Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DBFZ veröffentlicht Monitoring-Zwischenbericht zur Stromerzeugung aus Biomasse

21.07.2014

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)* verfolgt das Deutsche Biomasseforschungszentrum seit Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000 dessen Wirkung auf die Entwicklung der Stromerzeugung aus Biomasse in einem zeitnahen Monitoringprozess. Der in Zusammenarbeit mit Fraunhofer IWES entstandene Zwischenbericht (Juni 2014) steht nun unter www.dbfz.de/eeg-monitoring als Download zur Verfügung.

Mehr als 8.800 Betreiber von Bioenergieanlagen wurden vom DBFZ im Frühjahr 2014 hinsichtlich der 2013 erbrachten Stromproduktion, dem Substrat- bzw. Brennstoffeinsatz sowie zu verschiedenen technischen Parametern angeschrieben.


Biogasanlagenentwicklung in Deutschland 2000 - 2013 (Anlagenzahl differenziert nach Leistungsklassen und gesamte installierte elektrische Anlagenleistung), ohne Abbildung von Biogasau Stand: 05/2014

Darüber hinaus erfolgte eine Befragung von Herstellern sowie Landesministerien und Landesämtern. Die veränderte Fördersystematik des EEG 2012 wurde u.a. dahingehend berücksichtigt, dass in der aktuellen Befragung verstärkt Aspekte zur Nutzung der Markt- und Flexibilitätsprämie abgefragt wurden.

Im Ergebnis zeigt sich im nun vorliegenden, rund 140 Seiten umfassenden Zwischenbericht: Der Zubau hat sich, nicht zuletzt durch die unsicheren politischen Rahmenbedingungen, verlangsamt. So wurden in 2013 insgesamt rund 200 Biogasanlagen zugebaut (gegenüber ca. 1300 im Jahr 2011), die installierte Leistung stieg, inklusive der Anlagenerweiterungen, um 200 MWel.

Im Bereich der Festbrennstoffanlagen wurden 130 Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 31 MWel zugebaut. Maßgebliche Entwicklungen im vergangenen Jahr waren Anlagenerweiterungen und zunehmende Flexibilisierung der Anlagen.

Da die Vergütungen im neu novellierten EEG-2014 stark abgesenkt wurden, ist mit den etablierten Anlagenkonzepten ein wirtschaftlicher Betrieb in den meisten Fällen nicht mehr möglich. Daher kann nur noch mit einem sehr geringen Ausbau an Standorten mit sehr günstigen Bedingungen gerechnet werden.

Bereits im März dieses Jahres hatte das Deutsche Biomasseforschungszentrum in einem Hintergrundpapier die Schwachpunkte der Novellierung angesprochen, deren Auswirkungen skizziert und Empfehlungen zur Anpassung der gegenwärtig vorliegenden Vorschläge gegeben. Das Hintergrundpapier sowie der Zwischenbericht stehen unter den folgenden Links als PDF-Download zur Verfügung:

https://www.dbfz.de/web/presse/pressemitteilungen-2014/dbfz-veroeffentlicht-hint...

https://www.dbfz.de/web/fileadmin/user_upload/Referenzen/Berichte/Monitoring_ZB_...

Hintergrund:
Das Forschungsvorhaben "Wissenschaftliche Vorbereitung und Begleitung der EEG-Monitoringberichte und des EEG-Erfahrungsberichts für die Stromerzeugung aus Biomasse" knüpft bei den Untersuchungen an die Vorgängervorhaben "Monitoring zur Wirkung des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) auf die Entwicklung der Stromerzeugung aus Biomasse" (DBFZ 2009-2011) und die Vorläuferprojekte des Institut für Energetik (IE) an. Mit dem Vorhaben soll einerseits der Monitoringprozess kontinuierlich fortgesetzt werden, andererseits erfordert die gewachsene Komplexität der Fragestellungen zur Bioenergie in verschiedenen Bereichen eine Neustrukturierung. So soll bspw. der steigenden Direktvermarktung, den gesetzlichen Effizienz- und Naturschutzanforderungen sowie den erweiterten Informationspflichten der Anlagen- und der Übertragungsnetzbetreiber Rechnung getragen werden. Das Vorhaben unterstützt die Erfüllung der Berichtspflichten des BMWi zur Stromerzeugung aus Biomasse und erarbeitet wissenschaftliche Vorschläge zur Fortentwicklung der Rahmenbedingungen. Das Projekt endet am 30. Juni 2015.

* Mit der 18. Legislaturperiode 2013-2017 wird das BMU-Vorhaben unter der Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) weitergeführt.

Forschung für die Energie der Zukunft – DBFZ
Das Deutsche Biomasseforschungszentrum arbeitet als zentraler und unabhängiger Vordenker im Bereich der energetischen Biomassenutzung an der Frage, wie die begrenzt verfügbaren Biomasseressourcen nachhaltig und mit höchster Effizienz zum bestehenden, vor allem aber auch zu einem zukünftigen Energiesystem beitragen können. Im Rahmen der Forschungstätigkeit identifiziert, entwickelt, begleitet, evaluiert und demonstriert das DBFZ die vielversprechendsten Anwendungsfelder der Bioenergie und besonders positiv herausragende Beispiele gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und  Öffentlichkeit. 

Weitere Informationen:

https://www.dbfz.de/web/presse/pressemitteilungen-2014/dbfz-veroeffentlicht-moni...

Paul Trainer | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Körperenergie als Stromquelle
22.08.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht „Cool“ bleiben im Büro: Wasser als Kältemittel im Alltag bald vor Durchbruch?
22.08.2017 | Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen