Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elektro-Bus: Aufladen über externe Ladeplatte

29.10.2013
Kabellose Stromquellen könnten an Haltestellen angebracht werden

Forscher der Utah State University haben einen elektrischen Bus entwickelt, der in der Lage ist, sich über eine externe Ladeplatten kabellos aufzuladen. Die Technologie wird als "Wireless Advanced Vehicle Electrification" (WAVE) bezeichnet und könnte das öffentliche Verkehrssystem in naher Zukunft revolutionieren. Dabei wäre es möglich, dass die Fahrzeuge sowohl in der Garage als auch an den einzelnen Haltestellen mit Strom versorgt werden.


Elektro-Bus: wird über Ladeplatte mit Strom versorgt (Foto: usu.edu)

Alltäglicher Einsatz vorstellbar

Aus der Sicht eines Zukunftsforschers ist der flächendeckende Einsatz solcher Fahrzeuge durchaus denkbar. "Ich bin davon überzeugt, dass solche Ansätze eines Tages zu unserem Stadtbild gehören werden. Immerhin birgen diese Möglichkeiten enorme Vorteile für Umwelt, Betreiber und Nutzer", erläutert Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung für Zukunftsfragen in Hamburg http://stiftungfuerzukunftsfragen.de , gegenüber pressetext.

"Die entscheidende Frage ist jedoch, wann solch ein Bus zu einem bezahlbaren Preis in die Massenproduktion gehen könnte", wendet er ein. Hier liege der Knackpunkt. "Derzeit konkurrieren verschiedene alternative Antriebssysteme, die alle unser Leben verbessern und die Mobilität revolutionieren würden, aber bisher ist kein System so ausgereift, das es in den Alltag einzieht", schildert Reinhardt die Problematik. Das Fazit des Experten: "Diese Systeme werden sich voraussichtlich im Laufe der nächsten zehn Jahre durchsetzen."

Batterien leichter und günstiger

Ein weiterer Vorteil der Elektro-Busse besteht darin, dass sie über einen speziellen Untersatz verfügen und daher absolut kabellos funktionieren. Außerdem könnten diese mit wesentlich leichteren und günstigeren Batterien betrieben werden, da sie durch regelmäßige Zwischenstopps häufiger aufgeladen werden. Sobald sich der Untersatz des Busses direkt über der Ladeplatte befindet, wird die Energie über ein hoch magnetisches Feld an die Batterie abgegeben.

Jedes Mal, wenn der Bus über die Ladestation fährt, lädt sich dieser automatisch auf. Daher wäre es zum Beispiel denkbar, die Vorrichtung unter den Bushaltestellen anzubringen. Die Technologie ist in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen WAVE http://waveipt.com entwickelt worden und soll bis Ende 2014 in zehn Elektro-Busse integriert werden, die in Städten wie New York erstmals zum Einsatz kommen sollen.

Carolina Schmolmüller | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.usu.edu

Weitere Berichte zu: Aufladen Batterie Elektro-Bus Elektro-Busse Ladeplatte Wave

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Energieproduzierende Fenster stehen kurz bevor
23.02.2017 | University of Minnesota / Università degli Studi di Milano-Bicocca

nachricht Hauchdünn wie ein Atom: Ein revolutionärer Halbleiter für die Elektronik
23.02.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie