Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die BTU Cottbus–Senftenberg entwickelt Alternativen zu konventionellen Kraftwerken

22.12.2014

Simulationstool soll Photovoltaik-Kraftwerke optimieren

Der Lehrstuhl Kraftwerkstechnik hat den Zuschlag für ein F+E-Teilvorhaben erhalten, das auf die Entwicklung eines Simulationstools für die wirtschaftliche Optimierung von PV-Kraftwerken in hybriden Energieanlagen auf Basis kundenspezifischer Lastprofile abzielt.

Das Vorhaben wird über eine Laufzeit von drei Jahren mit 631 T€ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Im Fokus steht die Kombination von Photovoltaik (PV) mit Diesel/Gas sowie optional die Ergänzung von Wasserkraft und Windenergie. Mittels Simulationen sollen dabei Auslegung und unterschiedliche Energietechnologien in Kombinationen untersucht werden.

Das Hybridkraftwerk soll wahlweise auf Kapitalrentabilität oder auf Stromerzeugungskosten optimiert werden können. Auf diese Weise wird den verschiedenen Kundengruppen der Investoren und der Betreiber Rechnung getragen.

Gleichzeitig wird durch den Lehrstuhl Kraftwerkstechnik ein geeignetes Einstrahlungs- und Photovoltaik-Modulmodell erstellt, welches das Verhalten der vom Unternehmen BELETRIC eingesetzten PV-Module exakter vorhersagen und valide Ertragsprognosen treffen kann. Dazu gehört neben der Softwareentwicklung auch die Auswertung vorliegender Kraftwerksdaten und Testsysteme, die Erträge an potenziellen Standorten über eine Jahresfrist messen. Im Ergebnis werden Ertragsprognosen erstellt, wie sie mit den derzeit erhältlichen Prognosewerkzeugen nicht erreicht werden können.

Als wichtigste technische Neuerung des Forschungsvorhabens soll das „Zukunftskraftwerk PV“ fähig sein, Systemaufgaben im Stromversorgungsnetz zu übernehmen. Diese Aufgabe stellt ein Novum in der PV-Kraftwerkstechnik dar, die es sich zum Ziel gesetzt hat, konventionelle Kraftwerke hinsichtlich aller ihrer Aufgaben adäquat zu ersetzen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert die Entwicklung von neuen Instrumenten zur Sicherung der Energieversorgung bei erhöhter Einspeisung von erneuerbaren Energien in die Versorgungsnetze, insbesondere durch den gekoppelten Betrieb von Photovoltaik-Kraftwerken mit Batteriespeichern und fossilen Erzeugern im Rahmen eines dreijährigen F&E-Verbundvorhabens.

Der Lehrstuhl Kraftwerkstechnik nimmt unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Krautz am nationalen Forschungsverbund mit den Unternehmen Adensis GmbH, BELECTRIC GmbH, GE Energy Power Conversion GmbH, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, Jurchen Technology GmbH, MTU Friedrichshafen GmbH und Padcon GmbH teil.

Ansprechpartner
Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Krautz, Lehrstuhl Kraftwerkstechnik,
Tel: +49 355 69-4501, E-Mail: kwt@b-tu.de

André Krämer | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.b-tu.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Power-to-Liquid: 200 Liter Sprit aus Solarstrom und dem Kohlenstoffdioxid der Umgebungsluft
24.07.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Ein leistungsfähiges Lasersystem für anspruchsvolle Experimente in der Attosekunden-Forschung
19.07.2017 | Forschungsverbund Berlin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Recherche-Reise zum European XFEL und DESY nach Hamburg

24.07.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu Sprachdialogsystemen und Mensch-Maschine-Kommunikation in Saarbrücken

24.07.2017 | Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Power-to-Liquid: 200 Liter Sprit aus Solarstrom und dem Kohlenstoffdioxid der Umgebungsluft

24.07.2017 | Energie und Elektrotechnik

Innovationsindikator 2017: Deutschland auf Platz vier von 35, bei der Digitalisierung nur Rang 17

24.07.2017 | Studien Analysen

Netzwerke statt Selbstversorgung: Wiesenorchideen überraschen Bayreuther Forscher

24.07.2017 | Biowissenschaften Chemie