Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elektroautos: Kabelloses Laden während der Fahrt

18.11.2013
Neues Hightech-System verspricht mehr Effizienz und Sicherheit

Forscher haben eine Technologie entwickelt, die eine bessere kabellose Energieübertragung zu bewegten Empfängern wie fahrenden Elektroautos verspricht. Die Experten setzen dazu auf neu gestaltete Spulen für eine induktive Übertragung.


Prototyp: Ladesystem soll E-Autos antreiben (Foto: ncsu.edu)

"Wir haben Veränderungen sowohl am Receiver als auch am Transmitter vorgenommen, um die kabellose Energieübertragung sicherer und effizienter zu machen", erklärt Srdjan Lukic, Elektrotechniker an der North Carolina State University (NC State). Ein Laborprototyp des neuen Systems exisitiert bereits, jetzt wird an der Hochskalierung gearbeitet.

Richtig gewickelt

Die Idee der induktiven Energieübertragung mittels Spulen zum kabellosen Laden ist nicht neu. Doch haben bisherige Ansätze zum Laden fahrender Autos ihre Schwächen. Beim Einsatz großer Spulen besteht das Risiko, dass ein elektromagnetisches Feld an die Karosserie koppelt, was die Effizienz mindert und außerdem ein Sicherheitsrisiko bedeutet. Der Einsatz kleiner Spulen dagegen ist zwar sicher und vergleichsweise effizient, erfordert aber zum Abdecken eines Straßenbereichs sehr viele Übertragungsspulen, was ein solches System relativ teuer und komplex macht.

"Wir haben versucht, das beste beider Zugänge zu kombinieren", sagt Lukic. Das NC-State-Team hat dazu eine Reihe unterteilter Transmitter-Spulen entwickelt und eine dazu passende, gleich große Empfängerspule. Die Energieübertragung erfolgt wie immer bei induktiven Systemen mittels des elektromagnetischen Feldes zwischen zwei Spulen. Doch ist die Receiver-Spule beim neuen System so gestaltet, dass die gerade daran gekoppelte Übertragungsspule automatisch eine höhere Stromstärke nutzt - wodurch im richtigen Moment die Feldstärke und damit die Energieübertragung um 400 Prozent steigt.

Mehr Leistung für die reale Welt

Um zu zeigen, dass die neue Spulenform wirklich die gewünschten Vorteile bietet, hat das Team einen relativ kompakten Laborprototypen entwickelt. Das System kann bei maximaler Effizienz 0,5 Kilowatt (kW) Leistung übertragen. Um wirklich praktische Anwendungen wie eben das Aufladen fahrender Elektroautos zu erschließen, arbeitet das Team nun an einer größeren und stärkeren Umsetzung. "Unser Ziel ist es, von 0,5 kW in den Bereich 50 kW vorzustoßen", so Lukic abschließend.

Thomas Pichler | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.ncsu.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht
16.01.2017 | Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

nachricht Greifswalder Plasmaforscher erforschen Nanomaterialien für effiziente Energiespeicherung
13.01.2017 | Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

Multiregional brain on a chip

16.01.2017 | Power and Electrical Engineering

New technology enables 5-D imaging in live animals, humans

16.01.2017 | Information Technology

Researchers develop environmentally friendly soy air filter

16.01.2017 | Power and Electrical Engineering