Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

E-Mobilitätsprojekt Future Fleet: Befragungen beginnen – Elektrowagenflotte offiziell eingeweiht

14.01.2011
Das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) startet die Befragung von NutzerInnen der Elektrowagenflotte im Projekt Future Fleet. Dabei geht es unter anderem um Akzeptanz, Handhabbarkeit und emotionale Aspekte. Zuvor wurden die ersten Elektrofahrzeuge in der Dienstwagenflotte der SAP AG offiziell eingeweiht.

Im Projekt Future Fleet werden im Rhein-Neckar-Raum betriebliche Fahrzeugflotten mit Elektroautos ausgerüstet. Ziel ist, den Nutzen für die Umwelt und die Akzeptanz zu untersuchen und ein optimales betriebliches Flottenmanagement zu erproben.

Mit der Einweihung der Future Fleet-Flotte bei der SAP AG in Walldorf am Freitag, 14. Januar 2011 fällt nun auch der Startschuss für die Befragungen durch das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE).

In Future Fleet befragt das ISOE zusammen mit dem Öko-Institut und der Hochschule Mannheim die NutzerInnen der Elektroautos zu ihren alltäglichen Erfahrungen und zu ihrem Verkehrsverhalten. Dabei geht es um praktische Fragen wie das Fahren, die Bedienung oder das Laden. Außerdem wird untersucht, ob die Fahrzeuge der Flotte ebenso gut in alltägliche Routinen integriert werden können wie das bisherige Auto. Darüber hinaus werden auch Fragen nach dem Image und nach symbolischen Aspekten von Elektroautos gestellt. „Bisher wurde die Nutzung serienreifer Elektroautos nur wenig empirisch untersucht. Vor allem gibt es kaum Studien zu den Dienstwagenfahrerinnen und -fahrern, die in Zukunft die Elektroautos buchen“, sagt Dr. Jutta Deffner, die das Projekt gemeinsam mit Dr. Konrad Götz am ISOE betreut.

Elektromobilität und innovative Nutzungskonzepte gehören für die Wissenschaftler des ISOE zusammen: „Neben Car-Sharing, das schon immer auf kollektiver Nutzung beruht, kommt wie in Future Fleet der Einsatz in Firmenfuhrparks in Frage. Hier ist es nämlich möglich, die Mobilitätsmuster der Nutzerinnen und Nutzer mit den Reichweiten der Fahrzeuge abzugleichen“, sagt Deffner. ISOE-Mobilitätsforscher Götz betont: „Dienstwagen sind inzwischen das entscheidende Segment im Neuwagenbereich. Es ist daher für eine Ökologisierung des Verkehrs äußerst wichtig, sie in dienstlichen Fuhrparks zu erproben.“

Elektromobilität ist nur dann zukunftsfähig, wenn die Fahrzeuge vollständig mit erneuerbarer Energie fahren. Die Wagen in Future Fleet werden deshalb mit Öko-Strom der MVV Energie AG Mannheim betrieben. Zudem wird bei dem Mannheimer Konzern eine weitere kleinere Elektroautoflotte in Betrieb gehen, deren NutzerInnen ebenfalls durch das ISOE befragt werden.

Das Projekt Future Fleet ist eines von sieben Modellprojekten der Bundesregierung zu Elektromobilität und wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert.

Kontakt:
Dr. Jutta Deffner (ISOE), deffner@isoe.de, Telefon: +49-69-7076919-38

Dr. Corinne Benzing | idw
Weitere Informationen:
http://www.isoe.de/projekte/futurefleet.htm
http://www.future-fleet.de
http://www.isoe.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Hochleitfähige Folien ermöglichen großflächige OLED-Beleuchtung
29.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

nachricht Fraunhofer-Forscher entwickeln Hochdrucksensoren für Extremtemperaturen
28.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Designte Proteine gegen Muskelschwund

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Benzin und Chemikalien aus Pflanzenresten

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hochleitfähige Folien ermöglichen großflächige OLED-Beleuchtung

29.06.2017 | Energie und Elektrotechnik