 50 Probanden mit ganz unterschiedlichen Fahrgewohnheiten. „Der Ballungsraum zwischen Rhein und Ruhr eignet sich hervorragend als Testgebiet“, so Prof. Dr.-Ing. Constantinos Sourkounis von der Arbeitsgruppe für Energiesystemtechnik und Leistungsmechatronik. Die Forscher untersuchen Fahrbetrieb und Ladevorgang. Ihr Ziel ist es, konkrete technische und funktionelle Anforderungen für zukünftige Elektrofahrzeuge und deren Teilsysteme zu formulieren.

Messsensoren und Prüfstand

Um alle wichtigen Betriebsdaten beim Alltagseinsatz ermitteln zu können, sind die Fahrzeuge mit hoch auflösenden Messsensoren ausgerüstet. Außerdem kommen sie einmal im Monat auf den Fahrzeug-Prüfstand. „Wir wollen mehr über die Energieeffizienz der Fahrzeuge, den Wirkungsgrad des Antriebsstrangs, die Wechselwirkung zwischen Batteriesystem und elektromechanischem Antriebssystem erfahren“, berichtet Sourkounis. Wie lange kann die Energie unter unterschiedlichen Voraussetzungen gespeichert werden, wie sieht es mit der Lebensdauer des Batteriesystems aus?

Entwicklung neuer Ladestrategien

Zum Einsatz kommen in der Testphase Fahrzeuge, die sowohl über die üblicherweise verwendete einphasige Aufladung mit 16 A als auch mittels Gleichstromaufladung mit 200 A Energie aus der Steckdose tanken. Das ermöglicht den direkten Vergleich, den die Forscher als Grundlage für die Entwicklung neuer Ladestrategien nutzen wollen. Denn die werden dringend notwendig, sobald viele Fahrer ihre Elektrofahrzeuge gleichzeitig aufladen wollen. Diese Netzlast könnte in einem Ballungsraum die elektrische Energieversorgung regional gefährden.

Erste Forschungsetappe

Das Know-how soll vor allem dem Ingenieur-Nachwuchs zugute kommen. Das Projekt „Alltagstauglichkeit von Elektromobilität – Bausteine für eine Technologie Roadmap: Infrastruktur - Fahrzeug - Sicherheit“ ist der Anfang einer umfassenden Erforschung der Elektromobilität an der Ruhr-Universität. Zukünftig werden Elektrotechnik, Maschinenbau, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ihre Fachkompetenzen bündeln und das Forschungsfeld aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.

Forschung liefert Marktimpulse

Mit der Technologie Roadmap eröffnet sich kleinen und mittleren Unternehmen die Chance, marktgerechte Teilsysteme für den neu entstehenden Markt der Elektromobilität zu entwickeln und zu vermarkten, ohne bereits im Vorfeld an kostenintensivem Forschungsbedarf zu scheitern. Projektpartner der Arbeitsgruppe für Energiesystemtechnik und Leistungsmechatronik ist unter anderem der Automobilzulieferer Delphi Deutschland GmbH. Das kommunale Netzwerk ruhrmobil-E aus Bochum und die Initiative Solarmobil Ruhrgebiet (ISOR) sowie weitere Partner aus der Region begleiten die Durchführung. Gefördert wird das auf 18 Monate angelegte Projekt durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Weitere Informationen

Prof. Dr.-Ing. Constantinos Sourkounis, Arbeitsgruppe für Energiesystemtechnik und Leistungsmechatronik, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, Tel: 0234 -32 25776, sourkounis@eele.rub.de

Redaktion: Meike Klinck

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Multikristalline Siliciumsolarzelle mit 21,9 % Wirkungsgrad – Weltrekord zurück am Fraunhofer ISE
20.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht Wussten Sie, dass Infrarot-Wärme die Pralinenherstellung vereinfacht?
14.02.2017 | Heraeus Noblelight GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Welt der keramischen Werkstoffe - 4. März 2017

20.02.2017 | Veranstaltungen

Schwerstverletzungen verstehen und heilen

20.02.2017 | Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovative Antikörper für die Tumortherapie

20.02.2017 | Medizin Gesundheit

Multikristalline Siliciumsolarzelle mit 21,9 % Wirkungsgrad – Weltrekord zurück am Fraunhofer ISE

20.02.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wie Viren ihren Lebenszyklus mit begrenzten Mitteln effektiv sicherstellen

20.02.2017 | Biowissenschaften Chemie