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Elektroflitzer mit doppelter Motorkraft

06.04.2011
Siemens-Forscher verwirklichen zusammen mit der RUF Automobile innovative Konzepte für leistungsfähige Elektrofahrzeuge. Eines der Autos auf Basis eines Porsche 911 kann auch wieder Strom ans Netz abgeben und wird damit Teil eines intelligentes Stromnetzes (Smart Grid). Das vom Bundesumweltministerium (BMU) geförderte Projekt wird auf der Hannover Messe (bis 8. April 2011) vorgestellt und sieht die Erprobung verschiedener Antriebsvarianten vor.

Die Schwerpunkte der Entwickler der zentralen Siemens-Forschung Corporate Technology liegen auf zwei Gebieten – auf dem modularen Antriebsstrang und auf der intelligenten Ladefähigkeit des Fahrzeugs. Denn damit sich elektrische Autos in der Breite durchsetzen, müssen sie vielfältige Anforderungen erfüllen. Gerade in den oberen Fahrzeugklassen sollen sie hohen Fahrkomfort, große Fahrdynamik und möglichst auch hohe Geschwindigkeiten bieten. Und sie müssen gut in zukünftige Smart Grids integriert werden können.


Eines der Antriebskonzepte hat wie bei einem klassischen Verbrennungsfahrzeug einen Zentralmotor. Das ist die derzeit am häufigsten realisierte Variante für ein Elektrofahrzeug – allerdings die mit der geringsten Flexibilität. Die anderen Konzepte haben jeweils einen Doppelmotor. Bei dem einen sind beide Motoren gekoppelt und verfügen über ein Schaltgetriebe mit zwei automatisch schaltenden Gängen. Das bedeutet hohe Beschleunigung und Spitzengeschwindigkeit – wichtige Anforderungen für einen Sportwagen.

Bei dem zweiten Doppelmotorkonzept arbeiten die Motoren getrennt. In dieser Variante ist das sogenannte Torque-vectoring möglich, das die Antriebsmomente kontrolliert auf das linke und rechte Hinterrad verteilt. Dieses System ermöglicht ganz neue Möglichkeiten bei der Fahrdynamik des Fahrzeuges.

Die effektive Anbindung an Smart Grids soll durch eine flexible Leistungselektronik realisiert werden, die für das Fahren ebenso wie für das Laden verwendet werden kann. Damit kann das Fahrzeug mit bis zu 22 Kilowatt Leistung geladen werden – und auch wieder Strom an das Netz abgeben. Insgesamt werden zehn Testfahrzeuge gebaut. Mit Feldtests in Berlin und im Großraum München sollen Erkenntnisse gewonnen werden, wie das gesamte Fahrzeug weiter optimiert werden kann. (RN 2011.04.4)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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