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BTU Cottbus entwickelt Patent für Elektroabscheider

11.04.2012
Von der Grundlagenforschung zum Vorseriengerät - letzte Messungen laufen an der BTU, bevor das Produkt in die Praxis entlassen wird

Am Lehrstuhl Mechanische Verfahrenstechnik von Prof. Dr. Ulrich Riebel entstand schon vor drei Jahren ein Patent für einen neuartigen Typ von Elektroabscheider für die Abgasreinigung. Auf der Basis dieses Patents für ARA („Autogene raumladungsgetriebene Abscheidung“) wurde jetzt von Prof. Riebel und seinem Doktoranden Sergiy Lebedynskyy in Kooperation mit der Firma Keller Lufttechnik GmbH und Co. KG mit Sitz in Kirchheim/Teck ein besonders effizienter Ölnebelabscheider entwickelt.

Diese Ölnebelabscheider dienen dazu, das beim Bearbeiten (Drehen, Fräsen, Tiefziehen usw.) von Metallteilen entstehenden Schmierölnebel abzusaugen und nach dem elektrostatischen Prinzip aus der Umgebungsluft abzuscheiden.

Prof. Riebel fasst die Arbeit an dieser Entwicklung folgendermaßen zusammen: „Bei unserem neuartigen Verfahren ist es uns gelungen, alles Gute zu vereinen: Gegenüber den üblichen elektrostatischen Ölnebelabscheidern senken wir den Energieverbrauch und den Ozon-Ausstoß um 90%. Die Luft wird sogar so gut gereinigt, dass sie nach dem Abscheidungsprozess in die Produktionshallen zurückgeführt werden kann. Im Winter kann damit sehr viel Heizenergie eingespart werden.“

Derzeit laufen im Labor von Prof. Riebel die letzten Messungen zur Funktionsüberprüfung am Prototyp von ARA. Im Mai soll das Gerät dann beim ersten industriellen Anwender eingebaut werden und im normalen Betrieb getestet werden.

Hintergrund:
Die technische Entwicklung des neuen Verfahrens wurde durch die Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) möglich. Der Lehrstuhl erhielt über die DBU 238.000 € womit u.a. ein Doktorand und weitere Mitarbeiter für 2 1/2 Jahre finanziert werden konnten.

Katrin Juntke | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-cottbus.de

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